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mardi 24 décembre 2019

Weihnachtsgrüße

Jeder Morgen ist ein neuer Anlass die Taschen unserer Kleidung mit Hoffnungen, Träume, Traurigkeiten
unzählige kleine und große Dinge, Ideen, die das Leben besser, schöner, trauriger aber vor allem anders machen
Und jeden Tag sagen wir uns; " heute machen wir es sicher anders." Und jeder Tag ist in der Tat anders ob wir es so wollen oder nicht.
Wir wechseln durch das Jahr, die Mäntel, die Jacken, die Hosen, die Röcke, die Blusen.
Oftmals wenn wir das eine oder andere Kleidungsstück aus dem Schrank oder von der Garderobe hohlen, wühlen wir in den Taschen wie auf einer Entdeckungsreise nach schönen Augenblicken und Erlebnissen. Wir finden immer etwas darin.  Augegebene Hoffnungen, Staub aus zerschmetterten Träumen, nicht umgesetzte Ideen, zerknüllte Taschentücher mit Spuren von Tränen und Erinnerungen an vergangene Tage.

Und würde ich heute auf eine lange Zeitreise gehen, wäre sie sehr lang.
Ich erwähne es heute wieder: ICH MAG WEIHNACHTEN NICHT. Zu viel Melancholie darin.
Ich will kein frohes Fest, aber auch kein melancholisches.
Ich bevorzuge die Stille.
Ich kann mich nicht verkriechen und die Menschen und die Welt um mich herum ausschließen. Aber Ich täte es gerne.
Ich bin nicht der Nabel um den sich die Welt dreht.

Also habe ich mich gesammelt und meinen Lieben diesen Tag weihnachtlich gestaltet.

Und schon wieder bin ich bei den Taschen. Ich trage mein rotes Kleid, meine roten Schuhe und sogar rote Unterwäsche. Aber nur weil mein schwarzes Kleid mich traurig stimmt und mein indigofarbenes Kleid an dich erinnert.

Ich war zum ersten mal seit langer Zeit wieder in einer Christmette.
Spontan sage ich: "ich kenne den ganzen Ablauf doch schon auswendig." Das sagte ich als ich klein war zu meiner Oma, die stolz auf mich war wenn ich im Kinderchor mitkrähte. Ich tat es nicht für mich, aber für sie. Und sie war so stolz auf mich, dass ich ihre dunkelbraunen Augen bis nach vorne zu mir lachen sah und während der Singpause, die Chorleiterin mir ins Ohr flüsterte "Nicht lächeln, du sollst ernst singen und ich so rot im Gesicht wurde, wie die Weihnachtskugel am riesigen Christbaum der den Altar schmückte. Alles so ernst.....


Und auch heute kannte ich den ganzen Ablauf immer noch auswendig und nach wie vor, gehe ich nicht gerne in die Kirche. Und wenn die aktuelle Predigt das Aktuelle aus Politik und Wirtschaft auch noch aufgreift und debattiert, erst recht nicht. Die Kirche soll das laut und deutlich da tun, wo es angebracht ist und nicht in den dicken bakocken Mauern und bei einem eh schon viel zu viel aufgebrachtem Volk.
Weihnachten ist still.

So nun ist mein Mantel wieder im Schrank.

Und so wie ich es heute schon vielen Menschen wünschte, wünsche ich auch euch liebe Leser, ein gesegnetes, fröhliches oder stilles Weihnachtsfest und ein Lächeln in den Augen dass ich bis in mein Herz fühlen kann.

Herzlichst
Émilia

lundi 21 octobre 2019

Ta pensée

Ta pensée est plus forte le soir.
J'aime l'écouter quand il fait froid,
j'aime le sentir
dans n'importe quel regard
et le prendre avec des baisers sur les lèvres chaudes.
J'aime entendre chaque idée de toi et les mettre toutes dans mon esprit.

