mercredi 4 septembre 2019

Nachtgedanke

Die Nacht legt sich zart über deine Haut,
über deinen Schlaf,
über deine Gedanken.
Der leise Nachtwind singt dir flüsternd
eine Serenade.
Unter deinen Augenlidern
erwacht bald der neue Tag.
Ein Traum legt sich sanft an deine Schläfe
küsst hauhzärtlich deine Wange
versteckt sich in deinem Mundwinkel
und verzaubert sich in ein Lächeln
mit bunten kleinen Wunder.
Und dann...
Und dann lächele auch ich
mit allen Sternen und dem Mond
und wünsche dir eine gute Nacht.



mardi 3 septembre 2019

Nur ein Gedicht

Wir treffen uns
an der Kreuzung
zweier banalen Gedanken
und schreiben uns auf die indigofarbene Stirn der Nacht.
Unsere Hände würden sich finden
in einem gemeinsamen Gebet ohne Gott.

Wir lächeln uns an
bis unsere Lippen
zu einander finden in einem Flüstern
oder in einem nicht enden wollenden Kuss,
voller endloser Sehnsucht.
Unsere Augen spiegeln sich ineinander
bis wir uns in einem gemeinsamen Traum finden.

In diesem unvergesslichen Moment,
in dem wir uns weiter als die Erde,
höher als der Himmel, lernen wir alle Lieben neu.

©Émilia


Nur ein Gedanke

"Le genre d'amour dont tu es digne est celui qui harmonise les galaxies. Mais je ne peux pas te le donner ”
©Émilia

lundi 2 septembre 2019

September






Septembre pointe le bout de son nez, que va t-il nous réserver? … De jolies choses je l'espère

Très bon lundi à tous et toutes
Café et petits coeurs de douceur 💕🥯
Agréable début de semaine

Englisch

Gestern am späten Nachmittag machten wir einen kurzen Spaziergang in der Innenstadt. Wir trafen uns mit Freunden im Eiscafé Picasso. Dafür zu schwärmen ist übertrieben. Weder das Eis noch der Cappuccino war überdurchschnittlich, so dass mich der Weg dahinführen könnte.
Immerhin war es gut besucht.

Auf dem Nachhauseweg hörten wir Musik.
"Das ist amerikanische Gospelmusik." staunte ich. Wunderschöne Stimmen, gute Texte und die Gitarristen hatten den  Saiten wunderbare und harmonische Klänge entlockt.

Wir blieben stehen und lauschten. Es war eher ein kleiner Kirchenchor, bestehend aus Frauen, Männern und Jugendlichen.
Sie sangen Gospel auf  Englisch und Spanisch. Es war die Christ Embassy(Freie evangelische Gospel Kirche)

Jugendliche und Kinder verteilten an die Leute die da standen und zuhörten Broschüren.

Nun ja, soll jeder an Gott glauben, auf welche Art auch immer. So lange niemand mir seinen Glauben aufzwingen will, ist die Welt für mich in Ordnung.

Ich hätte gerne noch mehr Gospel gehört. Leider predigten sie zwischendurch auch etwas länger.
Meine Interpretation von Gott oder Jesus ist es nicht.
Pantheismus(Deus sive natura) sagt mir eher zu.

Da kam ein Mann (ca 30 Jahre alt) auf uns zu und hatte eine Fragen über Gott. Er war höflich, freundlich und sprach Deutsch mit amerikanischem Akzent. Irgendwie fand ich seine Aussprache lustig. Er sprach mit Lars Englisch  und fragte mich ob ich auch Englisch spreche.
Freilich schreibe und lese ich Englisch. Aber meine Aussprache ist mir selbst peinlich.
Ich spreche ungern eine Sprache mit jemandem der sie besser kann als ich und mich auslachen könnte.
Mit vielen Umlauten in Deutsch habe ich immer noch zu kämpfen. Man schreibt und liest eine Sprache immer besser als wenn man sie spricht.

Mittlerweile finde ich mich damit ab, wenn jemand über meine Ausprache schmunzelt oder lacht. Passiert eher selten.
Aber ohne Absicht oder mit Absicht nimmt man jemanden die Möglichkeit zu üben.
In Englisch verbessert mich Lars immer. Er meint es nicht abwertend, trotzdem ist es mir peinlich und spreche es dann nicht mehr. Doch eine Sprache lernt man wenn man verbessert wird. Auf eine nicht belehrende Art.

Ein paar Sätze sprach ich auch und er verbesserte mich nicht. Wenn mich niemand verbessert fühle ich mich etwas freier. Ich traue mich fließender zu sprechen.

