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vendredi 3 janvier 2020

Ich werde keine Herzschläge zählen

Ich werde keine Herzschläge zählen
und keinen Gedanken enwirren,
wenn mein Herz dich vermisst,
und ein einsamer Gedanke
sich auf die Reise zu dir
über alle Herzberge,
über alle Gedankenflüsse,
über alle Stolperstraßen macht.

Ich werde Musik hören, tanzen,
leise Worte schreiben,
Metaphern die nicht vergleichen,
Herzworte die in kein Gedicht passen,
Gedanken die sich nicht reimen.
Ich werde mich freuen, lachen, weinen,
höher leben, tiefer fühlen, dich anders lieben.
Ich werde aber keine Herzschläge zählen,
keine Gedanken entwirren.
Ich werde mich nicht verlieren in deiner Liebe

 ♡Emilia

jeudi 12 décembre 2019

Dezemberfarben

Ich verstecke mich im Dezember
mit den letzten Blättern mit allen Sehnsüchten und mit aller Liebe
Mit dem Gedanken, dass es dir gut geht
decke ich mich zu.
Auch meine Schläfen und die Nacht und den Traum
und alles was ich bin.

Und die warmen Tränen
verstecken sich zwischen den Schneeregen,
den eisigen Dezembertränen
und der heulende Wind
und die weinende Sehnsucht in mir
zersplittert den Traum und die Stille.

Ich habe dir gar nichts zu sagen
doch ich würde dir alles sagen,
was ich dir nicht gesagt habe.
Nur die Worte sind weg
wie die Liebe weg ist.
Nur noch ein paar verblassende Sehnsuchtsfäden
hängen zwischen den Herzgedanken
an den Herzwänden
und bluten ihre Farben aus.

Ich erzähle dir nicht von sanften Regenfällen,
Aromen und Farben
dich ich noch versteckt halte.
von der Sehnsucht die pastellfarben schläft
von der Liebe die bleibt

Ich erzähle dir nicht
vom Spätabendspaziergang
mit dir in meinen Herzgedanken
die mich Schritt für Schritt begleiten
und mich in den Schlaf wiegen und in den Traum begleiten

©Émilia

mardi 10 décembre 2019

anders

Eines Tages hast du mich anders angelächelt
und dein Lächeln flog zu mir
und setzte sich auf meinen Mundwinkel
wie ein kleines Wunder.
Nun küsse ich dein Lächeln zu mir.

Eines Tages hast du mich anders angesehen
und ein Stück Nacht
verlor sich in deinen Augen.
Nun träume ich deine Farben.

Eines Tages hast du mich anders geliebt
und ich suchte nach verlorenen Augenblicken
zwischen zwei Herzschlägen.
Nun liebe ich dich schon seit einer Ewigkeit
und einem Augenblick.

©Émilia

vendredi 15 novembre 2019

Lass mir das Wort

Nimm mir den Herbst, wenn du willst,
und alles was dazu gehört.
nimm mir den Regen und das Blatt im Wind,
nimm den Raureif aus den Gedanken,
lass mir die Worte

Nimm meine kalten Abende,
die verlorene Sehnsucht auf den Pfaden,
nimm mir die Montage und die Freitage
nimm mir alles, was du sammeln kannst,
nimm mir kein Wort.

Nimm dir Zeit zwischen den Nächten
den Sonnenuntergang, wenn du willst
nimm das Grau und den Rost, 
es ist schon spät,
aber lass mir das Wort.

Ich behalte das Wort
und schreibe meine Gedanken
im Regen und im Traum,
in weiß und in grau und rostfarben
und webe Sehnsucht 
zwischen die Zeilen.
Ich streue Worte auf die Pfade
zertrete sie nicht
mit deinen Schritten.

Ein Wort, eine Farbe ein Gedanke
sonst will ich nichts behalten

©Émilia

vendredi 4 octobre 2019

Powersong 04. Oktober 2019

vendredi 30 août 2019

Powersong 30.08.2019




Auf der Fahrt nach Hause im Radio gehört.
Ein Lied zum Sonnenuntergang.

Ich fuhr im Sonnenuntergang durch die überfüllten Straßen der Innenstadt. Die abendrotfarbene Ecke des Himmels spiegelt sich in den Fenstern der Hochhäuser die den runden roten Sonnenball verdecken.
"Wie hässlich das Bankenviertel ist," dachte ich und fuhr noch ein paar Schritte weiter. "Zu Fuß wäre ich viel, viel schneller zu Hause"
Wochenendverkehr.
Ich höre dieses Lied und denke dich. Du warst viel Liebe. Eine tiefe Traurigkeit legte sich wie ein feiner dunkler Schleier über mich.
Endlich konnte ich zügiger weiter fahren. Nur noch ein paar pinkfarbene Fäden sind vom Sonnenuntergang zu sehen.

 Noch 1000 Worte.

Das ist eine Filmkomödie mit Eddie Murphy.

