vendredi 16 juin 2017

Ich sehe ihn an. Sein Gesicht ist nur eine Atemlänge von meinem entfernt. Ich sehe in seine abendseefarbenen Augen, vertiefe mich darin und vergesse für einen kurzen Augenblick alles um mich herum. Die Zeit, die Menschen, der Ort.
Er küsst mich lächelnd und meine Augen und Fingern wandern über die pulsierende Halsschlagader.
"Hey, wir wollen nicht auffallen," flüstert er. Aber sein Blick brennt auf meiner Haut und ich fühle wie er dagegen ankämpft mich fordernd zu küssen
"Dann halte den Sicherheitsabstand ein, " necke ich ihn.
Und er prustet im gleichen Augenblick los.
"Ja was denn?!" lache ich.
" Nichts, komm lass und fahren," sagte er lachend und nahm mich an der Hand.
Er hat eine Außergewöhnliche Art. In diese Art verliebte ich mich zuerst. Er kann unheimlich nervenaufreibend kindisch und hilflos wirken und gleichzeitig ist er fürsorglich und sanft.
Und an Tagen wie diesen,
synchron mit der Sonne
wache ich auf
stecke mir die Hoffnung ins Haar.
Wie eine Spange halte ich Strähne für Strähne fest.
Und wenn ich wüsste, dass sie mir Glück bringt
oder wie ein Pfeil dahin zeigt
wohin der Weg mich führt,
würde ich ihr folgen.

Ich träume davon
mit dir
neue Wege zu beschreiten.
Herzfaser für Herzfaser zieht es mich weg
von alten Pfaden.
Ich trage deine Melodie in mir
die nicht enden will.
Ich übersinge sie um sie zu überhören.

Ich möchte deine Liebe zu mir mit deinen Augen sehen
Die Sonne, den Regen, den Wald
die Nacht und den Morgen,
den Tag und den Abend.

Ich habe einmal Sternenstaub
in dein Ich gestreut
unter diesem Himmel unter dieser Sonne
und an Tagen wie diesen.
Deine Hände trugen mich
dein Ich sang mir eine leise Melodie
und ich passte den Rhythmus meiner Sinne an
im Liebestanz.

Damals war der Fluss unser Spielplatz
und die Steine die wir in die Wellen warfen
zogen Kreise um unser Ich.

Wir definierten die Farben,
die das Meer am Morgen, am Mittag am Abend trug.
Jede einzelne beschrieb ich dir 
– wie sie sich brach, 
wie sie über die Wellen floss 
und wie die Sonne das Wasser vergoldete. 
Wolken flogen unter Wasser, 
entfernten sich voneinander und kamen neu zusammen.
Wie wir.

Sternenstaub, den du in mein Ich gestreut hast,
um zu dir zurück zu finden,
streue ich in deines wieder.

Sanft
Ganz sanft
so bin ich bei dir
an Tagen wie diesen.

Ich versuche der Hoffnung in meinem Haar zu folgen.


©Émilia Rennart


jeudi 15 juin 2017



Die Wanduhr zeigt uns 23:35. Es ist schon kurz vor Geisterstunde. Obwohl ich nicht daran glaube, träume ich häufig von den besonderen Menschen in meinem Leben die der Himmel verschluckt hat. Sie sind nicht mehr greifbar, so wie der Himmel nicht greifbar ist.

Gemeinsam liegen wir in meinem Bett, immer noch viel zu wach und viel zu spät in Anbetracht der wenigen Stunden später, die mein Wecker klingeln wird. Du liegst halb auf mir, ich spüre, wie sich dein Körper im Takt deines Atems hebt und senkt. Mein eigener Atem geht flach, kaum spürbar. Deine Arme um mich gelegt, meine Hände in deinem Rücken. Du hältst mich fest, und ich mich an dir.

Du bist still. Du hast eine Art stumme Akzeptanz der Dinge. Du gehst selten auf Konfruntation mit mir. Ich schließe die Augen, um dich nicht zu einer Diskussion herauszufordern, in der du mir eh immer recht gibst. Ich kann nicht einschlafen und es liegt in meiner Natur dich zu provozieren.

"Meinst du wir schaffen es?" frage ich leise.

"Was meinst du?" fragst du ebenso leise.

"Alles!"

"Werde bitte konkret!" Zunächst sprichst dunoch leise. Dann irgendwann so, wie ich es von dir gewohnt bin. Leise aber bestimmend.

"Na, Umzug, Job, und uns etwas aufzubauen."

Du holst mich raus aus diesem blöden Karussell, in dem meine Ängste und meine Gedanken auf unzähmbaren Wildpferden reiten.

Und du zählst mir alle Möglichkeiten auf, wie wir das schaffen.

"Das sagt mein Gefühl." beendest du deinen Satz wie immer.