Oui, ta pensée est plus belle le soir.
J'aime la façon dont le silence tu fait sourire
et lève les yeux au ciel,
j'aime penser que de ton souffle,
je peux faire un petit miracle pour plus tard.
J'aime te sentir trembler dans le noir,
les mains jointes autour de moi
et le pouce assis sur la poitrine ...


Et tu sais juste que ta pensée est plus propre le soir.
J'aime que rien ne soit plus important
lorsque ton esprit ne veut
que ce moment de normalité
où tout est possible et où les passions sont si grandes,
j'aime passer mes doigts dans tes cheveux et tu redresser perdu.
J'aime chaque pensée que je ne fais que deviner,
j'aime la question que tu n'a pas le courage
de poser et la réponse que je t 'entende aussi clairement que tu la fermez ..

Mon esprit est plus propre chaque soir
quand tu oublies de tomber.
J'aime vous prendre par les épaules et vous aider à desserrer vos ailes,
j'écoute ton âme
alors qu'elle vole à travers les sourires et les espoirs.
Oui, ingère, dans le silence du matin,
seule ta pensée coule à travers tout mon corps et me fait croire à nouveau à l'amour ...

©Émilia

samedi 19 octobre 2019

Duft der Sehnsucht

Sehnsucht riecht nach Trauben und nach reifen Äpfeln,
nach dir, nach mir, nach uns,
nach Sommer der endet und nach Träumen.

Sehnsucht riecht nach fallende Blätter,
nach Frühnebel und Regen
Nach Warten das an den Fenstern rostet
Und nach Flügel, die aufgegeben haben zu fliegen.

Sehnsucht riecht nach Gedanken im Regen
nach Sonnenlicht das sich darin bricht.
nach versteckten Worten zwischen den Zeilen.

Sehnsucht riecht nach Leben 
und das Leben riecht
nach Sonnenblumen und Quitten und Poesie
Und die Illusionen, die uns verwöhnen
Wenn Farbe in die Erinnerung fällt.

©Émilia

dimanche 6 octobre 2019

Autoumnale

Ich lege meine Stirn
an die verwitterte Rinde des alten Winterlindenbaumes
Die fallenden kürbisgelben Blätter,
müde vom wirbelnden Prae-Mortem-Blättertanz
verheddern sich zwischen den Zweigen.

Der Baum beginnt 
die alljährliche autoumnale Geschichte zu erzählen
von den prae-mortem Farben,
mit der gleichen flüsternden enigmatischen Stimme,
als würde er das letzte frenetische Grün noch nicht wecken wollen.

Ich schließe die Augen, 
weil der Anblick mich am Fühlen hindert.
Spürten die Blätter den Trennungsschmerz
von den Zweigen?
Weinen sie still synchron mit dem Oktoberregen?
Stumme Tränen - Herbstelegie,
der Trost einer längst vergessenen Wurzel.

Wolkentränen
Omegas Elegie.
Rostfarbener Tanz der Blätter,
purpurfarbene Romanze
nach der Melodie des Herbstwindes.
Gold und Feuer,
Begrenzte Endlichkeit, abstraktes Nichts
vor der großen Stille.

Ich schlage eine leere Seite
im ICH-Kapitel auf,
schreibe mit bunter Tinte
in Klammern gesetzt, Platz lassend für neue Satzzeichen des Lebens.

mardi 1 octobre 2019

Espressoduft

Ich trinke keinen Kaffee. Ich trinke Espresso. Nun ja, Espresso ist auch Kaffee, würden viele behaupten.
Ich sage einfach nein.

