vendredi 9 août 2019

Jeder einzelne Regentropfen


Jeder einzelne Regentropfen schreibt sorgfältig seine Geschichte in den Staub der Erde mit Liebe. Der Himmel weint und die Erde freut sich. Sie sind im heftigen rhythmischen Regentanz vereint. Sie vereinen sich, weil sie einander brauchen und weil sie gemeinsam neue Schritte in neue Richtungen lernen. Nur die Sonne bleibt stille Zeugin und sieht schüchtern zwischen den überfluteten Wolken hervor und wärmt uns.

Es regnet in meiner Seele, aber nach so langer Zeit regnet es schließlich mit einer Prise Glück. Und ich tanze mit dir neue Tänze. Ich nehme deine Hand und ich möchte dich führen, aber du trägst mich schon durch Neues. Der fallende Regen durch die Nacht und die Morgensonne, hinterlassen Tau auf den Blütenblätter einer Rose.

Ich würde gerne mal innehalten, aber ich kann nicht. Ich fürchte, ich fliege dann durch den Wind und wache alleine irgendwo auf. Es ist Sommer und alles riecht gut, aber ich bevorzuge deinen Duft von reifen Kirschen. Aber wir haben keine unterschiedlichen Perspektiven - wir sehen beide durch das gleiche Prisma der Liebe, den Alltag.
Wir sind zwei Körper, die im selben Tanz vereint sind. Und wir lernen gemeinsam neue Schritte in neue Richtungen, aber wenn du mich lächelnd ansiehst, bin ich verloren ...

mercredi 7 août 2019

Noch habe ich keine Überschrift dafür

Es regnete. Es war ein intensiver warmer erfrischender Sommernachtregen. Im Radio wurde vor Gewitter gewarnt. Ein paar Blitze durchzogen den Nachthimmel. Weit entfernt in einer Ecke des Himmels donnerten dunkelgraue Gewitterwolken.
Ich habe Angst vor Gewitter.
"Wetterleuchten" würde Oma sagen. Blitze durchleuchteten für einen Augenblick die Regenwolken, so als würde man das Licht im Zimmer an- und ausschalten.
Ich habe Angst vor Gewitter.
Als Kind versteckte ich mich immer unter der Decke. Flüsternd fragte ich Oma alle paar Minuten.
Opa hat einen Blitzableiter am hinteren Teil des Hauses angebracht.
"Funktioniert unser Blitzableiter noch?"
"Aber ja," versuchte Oma mir die Angst zu verscheuchen.
Ich vertraute dem Kupfergestell am Hinterhaus nicht. Was kann so ein Draht gegen den Blitz ausrichten? Opa versuchte mir zu erklären, dass der Kupferdraht den Blitz abmildert und in den Boden leitet.
Opa muss es ja wissen. Trotzdem hatte ich Angst und verkroch mich unter der Decke.
Oma war das zu blöd.
"Das war ein Furz. Gott hat einen Furz gelassen, " sagte sie aufmunternd.
Ich lachte unter der Decke bis ich kaum noch Luft bekam. Ich steckte den Kopf kurz hervor um die Lage abzuschätzen. Trotz aller Bemühungen, niemand und nichts hat es bis anhin geschafft. mir die Angst aus den Knochen zu nehmen.

Es regnete in meine ungeschützen Gedanken. Ich ließ ihnen freien Lauf, freien Flug. Wie Blitze waren meine Gedanken. Jeder Gedanke war für jemand oder für irgendetwas aufgeblitzt. Es regnete sehr stark, mit großen Regentränen und ab und zu wetterleuchtete es.  Wie meine Emotionen - kurz aber heftig.
Dann aber hörte der Regen plötzlich auf. Ich öffnete das Fenster um die vom Regen erfrischte Luft einzuatmen. Es duftet nach frisch geerntetem Lavendel. Ich habe welchen zu Trocknen ausgelegt. Ich sehe den dunkelgrauen Wolken zu wie sie vorbeiziehen. Der Himmel sieht aus wie ein Stück samtiger Zartbitterschokolade.
Vier Tage Urlaub von drei Wochen habe ich noch.
Ich möchte nichts Banales tun. Letzten Urlaub habe ich die Hütte von oben bis unten geschrubbt und aufgeräumt. Ich möchte keinen Alltag.

Heute wollen wir wieder wandern.
Es ist schon heute.
Die Uhr zeigt 0:23.

Guten Morgen!

