mercredi 9 septembre 2020

eine Leiter zum Himmel


Ein Spinnenfaden
hängt aus eine Spinnennetz
an der Zimmerdecke
gleich über meinem Bett.

Jeden Tag beobachte ich
Wie der Faden länger wird
und weiter  unten hängt.
Der Himmel schickt mir
eine Leiter zum Himmel - denke ich.

Ich werde nach oben gezogen.
ich muss mich nur festhalten

Ich bin geschwächt heute,
und morgen bin ich vielleicht noch schwächer
und die nächsten Tag mehr und mehr.
Ich bin nur noch der Geist dessen, wer ich war.

Ich denke  - mein Körper
ist allerdings zu schwer
für diese zarte Leiter.

- Nimm meine Seele zuerst

©Émilia

in einem vollig anderem Kontext

Wie ein milchiger Schleier schwebt der dichte Nebelverhüllt die Welt um mich herum.
Fasziniert von der umliegenden Landschaft,
fahre ich durch den Nebel.
Die Bäume und Sträucher am Straßenrand
sind nebelgeschützt.

In einigen Häusern brennt schon Licht.
Die beleuchteten Fenster
durchdringen wie kleine Monde den Nebelschleier.

Die dunkelgraue Straße wie eine Schlange ohne Ende vor mir,
die Fenstermonde die mir den Weg zeigen und ich.
An der Kreuzung liegen die Wege
wie ein Rätsel vor mir.

Ich kenne die Lösung
und biege ab.
Die Landschaft vor mir wie ein Märchen.
Nebel und Rauhreif  - so viel Silber.

Ich renne über die Straße
in ein Haus mit Mondfenstern.
Auf der Treppe nach oben
klingt eine Frage an mein nebelverträumtes Ohr.
"Gut durch den Nebel gekommen?"
In meinen Haaren fühle ich noch ein paar Nebelfäden
und antwortete mit einem leisen verträumten "Aber ja."
Ich sage ihm nicht, dass ich Nebel liebe,
wenn er nur wissen wollte ob ich die Rätsel vor Augen gelöst habe.

Und ich denke:
es ist neblig, es ist kalt,
und so viel Nebel dazwischen
und ich .......sehe dich nicht
ich gehe nicht,
unter den Sohlen habe ich keine Straße
......ich schwebe

jetzt in einem vollig anderem Kontext

©Émilia

Mit jedem Herzschlag

Gestern vermisste ich dich,
heute vermisse ich dich
und morgen werde ich Feuer und Flamme sein
für dich
wie ein Lagerfeuer unter einem sternklaren Himmel.
Meine Gitarre ist mein Herz,
die Saiten meine Sehnsüchte nach dir.
Mit jedem Herzschlag
werde ich zu Asche


I wish it would rain down

Eine Reise im Kreisverkehr,
gegen viele Hindernisse stoßen,
viele Hindernisse umfahren,
endlose Umwege fahren,
Eingebettet im Kreis und hängen bleiben,
weil ich die Tendenz habe, mich zu verfahren,
wenn ich unsicher bin, in meinen Gefühlen.

Dann hülle ich mich ein im alltäglichen Umhang der Routine,
während ich versuche, mich vor dem Rest der Welt zu verstecken.
Und ich frage mich manchmal,
warum du für die Liebe so blind bin.

Mein Herz erholt sich kaum,
wenn ich von einer Wand an die nächste stoße ... eine größere ...
eine, die mich weg wirbelt ... anstatt zu der ich gehöre drängt.

Wann werde ich endlich aufhören Mauern zu bauen
und einfach leben und lieben.
Wann werden ich aufhören, der Routine zu folgen?

Ich verschwende so viel wertvolle Zeit und Energie,
indem ich auf mein Herz aufpasse
damit es keine Sprünge macht in eine verbotene Liebe

Also, ich möchte mich nicht verlieren
ich möchte meine Herzmauern nicht einreißen.
Die Verantwortung die ich trage ist zu groß
um vom Weg abzufahren ins Ungewisse.