"Kaffee trinkt man nicht, man genießt ihn." sagte Oma immer.  Und seit ich weiß gab es bei uns immer Milchkaffee. Den besten konnte Oma kochen. Oma kochte Milch und schäumte einen Teil davon auf. Dann gab sie starken Esspresso dazu. Und Zucker. Opa liebte ihn mit Zucker.
So mit 10 Jahren stibitzte ich den einen oder anderen Schluck Milchkaffee aus Oma's Kaffeekrug.
Ich mochte den Zucker darin nicht.
Grund genug für Oma, den Kaffee nicht zu verzuckern und Opa den Kaffee in seiner Tasse so zu verzuckern bis der Zucker am Tassenboden klebte.
Espresso gab es nur bei Mama. Stark und ohne Zucker. Oftmals benetzte ich meine Zunge mit dem  einen oder anderen Tropfen  und konnte mich mit Espresso nicht anfreunden.
Ich liebe Kaffeeduft. Den Duft von frisch gemahlenen Kaffee kann ich stundenlang genießen. Ich mag keinen Kaffee in Kuchen, Torten oder Schokolade. Bittersüß mag ich nicht.
Heute trinke ich jeden Morgen zwei Espressi. Bitter.
Für meine Lieben zaubere ich schon den einen oder anderen Cappuccino. Sie lieben meinen Zauberkaffee.
Schön mit Kakaopulver oder Schokoladeflöckchen, Zimt und Zucker ist auch sehr beliebt.

Heute Morgen stand ich vor Dienstbeginn kurz bei den Rauchern. Als alleinige Nichtraucherin wollte ich nicht abseits stehen. So erfährt man die eine oder andere Neuigkeit innerhalb der Schichten.
Zigarettenrauch mag ich nicht.

Danach saß ich während der Besprechung neben einem Kettenraucher. Seine Kleidung duftete sehr intensiv nach Zigarettenrauch. Er verteilte ein paar Unterlagen aus dem Drucker. Sogar die hatten seinen Duft angenommen.
Ich wurde plötzlich müde und unkonzentriert und meine Augen brannten.
Urplötzlich dachte ich: "Bei dem stinkt alles, wirlich alles nach Zigaretten." und musste ein Schmunzeln unterdrücken.
"Was amüsiert dich?" flüstere der Kollege neben mir.
"Halt die Klappe, du stinkst so nach Zigarettenrauch." zischte ich und unterdrückte ein Lachen.
"Du rauchst wie ein Schornstein. Non Stop."
Und bei "Non Stop" mussten wir beide lachen, denn es erinnerte uns an eine Kollegin, die wenn sie wütend ist sagt sie immer "Non Stop - Überstunden, Non Stop sage ich das....."
Als hätte die Kollegin Tentakeln und konnte fühlen, dass wir lästern.
"Non Stop neue Veränderungen. Das ist Schikane! Non Stop auf etwas Neues umzustellen....
Wenn es nicht so ernst wäre, hätten wir über sie gelacht.
"Non Stop Kollegin, komm ich gib einen Espresso aus!" sagte ich
"Ohhhh!" sie war begeistert von der Idee und mit Non Stop in jedem Satz ging es weiter.....
Espresso tröstet . Und der Rauchschwan schloss sich an.
Ohne Zigarette.
Und ohne Zigarette ist er ein wunderbarer Mensch.

samedi 28 septembre 2019

Auf dem Weg nach Hause. Ich habe für fünf Tage (Nächte) einen für meinen Körper belastenden Dienst. Ich beginne um 23: 45 meinen Dienst und arbeitete gestern "open end" bis 12:15. Es war extrem viel los und wir waren wieder total unterbesetzt. Urlaube, Krankenstand häufen sich gerade in der Ferienzeit. Viele haben Kinder und keine Betreuung für die Ferienzeit. Freitag war wieder Unfalltag, Notfalltag und Chaostag.

Ich geriet auf dem Nachhauseweg in einen Stau, dann in einen abartigen Stop-and-go und dann in eine rote Welle. Rot, rot, rot und ich im Semischlafmodus.
Frankfurter Straßen sind  durch die Innenstadt Samstags immer überfüllt und Zweiradfahrer schlängeln sich noch zusätzlich kreuz und quer durch. Hinzu kommen die hektischen und ungeduldigen Fußgänger die keine Ampel kennen und schlängeln sich noch seelenruhig mit dem Kinderwagen oder mit Kindern an der Hand über die Straße.