Heute möchte ich mit dir in meinen Gedanken einen wandern.
Letzens bin ich 22997 Schritte mit dir in meinen Gedanken gewandert.
Ich möchte nicht schreiben was mein Herz mit jetzt diktiert.
Nun regnet es erneut.
Wenn der Regen dich aus meinen Gedanken waschen könnte, würde ich jetzt raus gehen in die Nacht und mit jedem Regentropfen würte ich ein Stück von dir verlieren.
Ich schließe das Fenster und hoffe ich kann noch ein paar Stunden Schlaf finden.


mardi 6 août 2019

Nimm meine Stille

In einer langen Vollmondnacht
wachte ich neben dir auf.
Mein Kopf lag an deiner Schläfe,
dein Gesicht versteckte sich in meinen Haaren,
deine Hände versteckten
Flügel in meinen Herzhäuten
und legten das Morgenrot in meinen Sonnenaufgang.
Die Fügelfedern kitzeln mich sehnsuchtswach.
So viel Rot fließt aus dem Sonnenherz
durch die transparenten Wolkenarterien
und färbt den Himmel énigmatique rot.

Nimm meine Stille,
lerne sie sprechen,
lerne sie schreien,
mit anderen Worten.
Öffne mir die Augen,
lerne sie sehen,
zwischen den Schatten suchen
nach endlosen Sekunden.


Powersong 06.08.2019

lundi 5 août 2019

Powersong 05.08.2029

Sommerregen

Als das warme Licht der Sonne
deine Augenlider berührte
hast du deine samtweichen Augen geschlossen.
Deine Lider senkten sich
wie hauchzarte bunte Schmetterlingsflügel
über eine Wiesenblume.
Deine Tränen waren ihm Morgentau.
Dann flog er zu mir
und ich weinte mit

Der lauwarme Sommerwind
versteckte ein paar Sandkörner in deinem Haar.
Der warme weiche Regentropfen
der deine weiche warme Haut benetzte
war eine Träne von mir.
Sommerregen lindert,
solltest du wissen.

Ich rief die Regenwolken
Blitze und Donner herbei
um dich wachzuschütteln aus dem Grau
um dich zum Leben zu erwecken.
Du weißt, Gewitter reinigt und lindert.
Ich rief den Regen herbei
um von dir abzuschütteln getrocknete Blätter
Schatten und Nebel
um die Wunden zu waschen,
dich mit duftenden Blütenblättern zu bedecken,
um dich mit Ausdauer zu segnen.

Die Blätter die sich lösen
fallen sanft in deine Handflächen
Und wenn du aufblickst ist der Schmerz vorbei.

Der Sommerwind weht
und meine Gedanken
fliegen von dir weg.

Der Tag ist vorbei und ich weiß
was auch immer in meinem Leben sein wird,
ab und zu fliegen meine Gedanken zu dir
um deinen Schmerz zu lindern mit ein paar Regentropfen.

©Émilia



dimanche 4 août 2019

Elegie einer Liebe



Ja,
manchmal findet man nicht die richtigen Worte.
Doch wenn man sie findet
direkt im Herzen liegend und auf den richtigen Moment wartend,
findet man den richtigen Moment unter vielen Augenblicken nicht.

Ja,
und manchmal kann man nicht einfach sagen
"so ich bin da und ich liebe dich",
Es gibt unzählige Gründe und Ängste
es nicht zu wagen, es nicht zu sagen.
Man kann nicht gehen, man kann nicht bleiben.

Ja,
und so werden Herzen gebrochen,
und so entstehen die Sehnsüchte,
und so entsteht das Vermissen.
Ja,
so zerbrechen Lieben
zersplittern Träume

und es bleibt nur ein Lied
eine Elegie einer Liebe

©Émilia

vendredi 2 août 2019

Lass es Asche werden

Wenn du gehst nimm mit dir
in deinem Wanderrucksack mein Herz,
falls du dursten solltest.
Sieh nicht zurück
zu meinem inerten Körper
zu meinem Mund ohne Worte
und in meine leergeweinten Augen.

Wir legten einmal
meine Sehnsucht,
deine Sehnsucht
Tränen und Regen
in eine gemeinsame Wolke
zwischen Worten versteckt.

Ich werde nie wissen
ob die Wolke regenvoll, tränenvoll wurde.
Ich habe keine Tränen mehr.
Das ist alles.
Worte gefangen in der Stille,
aus Angst vor der Donnerwolke.
Das ist unsere ganze Liebe
- eine Wolke aus Worten und Tränen.

Am nächsten Tag
konnten wir und weder Herz noch Hände einander reichen
und zwischen Worten regnete es.
Regen war unser Hymnus.
Der Wind des Schweigens zwischen uns
die kalten Hände haben wir in Handschuhe gesteckt
und das Herz eingemauert.

Deine zärtliche Umarmung,
dein hauchzarter Kuss
mochte noch einmal Mal entfachen
die Glut im Herzen die noch nicht zu Asche wurde.