Und du hältst meine Hand, damit ich plötzlich so viel seltener ins Wanken gerate. Aber selten ist nicht nie. Und ich will nicht mehr so viel Angst haben vor dem was kommt und wie es kommt und keine Zweifel daran hegen.

Du bist zuversichtig, Das ist deine Art. Du vertraust deinem Gott und bist felsenfest davon überzeugt, dass man mit Liebe und Zuversicht und Geduld alles hinbekommt. Ich habe sehr wenig Geduld und ich habe kein Gottvertrauen. Und Kerzen verbinde ich zwar mit Leben und Nostalgie und Romantik, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendein Gott sich dafür interessiert ob ich eine Kerze anzünde.

Vielleicht bin ich doch noch nicht alt genug, um die Erfahrungen aus meinem Kopf zu löschen. Vielleicht niemals alt genug dafür. Kann manchmal nicht verstehen, dass Problemlosigkeit nicht nur ein trügerisches In-Sicherheit-Wiegen ist. Dass man ohne Sorgen auskommen kann und dass ein Laissez faire, laissez passer eben nicht zwangsläufig das Vorspiel eines großen, bedrohlichen Abers ist.

Manchmal, wenn der Tag seine Farben verliert und grau wird, bevor es Nacht wird und ich mich nicht einmal mehr traue aus dem Fenster zu sehen, dann flüstere ich dir zu, dass all diese Ängste da sind. Lege dir mein Innerstes offen mit all seinen Rissen und bin jedes Mal aufs Neue erstaunt darüber, dass du einfach ruhig liegen bleibst. Mich weiterhin festhältst und mir zwar niemals etwas versprichst, was du nicht versprechen kannst. Mir aber umso mehr zeigst, dass ich all das mit Liebe überwinden kann. Und wenn du mich dann so innig und wild küsst, dass ich nicht aufhören kann deine Küsse dreifach und zu zehnfach zu erwidern, und wenn wir verrückt und kindisch und unüberlegt und so verdammt schön albern sind, dann bringst du mir bei, wie Loslassen geht.

Und wenn ich dasitze und sage, dass ich mir selbst auf die Nerven gehe, dass ich anstrengend bin und dass du dir das alles mit mir nochmal gut überlegen solltest. Wir hatten schon Chaos genug. Er reicht für mein ganzes Leben.  Dann lächelst du mich an und zuckst mit den Schultern. Und wenn ich sage, ich hätte dich gewarnt, dann bedankst du dich. "Sehr lieb von dir, aber ich weiß das alles."

Und bleibst.

Dennoch.

Bringst mir damit Tag für Tag mehr bei, dass ich ganz langsam glauben darf, dass Festhalten bei dir wirklich Festhalten bedeutet. Und dass du eben nicht loslässt.

mercredi 14 juin 2017





Den Kaufvertrag unterzeichnet.
Bis am 1 August umziehen.
Ich fühle mich zu Hause
ich hoffe ich fühle richtig

Es gibt verschiede Arten zu lieben.
Eine in der man jemanden zu sehr liebt
bis es schmerzt,
weil man vergisst
dass man selbst etwas Besonderes ist.
Eine die
die das Ich herausfordert
die wilde ungezähmte Natur zu leben,
weil gerade die Natur das Besondere ausmacht.
Und es gibt die stille Liebe
die nicht viele Worte braucht
sondern Hände die halten
und Hände die die Stille dazwischen wiegen

©Émilia Rennart



Nimm meine Hand
und wir verlieren uns in der Nacht
im Tag, überall zu jeder Zeit,
so wie die Sonne sich im Tag
und der Mond in der Nacht verlieren.
Sich einer Unendlichkeit unterwerfen.
Die Kadenz unserer Herzschläge
einen Rhythmus spielen
auf den Saiten unseres Ichs

Kreieren wir eine uns noch unbekannte Melodie
eine wilde chaotische Harmonie
im Atrium des Ichs.
Eine Melodie
die durch unsere Sinne,
durch unsere Adern und Venen fließt

Eine Melodie die uns trägt
durch alle Herzlandschaften.
Worte die Feuer und Leidenschaft entfachen.
Leidenschaft die die Wildheit in uns weckt
die uns führt
durch alle dunklen Wälder.

Nimm meine Hand
führe mich nicht
so wie ich dich nicht führe.
Lass uns gemeinsam gehen
Hand in Hand
Arm in Arm
Seite an Seite,
Saite an Saite

©Émilia Rennart


mardi 13 juin 2017

Als ich voller Agonie
über die Liebe zu dir war,
über das was uns voneinander entfernte,
ich dir ins Gesicht schrie:
"Ich gehe jetzt,"sahst du mich an
und deine Augen waren dunkelgrünbraun
wie ein See nach dem Sturm.
"Ja, und ich bleibe, " schriest du zurück.