Da bekomme ich immer ein mulmiges panikartiges Gefühl. Und meine Augen und Brille sind überall.
Ich stand am Affentor(das heißt so!) in Sachsenhausen in einem ziemlich langen (ca 10 Minuten) Stau. Es fühlte sich für meine verschlafenen Augen an, wie eine kleine Ewigkeit.
Hinter mir hörte ich ein Hupen aus gefühlter weiter Ferne. Aus dem Nebenverkehr rief neben mir
eine männliche Stimme "Liebe Frau, nicht träumen!"
Mein Herz machte gefühlte tausend Sprünge vor Schreck. Der Mann, ich sah in nicht, da er ja weiter fahren konnte. Meine Reaktion war am NULLPUNKT überhaupt.

Zum ersten Mal, seit langer Zeit betete ich. "Lieber Gott, lass mich gesund und ohne Unfall zu Hause ankommen.

Als ich Zu Hause ankam, war ich wunschlos glücklich. Ich habe mich so gefreut, ich hatte so eine Euphorie in mir, dass ich die ganze Welt hätte umarmen konnen.
Gott sei aller Dank.

Ich sah meine Lieben um mich herum wie durch einen milchigen Schleier. Ich hatte so viel Schlaf in mir wie noch nie.
Lars hat gekocht. Kürbissuppe mit Omi Elke-Anleitung. War superlecker mit gerösteten Kürbiskerne und Creme fraiche.
Zoé schmeckte es und Nöelle ißt eh alles. Hauptsache "selbstgemacht" denn das ist für sie heilig. Woher ihr Hype kommt, weiß ich nicht, aber die hilft kochen und backen und ist so stolz auf ihr Können.
Bein Espresso, hörte ich alle um mich herum weit weg.
Ich machte mich bettfertig und kroch unter die Decke. lars legte Zoé neben mich und ich bekam es nicht einmal mehr mit. Ich wollte mich irgendwann umdrehen und Zoé lag auf meiner Brust.
So gegen 17:00 Uhr hatte ich Händchen im Gesicht und Küsschen auf meinem Mund.
"Aufstehen! Augen auf! Auuuufstehen! Aus gehen. Rrrrausgehen, korrigiert sie sich." Ich habe mich schlafend gestellt um sie zu genießen. Dann beißt sie mich leicht in die Wange.
"Hey du Frechdachs, bist keine Katze." rief ich lachend.

Ich liebe diesen Frechdachs.

Auch wenn sie eigensinnig nach ihrer Liebingsstrumpfhose mit Glückskäfer sucht und keine andere anziehen möchte als diese.

Ich kaufe ihr am Montag noch eine davon.

"Noch eine Stumpfhose!" rief sie.

Ich war so müdeee....

Macht mich nachdenklich.... Alles.... das ganze Leben

samedi 14 septembre 2019

Erntemond


Du hast in meinen Träumen getanzt,
ich wirbelte den Herbstebel wie ein Ballkleid um uns,
und deine Hände waren warm und weich,
als wir uns geküsst haben
unter einem Erntemond,
inmitten von Sonnenblumen
die uns mit dunklen Kernaugen folgten.
wir tanzten durch die Vollmondnacht
und die Musik war so sehnsuchtsvoll

Wir haben im Mondlicht getantzt
und die Geigen füllten die Nacht mit Musik.
Es war Magie auf den Erntefeldern,
ich hatte Sonnenblumen im Haar.

Dann hast du mir in die Augen gesehen,
als der Erntemond hell schien,
und ich wusste, dass ich nicht träume,
in dieser  Erntenacht.

©Émilia

mercredi 11 septembre 2019

Tatsächlich

Ich bin oft weggegangen ... von meiner Familie, von Freunden, von einer Liebe....aus einer Stadt, in die ich mich verliebt hatte.
Tatsächlich ist das Leben eine lange Reihe von Orten und Menschen, von denen aus man weggeht ....
Mal ist es das Erwachsenwerden, das einem von Zu Hause wegzieht, das Studium, der Job, mal die  eine oder andere Liebe und manchmal ist es ein Ort in den man sich verliebt.
Egal, wie viel Kleidung man in seinem Gepäck hat, und wieviele Paar Schuhe ... egal was im Koffer steckt, auf den man sich setzen muss, damit man den Reißverschluss zuziehen kann, etwas bleibt von einem immer zurück.
Die Menschen zu verlassen, die man liebt, oder den Orten die man mit der Zeit liebgewonnen hat, den Rücken zuzudrehen, ist schwer. Je mehr Liebe da war, umso schwerer geht man weg. Und immer bleibt ein Stück Herz zurück.
Und manchmal zieht einem das Stück Herz, das man zurückgelassen hat wieder dahin. 