Wenn du jetzt gehst,
nimm mein Herz mit dir,
Und wenn die Tränen nicht reichen,
wenn der Regen nicht reicht,
um deinen Durst zu stillen,
suche dir keine Wasserquelle
an der du mein Herz erneut füllen kannst.

Lass mich nicht wissen wo du bist,
wenn unter der Asche noch Glut weilt.
Ich suche nicht nach noch lebendigen Liebe
in mir, in dir, in uns.

Lass mein Herz Asche werden
Lass es Asche werden.

©Émilia


Beinahe

Beinahe
hätte ich dich geliebt,
du hättest mich geliebt
beinahe.
Schmetterlinge
sind unsere einzigen Küsse
durch versteinerte Augenlider
beobachten wir uns still.

Beinahe hätte ich die geliebt
du hättest mich geliebt beinahe.
Heute wachsen uns Blumen
in den Haaren.
Anstatt unsere Tränen
gießt uns der Regen.
Nur noch der Wind
führt uns zusammen
und trennt uns zugleich.

Nur die Liebe umarmt uns verzweifelt zugleich
in einem Lied
und jeder Herzschlag ist Note und Klang.
Du bist mir nah und doch weit weg
und ich bin dir weit weg
beinahe hätte ich dich geliebt
du hättest mich geliebt beinahe.

Die Sonne wärmt uns
und ihre Berührung verbrennt uns.
Du bist mir fast ewig
ich bin dir fast ewig,
versteinert im Augenblick
seit dem wir uns ineinander verliebten

Und müde von uns,
von unserer Nähe und Ferne
wird der Wind uns verwehen,
der Frost uns erfrieren,
mit dem Sand verden wir verschmelzen
das Meer uns verwandeln
in eine uferlose Liebe

©Émilia

Das Boot

Ein einsames Boot mitten auf dem stürmischen efemeren Meer.
Die stürmischen Wellen schleuderten es
an den Rand des Himmels
auf eine efemere einsame Insel.
Die schäumenden Wellen richteten sich auf
wie riesige Felsen
wie Schutzmauern um Burgen.
Und es gab keine Auswege
durch das ungemeißelte Gestein
um das unvorbereitete Schicksal zu entwirren,
um das Unversehbare zu verstehen.
mit an den messerscharfen Felsen zerschnittenen Handflächen
mit zerschundenen Knien
und mit tränennassen Augen
stieg er auf den größten Felsen
der Insel am Rande des Himmels
um den Schmerz hinter sich lassen
um im Meer nicht zu ertrinken.
Er hatte Glück.
Doch aus dem Herzen,
kam ein Flüstern, eine Sehnsucht.
Was ist Glück wenn man es nicht teilt,
was ist Liebe, wenn man nicht liebt?


Er nahm seinen Mut,
er nahm sein Herz
und sein Glück
und warf sich ins Meer
gab sich den stürmischen schäumenden Wellen hin.
Da ebneten sich die Wellen
und trugen sein Boot
sein Glück, seine Liebe.

Sie betteten sein Boot in einem Herzstrand
mit wunderschönem feinen Sand
wie eine Muschel
und ihn wie eine kostbare Perle.


©Émilia





jeudi 1 août 2019

Doch am Ende des Tages trägt mich wieder ein Traum, ohne mich zu fragen.



In einer lauwarmen Sommernacht,
ein Traum führt mich weit weg von mir
Meine Gedanken sind frei von dir, von uns.
Ich lege den Tag in den Traum,
befreie mich von seiner Routine,
wenn die Nacht sich indigofarben legt
über den Traum, finde ich den Weg zu dir.
Und der Traum nimmt mein Herz
ohne mich zu fragen
und trägt mich durch alle Sehnsüchte zu dir

Liebe ich halte dich versteckt
tief  am Grund meines Herzens
wie eine kostbare Perle.
Nur der Traum trägt mich auf seinen Wellen
und spült mich an den  Herzküsten Sand.

Am frühen Morgen schält sich die Sonne
morgenrotfarben aus dem Morgennebel
wie ich aus dem Traum,
sie begrüßt den Tag mit Morgentau in den Augen
und ich mit Tränen aus dem Traum.

Der Tag hält für mich bereit
wichtige Dinge, unwichtige Dinge
Freude und Sorgen
und ich bin wichtig und unwichtig
beflügelt oder müde.

Doch am Ende des Tages
trägt mich wieder ein Traum, ohne mich zu fragen.

©Émilia



Wenn



Wenn jemals dein ruhiger Blick
durch die Vorhänge des Nebels dringen könnte,
um mein Herz zu erreichen,
würde ich jeden Morgen meine Herzhäute nach außen wenden
ohne Angst oder Verlegenheit und ohne Scham.