Der Tag an dem alles in dir zerbricht

Der Tag an dem alles in dir zerbricht
wie eine Blumenvase aus teuerstem Kristall.
Der Tag an dem alles in dir zerbricht
ist ein Feiertag, oder ein Montag und Sonntag
oder irgendein Tag im Jahr.

Ein Sonnentag, ein Regentag
ein Tag wie jeder andere
und dann wird es plötzlich eiskalt
eisig, kristallklar kalt.

Und es gibt Anzeichen dafür,
die du nicht siehst,
die du nicht hörst
der du keine Bedeutung schenkst.
Am Rande des Tages
wird es still.
In der Stille bluten die Farben aus.
Das fragile Pastellzarte in der Stille,
der ausgefranste Saum der Herzhäute.

Der Tag an dem alles in dir zerbricht,
wie eiskaltes Kristall zerbarst.
Es geht nicht um den Flügel eines Vogels,
der nur von den Federn gehalten wird,
nicht um den Flügel eines Schmetterlings,
dessen Farbe zu Staub wird.

Es ist das Herz dessen Häute reißen,
die Seele die nur noch in den letzten Verankerungen gehalten wird,
die Wunden sie sich öffnen und bluten.
Die Wasserfälle und Ozeane an Tränen
die alle Worte in ihren ertränken.
Die Augen die ausgeweint zur Wüste werden
und die Stimmbänder die zu trockenen Küsten werden
und dann die große Stille.



©Émilia

Ich befreie mich wie ein Fluss

Ich befreie mich wie ein Fluss
von Steinen und Kies.
Ich verbanne alle morschen Gedankenboote,
Vorbei Treibholz, an den Baumwurzeln
bahne ich den Weg ins Meer.
Nichts hält mich auf.
Weder die Steine noch der Kies,
auch nicht die Sandkörner die ich mitreiße
Vor allem nicht dein Herz,
wird mich aufhalten können.
Wohin mein Herz tragen wird,
ich werde wie ein Fluss meinen Weg gehen.

©Émilia

Ich kenne all deine Zeiten

Ich kenne all' deine Zeiten,
all' deine Bewegungen,
deinen Duft, deinen Schatten,
deine Stille, deine Liebe, deine Ängste und deine Brust
dein inneres Erdbeben und deine inneren Farben.
Dein Lächeln lannge bevor du lächelst,
deine Gedanken lange bevor du sie denkst.
Deinen Gang, dein Rennen, dein Wandern
und deine Träume lange bevor du sie träumst.
Und ich kenne dein Weinen, deinen Herzregen und deine Melancholie.
Deine Bluse und deinen Ring
und deine Farben  hinter den Farben die deine Augen sehen.
Ich habe keine Geduld
und mein Knie schlägt
an die seidigen Wände
und ich bitte dich,
gebäre mich.

Ich weiß alles über dich
und über dich hinaus
bis dahin wo Nähe Weite ist.
Die Sonnenaufgänge, der Horizont, die Sonnenuntergänge.
Ich ziehe meine Knie an
schlage mit Fuß und Hand gegen die Wände
und bitte dich gebäre mich.

Ich kenne deinen Herzschlag bevor du ihn fühlst
unde den dazwischen bevor du ihn hörst,
das Ende des Wortes, lange bevor du es sagst.
Ich kenne deine Flüsse und ihre Farben,
ich höre das Rauschen des Blutes
dann schlage mit Hand und Fuß gegen die Uteruswände
und bitte dich
gebäre mich.

©Émilia




Wir teilen

Wir teilen dieselben Ängste,
dieselben Unsicherheiten,
dieselben Illusionen,
dieselben Kämpfe.
Manchmal sogar die gleichen Gefühle,
Gedanken. Emotionen. Träume.
Wir scheinen die gleiche Last zu tragen.
Das Leben versucht mit uns fast identisch zu sein
und wir reagieren auf die gleiche Weise.
Impulsiv instinktiv gefühlsloschisch für uns.
Wir schreien dasselbe und wir schweigen dasselbe.
Fühlen wir den gleichen Schmerz?