Man nimmt sein Herz zwischen die Zähne, folgt dem Weg und macht weiter ... man beginnt mit dem Auspacken und versucht sich zu Hause zu fühlen und an das Stück Herz anzuknüpfen. Immer wird eine Naht sichtbar bleiben...auch wenn sie verblasst. Man war ja schließlich mal weg.

Und an diesem Punkt stehe ich nach langen Überlegungen heute. Wir haben abgewogen, gezankt, geweint, uns einander fast aufgefressen und letztendlich schon viele Vorbereitungen getroffen. Es wird bis November oder sogar Dezember dauern, bis ich  wir weg können. Aber ja, verliert man auch dabei..wegen dem einen blöden Schaden am Haus, konnten wir etwas aushandeln, und somit den Verlust geringer zu halten. Somit und deswegen wird kein Stück Herz zurückbleiben.
 Aber man gewinnt auch. Wir haben Babysitter für Zoé-Marie, wir haben ein Haus wo wir nichts umbauen müssen, keinen Nachbar der alte Bäume ausreißt und einen wesentlichen Teil der Hinterwand beschädigt und nur für einen Teil des Schadens aufkommt. Nein, es wird kein Herz Stück Herz bleiben.
Ein bisschen Herz in Fulda vielleicht, denn da fühlen wir uns sehr wohl und haben ein paar sehr gute Freundschaften geschlossen.
Und ich hoffe letztendlich das Richtige getan zu haben, als ich entschieden habe meinem Herzen zu folgen und Menschen die ich liebe mitzunehmen in einen Ort der für sie neu ist, eine Sprache die sie nicht gut sprechen.
Nun ja, ich spreche auch keine Sprache so richtig gut und akzentfrei und lebe auch noch. Ja nein, so witzig ist das Ganze doch nicht, aber Humor tröstet hinweg.
Auch wenn diese Menschen mit der Zeit, Menschen die sie lieben, den Ort und die Sprache liebgewonnen haben, es ist ein totaler Neubeginn für sie. 

Liebe ist .....ich werde alles tun, diesen besonderen Menschen alle meine Liebe zu geben so gut ich kann. Manchmal wird es schwer sein. Manchmal werden wir an unsere Grenzen kommen.
Dann nehme ich mein Herz zusammen und gebe alles was ich habe.

Oubli ton passé
qu'il soit simple ou composé
et participe á ton presént
pour que ton futur
soit plus-que-parfait.



