dimanche 29 janvier 2017

Wenn auf dem Land der neue Tag erwacht ist es still. Der unbewegte Himmel malt sich nachtblaufarben über die Welt.
Ein paar nachtgraue Wolken malen sich in diesen Himmel. Verschlafen regen sie sich ab und zu in ihren Wolkenbetten.

Und ich sehe dem Wind beim Tanzen zu.
Den verschlafenen Apfelbaum vor meinem Fenster hat er sich als Tanzpartner ausgesucht. 
Ich beobachte mit welcher hauchzarten Eleganz er den Baum an den Zweigenhänden nimmt, wie er sich um seine Äste legt, sich an ihre Rinde schmiegt. Wie er jede Pore erfühlt und mit hauchsanftzarten Küssen weckt. 
Wie er sich in ein Wolkenbett legt, ein paar Tropfen Mondlicht auf die Zweigspitzen verteilt. Es durchsichtig, fast unsichtbar scheinen lässt, im blassen Nachtblau des Himmels.
Ich sehe genau hin, wie er den Baum mal hauchzart sanft mal heftig auffordert zum begleitendem Lichtspiel seiner Musik sich mit ihm im Takt zu wiegen. Sich zu ihm zu neigen, die Äste auf seine Schultern zu legen und mit ihm zu tanzen.
Wie er die Wolken zu Tränen rührt mit seinen Bewegungen, mit seinen gefühlvollen Drehungen. Wie er den Baum zu seinem Eigen macht, ihn dreht und wirbelt und wie er inne hält, um ihn zu liebkosen, um die Regentränen zu küssen. 
Ich lausche seinen befreienden Klang, die Stille nach dem Sturmtanz. So leicht, so unbeschreiblich still.

Wärend ich das sehe, denke ich dich.
Wie ich dich hauchzärtlich sanft aus dem Schlaf küsse, Wie ich deine Hände nehme, meine Finger mit deinen verflechte, dich aus dem Wolkenbett ziehe, mich an dich schmiege, jede Pore deiner Haut liebkose. 
Ich denke dich, wie du mich zärtlich fest umarmst, deine Hände, deine Finger über meine Haut streicheln. 
Ich denke uns wie wir uns liebend unsere eigene Musik kreieren, Gemeinsam die Noten schreiben, die Melodie komponieren. Zärtlich rhythmisch sanft bis leidenschftlich wild, fordernd herausfordernd
mit leidenschaftlicher Hingabe bs zur Extase. Das atemraubende Ausklingen..
Die Stille nach dem Liebessturm .

Ich fühle die Traurigkeit mich zu betäuben,
Ich wehre mich gegen die Tränenquelle. 

Ich schlupfe in frische Kleidung, ziehe meine Joggingschuhe an und renne und renne an den Ställen vorbei, über den Garten, über winterschlafende Feldwege.

Die beden Hunde rennen mir nach. Rennen neben mir, vor mir und hinter mir her. 
Stellen sich vor mich, damit ich sie streichele. legen ihre Pfoten in meine Hand

Sie führen mich nach Hause. 

Während ich meinen Herzschlag bis über die Ohren wahrnehme, denke ich an dich

Ich darf dich nicht vermissen.


©Émilia Rennart








0 Kommentare:

Enregistrer un commentaire