Dann schließen wir unsere Augen und unsere Worte schweigen.
Aber wusstest du,
dass Tränen auch durch geschlossene Augen ihren Fluss bahnen?
Sie sammeln sich unter den Lidern,
wie eine Quelle sich sammelt aus Regentränen,
strömen durch den Winpernkranz
über die Wangen, bevor ihr Salz auf unseren Wangen trocknet.


Lavendelhonigtraum

Diese Stille, nach dem Lied der Zikaden
bevor das Abendrot verblasst,
das Rascheln von Blätterlaub und Lavendel im Wind
versinkt die Welt in Träume.

Mitten in dieser Stille,
lass uns Zeit nehmen,
die sanfte Balade eines Lächelns zu genießen,
das Lied eines Lachens zu lauschen,
einen Moment Hoffnung zu schöpfen
aus dem Lavendelhonigtraum.

©Émilia

Wir waren zwei Träumer,

Wir waren zwei Träumer,
und reisten
durch das Land der Träume
und gelangten in einem Weizenfeld
mit roten Mohnblumen und blauen Kornblumen.
Wir hatten nur uns, unsere Liebe
und Augen für Farben-

Die Kornblumen
badeten sich im Blau des Himmels,
die Mohnblumen
im Ror unserer Liebe
und das Weizenfeld spielte mit den Sonnenstrahlen.
Wir wiegten uns tanzend
nach der Melodie des Windes.

Und eines Tages wurde der Weizen geerntet
und unser Traum lag zerbrochene auf dem Stoppelfeld.

Du und ich standen wortlos da
auf einem leeren Feld bereit für den Winterschlaf.

Zwei verlorene Träumer
die sich im Traum wiederfanden
wie die Saat der Liebe
im Feld wieder aufging
als Weizen und Kornblumen und Mohnblumen.

©Émilia

In der Stille

In der Stille
hältst du meine Hand
Du bist mein Herz
in der Stille
und füllst mein Ich mit Liebe




Me tenir par la main….
C'est dire en silence ,
Que tu es mon COEUR ,
Tu es la caresse de mon ÄME.

Du bist durch mich gewandert

Du bist durch mich gewandert
sehr agil und fröhlich,
hast mir nur den Schatten deiner Seele zurückzulassen.

Dann wandertest du durch andere Seelenländer
viel leichter, viel fröhlicher
wahrscheinlich waren sie viel bunter als meine
ohne Windböen, ohne schaumige Wellen,
einfach nur ruhige Seen
in denen die Seerosen an der Oberfläche blühen,
wie in deine verliebt Seele
deines oberflächlichen Lebens,
vergessen, was Liebe in ihrer Wahrheit bedeutet.

Ich weiß, in meiner Seele
Es gibt so viele Wellen
die Boote und Schiffe bedrohen
die unsere Liebe und unsere bunten Träume weiter tragen.

Ich glaubte, du bist mein Seelenverwandter
doch du bliebst mir ein Fremder.

©Émilia


Le ciel s’éteint

Le ciel s’éteint, tout va dormir
Je songe à des choses passées.
C’est à la fois peine et plaisir.
La veilleuse du souvenir
s’allume au fond de mes pensées.

Worte

Ich habe sie gelesen
all die herzzerreißenden Worte,
all die schmerzhaften Erinnerungen. 
Sie werden mir 
an die Herzhäute genagelt
für immer

©Émilia

chevaux verts sur les murs

Welche Farbe haben die Schafe
aus den schlaflosen Nächten?
Zartgrün wie die Pferde an der Wand der Verträumten
die durch schattigen Wege der Gedanken galoppieren?
- habe ich dich eines Morgens gefragt
als das Parfüm unserer Liebesnacht
noch in den Laken lag.

Du hast mich
aus der Hängematte
die wir zwischen
deinen und meinem Herzen aufgehängt haben
liebevoll angelächelt.

Du hast versucht mir zu erklären,
pragmatisch,
wie man ein Kind lehrt
dass eins und eins zwei ergibt
und dass Pferde niemals träumen.