jeudi 5 septembre 2019

heute

Wohin mein Herz mich heute Morgen führt,
ich weiß es jetzt noch nicht

dimanche 1 septembre 2019

Heute ein Journal

Heute um 5:25 Uhr habe ich mich auf den Weg um Dienst gemacht. Sonntagsfrühdienste sind alles andere als leicht.
Ich bin anstatt um 4:00 erst um 4:45 aus dem Nest gefallen. Bin erst nach Mitternacht eingeschlafen und habe den Handywecker nicht gehört.
Ich habe von Koffern geträumt ....Ich fand mich noch bei Mama in meinem alten Kinderzimmer und ich hatte jede Menge Sachen und zu wenige Koffer. Und Mama schimpfte über mein Chaos und über meine Packkunst.
Im Traum hatte eine Jeans in der Hand mit Applikationen aus Strasssteinchen auf den Gesäßtaschen. Doch ich hatte nie eine davon. Ich hasste diese Krönchen die Shirts und Jeans zierten. Die waren so etwa 2010-2012 stark in der Mode.  Ich konnte Applikationen nie ausstehen. Und dann noch auf den Arschbacken. Niemals!
Im Traum hörte ich Mama sagen. "Sortiere doch das Chaos hier zuerst aus."
Und ich war so wütend weil sie mir nicht dabei half. Sie half mir nicht und ich hatte keine Koffer mehr. Ich suchte und suchte in jeder Ecke des Hauses nach Koffern und nach Mama.
Dann wachte ich auf. Ich sah auf die Uhr und war schneller unter der Dusche als ich denken konnte. Zum erstem Mal in meinem Leben habe ich knapp verschlafen.
Und manche Morgen sind nicht zärtlich. Sie wecken einem nicht mit einem Kuss, oder mit einer sanften Berührung, sondern reißen einem unsanft aus dem Traum und bevor man Zeit hat einen Seelenmantel überzuziehen, wird man eilig vor die Tür geschoben. Die frühmorgendliche Stille schluckte jeden einzelnen Schritt.

Der Wettermann sagte im Radio es werden heute nur 25°C werden.
Ich dachte an den Traum, versuchte während der Fahrt mich detailliert an ihn zu erinnern und irgendwie hatte ich Angst. In Träumen sah ich sie bis anhin immer ihr entstelltes "Unfall" Gesicht und ihre mit Blut verschmierten Arme. Meinen Bruder sehe ich im Traum mit blutleeren weißen Lippen. Selten träume ich noch von ihnen. Es sei denn ich spreche mit jemanden über sie. Heute sah ich Mama aber anders, Sie sah so gesund aus. Ihre langen Haare umrahmten ihr schmales Gesicht. Ihre dunkelbraunen Knopfaugen erinnerten mich an die von meinem Teddy aus Kindertagen.
Ich brauche ein Schloß damit ich meine alles wegschließe was mich traurig macht, was mich belastet und was ich vergessen möchte...Doch es gibt Augenblicke da denke ich sie mit Liebe. Und manchmal fühle ich sie als Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Wegweiser, Schutzengel.

Ich fuhr heute Morgen sehr vorsichtig und achtete auf jedes Detail auf der Straße. Ja und ich betete auf meine Art.
Oma sagte immer: "sie brauchen ein Gebet." Also hörte ich auch dieses Mal auf Oma.
Während der Fahrt mischte ich symbolisch meine Gedanken in einer Espressotasse. Eine Portion Espresso, Wasser und vier Gedanken ohne Zucker. Einer noch müde und drei morgenrotfarben. Niemals umgekehrt. Ansonsten schmeckt der Espresso nach Resignation.

Dankbar bin ich: für Zoé, für den besonderen Menschen den ich liebe. Zoé ist das freundlichste und verspielteste Kind das ich kenne.

Liebe: Müsste ich diese Liebe beschreiben wäre es eine langsame Ballade. Manchmal zu leise für einen Wirbelwind wie mich.
Ich habe auch schöne Lektionen für das Leben bekommen.

Der Tag. Ich reiße mich zusammen und sage artig und leise Guten Morgen. Enige grüßen zurück, andere nicht. Ein kurzer Smalltalk aus Höflichkeit, ein paar Hände schütteln. Ein paar Neckereien, Witze und dann geht es nahtlos zur Tagesordnung über.