Bis heute hast du mir nicht verraten:
"Woher hast du die Schokolade mit Rosenduft
die täglich(bis du auszogst) auf dem Küchentisch lag
mit einer Notiz für mich?"
"Die bekommst du von mir geschenkt, geht dich nichts an" lachtest du.

Als ich unsicher war
und nicht an deine Liebe mehr glaubte,
mich ungeliebt und unverstanden fühlte
und dir bei einem Spaziergang sagte
"Lass es gut sein, wir quälen uns nur gegenseitig.
Liebe ist mehr.
Und wir haben nichts daraus gemacht,"
brachtest du mich vor die Haustür
und sagtest
"Ich werde dich immer lieben. You are my home."

Und als ich deine Liebe vergaß
und mich selbst vergaß
und glaubte dich nicht mehr zu lieben,
hast du mir jeden Tag
einen Brief geschrieben
mich an alles erinnert was wir gemeinsam hatten
und haben könnten
.
Heute habe ich zum ersten Mal in die Schokolade mit Rosenduft gebissen,
habe deine Notizen in mein Moleskine geklebt.
Heute sage ich dir laut
was ich für dich fühle
- You are my home -
und wenn sich Agonie in mein Ich schleichen sollte
werde ich deine Briefe lesen
einer nach dem anderen
immer und immer wieder
und sie in mein Herz einschließen

©Émilia Rennart

lundi 12 juin 2017

Der Tag endet im flüssigen Purpurfarben
der sinkenden Sonne im Fluss
Purpurfarben, das Feuer in meinem Ich.
Ich liebe dich stumm
über alles Fühlen hinaus
über alle Gedanken
und weiter.

Ich verwechsele Liebe und Wärme
nicht mit Sehnsucht nach der vollkommenen Unvollkommenheit.

Ich sehne mich nach einer Verbundenheit
im Guten und im Schlechten
nach dem Lagerfeuer
am Ufer deiner Liebe.
Ich sehne mich
nach der von Dauer Liebesballade
wenn unsere Finger die Saiten unseres Ichs berühren.

Lass uns in dieser Herzballade verlieren
geben wir uns einander hin
der Liebeskunst.
Lass uns Herzkunst werden
auf eine vollkommene unvollkommene Art

©Émilia Rennart



dimanche 11 juin 2017








Unsere Hände
Handfläche an Handfläche.
Die Morgensonne
bricht sich im Fluss
tanzt mit den Wellen
spielt mit deinen Haaren
Du senktest die Augen
für einen Moment
und lächeltest vor dich hin.
Als du sie wieder erhobst
lag mein Herz darin.
Ich konnte nicht wegsehen
also sah ich dich an
und meine Augen weiteten sich
vom zärtlichen Glanz in deinen Augen.
"Die Mittagsonne wird brennen," flüstertest du rau
"komm lass uns nach Hause fahren."
"Hier fühle ich mich glücklich mit dir,
hier könnte ich sofort einschlafen." Das sage ich nicht laut.
Ich schweige
bis die Stille laut wird in meinen Sinnen
in ihr liegt ein Zauber
Ich berühre dich,
mit den Händen, mit den Augen
und ohne Worte.
Eine Wolke eilt
und das Wasser teilt dein Sand.
Ich lege mein Ich ab
in deine Stille,
Nichts ist köstlicher als deine Küsse
©Émilia Rennart



samedi 10 juin 2017

Das Haus am Rande des Dorfes.
Es leert sich
Zimmer für Zimmer
Küche und Bäder und Flure
verlieren den Atem, das Licht, die Melodie des Lebens.

Das Haus mit dem bunten Vorgarten
hat die Farbe der Liebe,
die Farbe des großen Glücks
die Farbe des großen Unglücks.
Es hat kirschrot und blattgrün und schneeweiß und indigonachtblau.
Es hat himmelblau und milchkafeebraun.

Es hat so viel Lachen in den Wänden,
so viel Weinen hinter den Fenstern
So viel Küsse sind noch lebendig auf den Kissen,
so viel Geborgenheit in den Federdecken.
Und die Leinen schlingen sich um die Körper
wie eine lebendige Haut.

Die Kletterrosen blühen und ranken
als wollten sie kein eiziges Leben freigeben
an die vom Himmel erzählte Ewigkeit.

Wiederbeleben!

Im letzten Augenblick
die Fenster öffnen
Kuss für Kuss
Himmelblau ins Haus lassen
der verlassene Tisch in kirschrot tauchen

Hinter dem Haus wächst goldgelb das Feld

Lass uns Brot backen
und den Regen sammeln
aus dem Weinen.

Es gibt einen Brunnen.

Lass uns die Hoffnung.