Aber warum sollte ich jeden Morgen
müde von der ganzen Rennerei
der grünen Pferde an den Wänden
aus meinen Träumen aufwachen,
während meine grünen Pferde
sichim Licht deiner Augen verstecken,
mich schläfrig mit deinen Augen anblinzeln
und mir liebevoll einen Guten Morgen wünschen?

©Émilia

Du und ich in einer Umarmung


Du und ich in einer Umarmung Körper an Körper,
Gesicht an Gesicht Herz an Herz
schwindelig von der farblosen Zeit
die ihr Klavier und ihre Geigen stimmt,
wartend auf den Augenblick
wenn die Farben des Flühlings ein Feuerwerk entfachen
für unseren ersten Walzer.

Und die Zeit sieht uns verwundert zu
wie wir der Schwerkraft trotzen
gefangen in dieser Umarmung
die ersten Schritte wagen
und wundert sich über die Leichtigkeit unserer Körper
wie sie schweben
wie sie sich drehen
als würden sie um ihr Leben tanzen.

©Émilia

Nur ein Gedanke

Und ich habe nur einen einzigen Augenblick
- nur einen einzigen Augenblick-
meine Wurzeln aus diesem sterilen Lehmsandboden
in dem sogar das Gras aufgehört hat zu wachsen.
Ich wollte gehen
und dir nur einen Schatten
aus Sehnsucht und Liebe zu hinterlassen.

Daraus könntest du keine Burgen aus Sand bauen
keine Festungen für eine unendliche Liebe.

Und da sah ich dich mit einem Auge
wie du deine einsamen Arme
nichte einmal dich selbst umarmen können,
so wie ich dich umarmen kann
und wie hilflos sich deine Arme nach mir ausstreckten
und du nicht verstehen kannst
wieso neben dir nur die Stille ist
über die es Kirschblüten regnet
und nicht ich.

Und dann begannen meine Augen
all die Farben zu sehen
die noch in meinem Herzen für dich blühen.

©Émilia

Ich habe noch etwas zu tun

Ich habe noch etwas zu tun
und habe es vergessen.

Vielleicht die Gedanken in Worte zu fassen,
vielleicht Träume in der Dämmerung zu fangen,
vielleicht Tränen mit einem Lächeln wegzuwischen.
Vielleicht ist für heute zu viel
und ich sollte nicht denken, nicht träumen, nicht weinen,
nur meinen Herzschlag lauschen und atmen.

Was ich tun musste,
ich habe es vergessen.
Ich habe vergessen zu atmen,
ich habe vergessen zu träumen,
ich habe vergessen zu glauben,
ich habe vergessen zu leben.

Was muss ich sonst noch tun?
Ich weiß es wirklich nicht.
Warten?
Beten?
Soll ich versuchen zu verstehen?
Wofür das gut ist, ich weiß es nicht.
Aber ich sammle mich jeden Tag
mehr und mehr
Ich werde lieben,
ich werde leben,
ich werde träumen,

Ich werde zurückfinden,
ich werde finden
was ich verloren habe.

Mit einem Wort,
einen Gedanken finden
in einem Gedanken ein Wort finden,
den Faden eines Traumes im Schlaf finden.

©Émilia

La pluie

La pluie joue sa musique
notes sur le carreau
morceau mélancolique
un jour sous les eaux

La pluie joue sa musique
te berce en soprano
célestes pleurs lyriques
reflets sur tes yeux clos

La pluie joue sa musique
fait frissonner ta peau
dors onirique
sommeille au creux des flots.

Sei wenigstens einen Augenblick lang still

Sei wenigstens einen Augenblick lang still
und lass die Bäume vor Sehnsucht rascheln.
Zu viele menschliche Leidenschaften
halten sie mit ihren Ästen.

Komm lass uns den Frühling zurückrufen,
denn auf einer Seite des Himmels
sind noch Sonnenuntergänge
die ihre Gedichte noch nicht aufgedeckt haben
für unsere Augen

©Émilia