Gespräche führte ich mit einem Kollegen. Ein Kollege der mehr zu sagen hat.mich aufgefordert mit dem Kollegen ein Gespräch zu führen. Also musste ich mich dazu hinreißen.  Wir sind gute Kollegen, bessere Kollegen, aber wir sind privat nicht miteinander befreundet.
"Sag mal, was ist los mit dir? " Ich zeigte ihm sein Journal mit den Fehlzeiten. Und ich fühle mich nicht gut dabei. "90 Tage bis anhin, sind ganz schön viel." sagte ich leise.
Er sah mich an, er sah mir in die Augen. Er sieht müde aus und seine Haut ist fahl.
Er zeigte mir einen Befund von seinem Arzt und die Diagnose machte mich sprachlos.
"Ich bin nicht so einer." Nicht eine Miute dachte ich dass er ein Faullenzer ist. Er hat bestimmt auch seine privaten Verantwortungen. Er hat 2 Kinder. Er erzählte mir wie es mit ihm weitergeht.
"Und wenn mir dann das gelegt wird und ich aus dem .......dann gehe ich!" Er war direkt wie immer.  Als Kollegin würde ich ihn zur Theapie schicken, damit er nicht auf dumme Gedanken kommt. Was soll man da noch sagen? Arbeitsrechtlich klar wird man es mit anderen Augen sehen. Das weiß er auch.
Ich würde aber auf die gleichen Gedanken kommen, hätte ich diese Diagnose. Ich würde gehen. Für mich entscheide ich sonst niemand.
Ich denke mal die beste Beziehung und die beste Ehe hält nicht alles aus. So etwas könnte ich Lars nicht zumuten. Es ist OK so. Ob er mir das zumuten könnte? Aber ja, bis zu einem gewissen Grad schon.  Blöde Gedankengänge.
Über so etwas kann ich mit Lars nicht sprechen. Es gibt Vieles über das ich nicht mit ihm sprechen kann. Wir würden uns nur streiten, da unsere Meinungen zu vielen Themen konträr sind. Er würde mich dann mit irgendwelchen Blödeleien ablenken wollen und dass würde mich dann noch wütender machen. Ich bin kein ruhiger Mensch. Und ich kann sehr wütend werden. Hätte ich eine laute Stimme hätte er kein intaktes Trommelfell mehr. Ein weiteres Gespräch hatte ich mit meinem unmittelbaren Vorgesetzten. Unser OP-Pläne sind voll. Zu viele Überstunden machen wir. Zurückfahren müssten wir damit und können nicht. Pausen werden nicht eingehalten. Innerlich kochte ich.
Eine Kollegin flüsterte draußen. "Den sägen die eh bald ab." Ich antwortete nicht darauf. "Ich habe meine Quellen," flüsterte sie weiter.
Tratschtante. "Ich muss weiter," sagte ich und eilte voraus. Ich lasse mich nicht in das Getratsche verwickeln.

Küche: Nudelsalat mit Entenfleisch. Die riesige Schüssel ist fast leer. Sogar Zoé hat "Meone essen" vergessen und aß artig alles auf.
Kleidung: Shorts(bleumarine - dunkelblau) und ein Trägertop(eishimmelblau).
Duft: mit Orchidee-Kokos Duschgel geduscht
Haare: frisch gewaschen.
Lesen: "Alles was wir wussten" Karry Lonsdale über Kindle App

TV "Plötzlich Mutter" - TLC.  und nebenbei bloggen.

Zoé nach dem Baden eingeschlafen. Schläft bei mir im Bett bis 22:30 Uhr bi ihr Papa vom Dienst kommt. Hat von mir geschimpft bekommen. Wir haben ihr ein Laufrad gekauft. Sie liebt es. Abends stellen wir es immer in den Flur. Noëlle hat es nur kurz angefasst, da rannte unser Raufbold zu ihr und wollte sie wegschubsen. "Meins" schrie sie. Da musste ich eingreifen. So geht es nicht. Da setzte sie sich auf den Boden vor das Rad und bewachte es. Ich hätte am liebsten gelacht wie sie da saß mit ihren dunklen funkelnden Augen und mit den hellbraunen verwuschelten Löckchen und dem winzigen trotzigen Mund. So geht es auch nicht. "Du stehst da auf, und zwar sofort." sagte ich streng. "Meins!" antwortete sie trotzig. "Hey du Giftzicke, steh ja auf und gib Noëlle ein Küsschen. Entschuldige dich bei ihr."
Da stand sie auf rannte zu ihrer Cousine, schmiegte sich an sie und sagte "Tussen". Ich konnte mein Lachen kaum zurückhalten. Sie schickte Luftküsschen mit beiden Händchen.

Morgen habe ich Freizeit und am Samstag auch.