Es ist schon lange her aber ein Blitzgedanke löste sich  aus den Erinnerungen in meine Gedanken. Der Baum. Ich erinnerte mich an den Baum an dem Worte hingen.
In der Tat sah ich nur den halben Film, da ich weg oder lernen musste. Obwohl er eine leichte Handlung hatte und ich mir selten Filme ansehe, schaffte es dieser Film, meine Aufmerksamkeit darauf zu richten. Die Idee war einfach - nach einem Fluch, -  an den ich mich nicht genau erinnere  war ein mann an einen Baum gebunden, der seine Blätter verlor, wenn er sprach. Ein gesprochenes Wort "tötete" ein Blatt. Und wenn  der Baum alle Blätter verloren hat, sollte der Baum sterben.
Offensichtlich beschloss er, nicht zu sprechen. Eine äußerst schwierige Sache, wenn man bedenkt, dass seine engen Freunde nichts von diesem "Fluch" wussten. E verlor ihren Job, seine Freunde, seine Familie nach dem "seltsamen" Verhalten.
Schließlich, als er die Blätter an den Fingern einer Hand zählen konnte, verzweifelt, um zu retten, was er noch retten konnte und sich mit sich selbst zu versöhnen, unfähig, die Situation zu erklären, sagte er nur "Ich liebe dich" und " Ich habe vergeben. "
Die meisten Blätter sind Blätter mit Leben. Mit Gutem, mit Schlechtem, mit Fehlern und mit schlechten Meinungen. Eine der Antworten klang wie "Worte können mit den Blättern eines Baumes verglichen werden. Wenn wir viele Worte ohne Bedeutung sagen, fallen die Blätter und der Baum stirbt. “
Können wir versuchen, den "Baum" zu retten, indem wir nur Worte sagen, die niemndem weh tun? Es gibt viele verletzende Worte, ungesagte Worte und viele Situationen, in denen wir sie sorglos in den Wind werfen. Wenn wir erkennen würden, dass jedes Wort ein Blatt vom Baum unseres Lebens tötet, wären wir vorsichtiger mit den Worten und mit den Menschen die wir lieben
Was tun wir jedoch in einer Stille in der es keine Worte gibt? Wenn wir schweigen, sterben wir nach und nach. Der Mangel an Worten trocknet Blatt für Blatt, die Seele, die sich letztendlich im Wind verliert und stirbt ...

Die Worte, die ich nicht gesagt habe,
trug ich viele Stufen hinunter
in meine Seele.

Wie in eine gewölbte Höhle,
immer tiefer stieg ich in die Welt der Unwahrheit hinab,
und habe die Worte in Steinkisten gepackt.
Da unten liegt eine verborgene Liebe.
Die Worte, die ich eigentlich sagen sollte und nicht gesagt habe.

Es gibt so viele Worte und Schritte der Stille tief in mir.
Dort, wo jedes Wort und jeder Schritt hinter mir stirbt.
Von dort aus, aus der unberührten Lagune,
auf den Stufen der Stille,
aus dem Verborgenen flackern die Lichter der Liebe
die ich versteckt halte.


©Émilia







Es ist viel Sommer hier

Ist auch so viel Sommer bei dir?
Das dunkle satte Grün verblasst,
wie viele Hoffnungen verblassen.
Der rote Mohn hat seine Farbe verloren,
wie die Liebe ihre Farben verliert.
Die wenigen Regentränen im Himmel und in mir
reichen nicht aus die Farben zu beleben.
Und die wenigen Tränen verlieren sich im Staub.

Die Lindenbäume mit den honigfarbenen Blüten
sind honigleer und es ist als würde die Liebe langsam sterben.
Und langsam sterbe ich mit.
Und meine Träume verlieren sich mit mir.

Die Sonne brennt auf dem staubigen Asphalt
und menschenleer ist es hier.
Sogar die Gedanken haben sich im Schatten versteckt
und schenken den Worten keine Nuancen.
Und die Stille hier ist enigmatisch.

Ist es auch so menschenleer bei dir?
Nicht einmal ein Traum wagt sich zu träumen.
Kaum beginnt ein hypothetisches Morgen
hat die Stille es verschluckt.
Ich schreibe kein Liebesgedicht,
denn ich finde weder Worte noch Nuancen noch Musik.
Ich fühle mich schuldig
dir nicht die versprochene Liebe gegeben zu haben.


Es ist viel Sommer hier
und jede aufkeimende Frage und jedes Zweifeln
fällt aus den Gedanken.
Das wenige Grün im Herzen
trocknet das Chlorophyl in den Blättern
wie das Rot im Mohn
und wie das Blau der Kornblume - das den Himmel spiegelt.

Und die Sonne beißt Stück für Stück Sehnsucht ab
und Trostlosigkeit bedeckt die Wunde wie ein Schorf.

Ich warte auf den Regen
der noch in den Wolken schläft.

Ich will die Farben zurück
und die Musik.
Ich will mein Leben zurück.
Ich will lieben.....ich will singen...ich will Farben...

©Émilia