©Émilia Rennart










vendredi 9 juin 2017



jeudi 8 juin 2017

Ed Sheeran - Bibia Be Ye Ye [Official Audio]

mercredi 7 juin 2017

Abendregen

Einen Augenblick nur,
halte die Zeit an.
Halte inne,
lausche den Abendregen.
Den sanften Rhythmus einer Liebestanzes
an diesem Juniabend.

Schenke einen Augenblick
dem Liebestanz des Windes
mit den Bäumen und Blumen.
Sieh nur
wie er mit seinen hauchzarten Fingern
die Juniblätter liebkost,
wie sie sich wiegen, sich neigen, sich necken.
Wie sich die Regentropfen grüngoldbraunfarben spiegeln!

Und dann lass uns aneinander schmiegen
wie der Wind und der Baum,
lass unsere Finger
über unsere Haut tanzen
wie der Abendwind.

Es tanzt sich gut im Abendregen
Halte inne
Erweitere den Augenblick
um ein unbekanntes Zeitmaß,
lass uns einen Rhythmus finden
lass uns tanzen
neu und anders
als gäbe es nur einen Augenblick
in den wir all unsere Liebe,
all unser Wissen,
all unsere Hoffnungen,
all unsere Sehnsüchte,
all unser Genuss,
unsere Neugier,
unser Erkennen,
unsere Schweigen legen
und tanzen
unser Junitanz im Abendregen
©Émilia Rennart.





lundi 5 juin 2017

Du willst wissen, wer mein Leben perfekt macht und wen ich liebe?
Dann lies mal das erste Wort des ersten Satzes.
©Émilia Rennart

Umarme mich
wie die Wolken die Berge umarmen
Ich möchte mich in dir verlieren
wie sich die Berge in den Wolken verlieren.
Wie die Regentropfen sich im Meer verlieren
möchte ich mich in deinem Ich verlieren und wiederfinden.
Wie die Sonne sich hinter den Wolken versteckt
möchte ich mich unter deinen Achseln verstecken und träumen.
Wie ein Wasserfall die Felsen verschlingt
liebe mich innig wild.
©Émilia Rennart

dimanche 4 juin 2017

Heute schreibe ich dir nicht,
heute liebe ich dich
Dein ganzes Du
mit meinem ganzen Ich

©Émilia Rennart

samedi 3 juin 2017

Dem Herzen zu folgen, ist wie der Klang des feinen Regens zu lauschen.
Man hört ihn besser wenn man die Augen schließt und die Stille lauscht.
Es könnte ja sein,
dass es genügt den Regen zu hören,
wie er tropfenweise fällt,
wie jeder Tropfen sich entfaltet, Meer wird,
um herzschlagweise Regentropfen zu zählen bis sie Meer werden.
©Émilia Rennart

jeudi 1 juin 2017

So warm sind deine Hände,
so samtig.
Du ertastest gerade innigst verborgenes Fühlen
bis unter die Herzhäute.

Sinnlich flüsterst mir wortlos
Ich liebe dich auf jede Faser meines Ichs
mit deinem warmen Atem auf meiner Haut.

Atemberaubend schön
sind die Orte die wir gemeinsam erkunden.
Der Heimweg herzwärts ist der schönste.

Lass uns Brotkrumen streuen
damit wir herzschrittweise nach Hause finden,
wenn wir uns aus den Augen verlieren sollten.

Du kamst näher,
viel näher als ich Nähe definieren kann.
Du liebtest
und du bliebst.

Ich zeigte dir meinen Herzschlag
du sahst meine Schwächen.
Du zeigtest mir deinen Herzschlag
deine Liebe
und ich hielt deine Hand
als es schwer war.

Ich sah deinen Glanz in deinen Augen,
sah dein Lächeln
Du sahst meinen Glanz in den Augen
Glückstränen verwechseltest du mit Traurigkeit
mit Melancholie.

Meine ganze Liebe war bei dir
ich hatte nichts mehr für mich
keine Zeit, keinen Schlaf, keine Ruhe.
Dich zu halten
ich hatte keine Hände mehr,
mein Herz verlor Fasern.

Als Fäden heraushingen
riss ich sie ab.

Du nähtest und webtest
Tag für Tag
Stunde für Stunde
neue Herzstoffe
aus schönsten Leinen
aus stärkster Seide
und aus wärmster Wolle.

Du webtest mich zurück zu dir
in dein Ich
webtest Hände und Herzwände und Augenblicke
in mein Ich.

Verwebtest deine Liebe in mein Ich
hieltest meine Hand
als es schwer war.

Du bist mein Glück
mein Lachen, meine Glückstränen
der Glanz in meinen Augen.
Das wofür man uns beneidet
Für die Liebe
die Herzstoffe
und die Farben

©Émilia Rennart