Ich würde dir zeigen, was im Schatten meiner Worte liegt
und wo ich meine unausgesprochenen Worte versteckt halte.
Worte voller Liebe die mein Herz freilegen,
Worte die all den Schmerz vergangener Tage beinhalten
die anderen, die wie Messer schneiden um zu verletzen.

In dem von fremden Spuren unberührten Wald der Worte
würde ich mich mit dir verlaufen.
Dein Herz würde ich rufen
und gemeinsam alle unruhigen Gedanken finden und entziffern,
haufenweise Emotionen und Gefühle wie Wildblumen entdecken und bewundern.

Auf den Knien unter der Trauerweiden nach der Tränenquelle suchen,
im klaren Tränenwasser die müde Stirn kühlen,
um zu fühlen wie unsere Seelen sich aneinander klammern
in den klaren Wellen aus Tränen.

Wenn du jemals mit mir durch den Wald der Worte gestreift bist
und du ihr Zittern gefühlt hast,
wenn wir Zeit und Raum miteinander geteilt haben
und manchmal die gleiche Liebe und die gleichen Gedanken hatten,
es bedeutet, dass wir verstanden haben,
was wir waren, was wir sind
und was wir sein werden.
Es bedeutet, dass wir unser Herz zeigen ließen
was wir aus Seelenziegeln  gebaut und nicht gebaut haben
und ob uns unsere Liebe uns getragen hat.

©Émilia

Powersong 01.08.2019


Eine wunderschöne Version von "Let it be" ursprünglich von den Beatles. Und die wunderschöne Stimme von Matt Hylom verleiht dem Lied eine besondere Note.

mercredi 31 juillet 2019

Nur ein Fühlen

Und meine Tage und meine Nächte
leicht nostalgisch
wiederholen manchmal das Lied
von meinem Glück
dem ich entflohen bin.

Und heute mein Lied
ist wie eine Ballade
die summend über mich wacht
über meine Gegenwart
wie ein unsichtbarer Schutzengel

©Émilia

Nur ein Gedanke

Jeder von uns trägt so eine verwitterte Bank in den Tiefen seines Herzens. Eine Bank auf der wir sitzen und träumen, oder den Gedanken freien Lauf lassen. Eine Bank, der wir unsere Sehnsüchte, Geheimnisse wortlos anvertrauen. Eine Bank auf der wir ein Bonbon, ein buntes Steinchen oder ein Blümchen legen für den besten Freund, als Zeichen der Freundschaft, das niemand außer Freunde deuten können. Eine Bank die unsere Freude und Traurigkeit trägt
In jedem von uns gibt es eine Bank ... eine Bank von Träumen, auf der wir sitzen und träumen, auf der wir sitzen und gehen in den Tiefen unserer Gedanken.

Fulda Auen














Wenn ich die Stille brauche, bin ich hier.
Hier kann ich Kraft tanken, kann mit Zoé-Marie toben und barfuß laufen. (Kneippanlage).
Hier kann ich Joggen, spazieren gehen.  Wenn ich Freizeit habe, bin ich hier.

Barockviertel in Fulda




















lundi 29 juillet 2019

Powersong 29.07.2019

dimanche 28 juillet 2019

Powersong 28.07.2019

Versteckte Zärtlichkeiten.

"Hast du deine Zähne und deine Ohren geputzt? fragte meine Mutter jeden Morgen bevor ich zur Schule ging. Auch in den Ferien fragte sie das jeden Morgen.
"Aber ja, habe ich!" sagte ich und wollte schnell an ihr vorbei gehen, denn ich wusste was kommt.
"Warte mal bitte, ich sehe nach!" sagte sie mit einem verschmitzen Lächeln.
Dann packte sie meine Ohrläppchen zwischen ihre Daumen und Zeigefinger und flüsterte so leise sie konnte, "je t'aime."
Ich mochte das gar nicht, es war mir peinlich. Ich mochte nicht abgeknutscht werden.
Dann küsste sie mich auf den Mund und sagte "Bravo!"
Ich runzelte die Stirn und wollte losrennen.
"Hast du ein Taschentuch?"
"Aber j., wollte ich schon sagen, doch ich hatte keines.
Ich trotte zurück und holte mir eines aus der Schublade im Wohnzimmerschrank.
Ob ich absichtlich unbewusst jeden Morgen meine Taschentücher vergaß, damit sie auf mich aufpasste, ich weiß es nicht.
Aber sie passte auf mich auf. Das war für mich eine Art Liebe.

"Hast du alles?" frage ich die Menschen die ich liebe auch.

Auch eine Art Liebe.