Ich erinnerte mich wie ich Oma und Opa bei der Aussprache immer zu verbessern versuchte. Ohne Erfolg.
Opa hörte mir nicht zu und Oma sagte " ich verstehe mich und du musst mich nicht verstehen, wenn du nicht willst."
So selbstbewusst denke ich mittlerweile auch. 
Eigentlich sagt im Job niemand etwas über meine Aussprache. Wir sind ja nicht im Grammatikunterricht.
Neulich hörte ich ein wunderschönes sanftes Italienisch. Ich habe nicht alles, aber sehr viel verstanden. Sprechen kann ich es gar nicht. Zumindest kenne ich nicht alle Verben und ich kann sie nicht deklinieren.
Die Patientin und ihre Familie freute sich, dass ich sie einigermaßen verstanden habe.
Manche Völker freuen sich wenn man ihre Sprache versteht oder sogar spricht. Egal wie bescheuert die Aussprache ist.
Andere Völker wiederum möchten, dass man nur ihre Sprache spricht, wenn man sie perfekt sprechen kann.....
Dann bleibe ich lieber stumm.






dimanche 1 septembre 2019

Heute ein Journal

Heute um 5:25 Uhr habe ich mich auf den Weg um Dienst gemacht. Sonntagsfrühdienste sind alles andere als leicht.
Ich bin anstatt um 4:00 erst um 4:45 aus dem Nest gefallen. Bin erst nach Mitternacht eingeschlafen und habe den Handywecker nicht gehört.
Ich habe von Koffern geträumt ....Ich fand mich noch bei Mama in meinem alten Kinderzimmer und ich hatte jede Menge Sachen und zu wenige Koffer. Und Mama schimpfte über mein Chaos und über meine Packkunst.
Im Traum hatte eine Jeans in der Hand mit Applikationen aus Strasssteinchen auf den Gesäßtaschen. Doch ich hatte nie eine davon. Ich hasste diese Krönchen die Shirts und Jeans zierten. Die waren so etwa 2010-2012 stark in der Mode.  Ich konnte Applikationen nie ausstehen. Und dann noch auf den Arschbacken. Niemals!
Im Traum hörte ich Mama sagen. "Sortiere doch das Chaos hier zuerst aus."
Und ich war so wütend weil sie mir nicht dabei half. Sie half mir nicht und ich hatte keine Koffer mehr. Ich suchte und suchte in jeder Ecke des Hauses nach Koffern und nach Mama.
Dann wachte ich auf. Ich sah auf die Uhr und war schneller unter der Dusche als ich denken konnte. Zum erstem Mal in meinem Leben habe ich knapp verschlafen.
Und manche Morgen sind nicht zärtlich. Sie wecken einem nicht mit einem Kuss, oder mit einer sanften Berührung, sondern reißen einem unsanft aus dem Traum und bevor man Zeit hat einen Seelenmantel überzuziehen, wird man eilig vor die Tür geschoben. Die frühmorgendliche Stille schluckte jeden einzelnen Schritt.

Der Wettermann sagte im Radio es werden heute nur 25°C werden.
Ich dachte an den Traum, versuchte während der Fahrt mich detailliert an ihn zu erinnern und irgendwie hatte ich Angst. In Träumen sah ich sie bis anhin immer ihr entstelltes "Unfall" Gesicht und ihre mit Blut verschmierten Arme. Meinen Bruder sehe ich im Traum mit blutleeren weißen Lippen. Selten träume ich noch von ihnen. Es sei denn ich spreche mit jemanden über sie. Heute sah ich Mama aber anders, Sie sah so gesund aus. Ihre langen Haare umrahmten ihr schmales Gesicht. Ihre dunkelbraunen Knopfaugen erinnerten mich an die von meinem Teddy aus Kindertagen.
Ich brauche ein Schloß damit ich meine alles wegschließe was mich traurig macht, was mich belastet und was ich vergessen möchte...Doch es gibt Augenblicke da denke ich sie mit Liebe. Und manchmal fühle ich sie als Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Wegweiser, Schutzengel.

Ich fuhr heute Morgen sehr vorsichtig und achtete auf jedes Detail auf der Straße. Ja und ich betete auf meine Art.
Oma sagte immer: "sie brauchen ein Gebet." Also hörte ich auch dieses Mal auf Oma.
Während der Fahrt mischte ich symbolisch meine Gedanken in einer Espressotasse. Eine Portion Espresso, Wasser und vier Gedanken ohne Zucker. Einer noch müde und drei morgenrotfarben. Niemals umgekehrt. Ansonsten schmeckt der Espresso nach Resignation.

Dankbar bin ich: für Zoé, für den besonderen Menschen den ich liebe. Zoé ist das freundlichste und verspielteste Kind das ich kenne.

Liebe: Müsste ich diese Liebe beschreiben wäre es eine langsame Ballade. Manchmal zu leise für einen Wirbelwind wie mich.
Ich habe auch schöne Lektionen für das Leben bekommen.

Der Tag. Ich reiße mich zusammen und sage artig und leise Guten Morgen. Enige grüßen zurück, andere nicht. Ein kurzer Smalltalk aus Höflichkeit, ein paar Hände schütteln. Ein paar Neckereien, Witze und dann geht es nahtlos zur Tagesordnung über.

Gespräche führte ich mit einem Kollegen. Ein Kollege der mehr zu sagen hat.mich aufgefordert mit dem Kollegen ein Gespräch zu führen. Also musste ich mich dazu hinreißen.  Wir sind gute Kollegen, bessere Kollegen, aber wir sind privat nicht miteinander befreundet.
"Sag mal, was ist los mit dir? " Ich zeigte ihm sein Journal mit den Fehlzeiten. Und ich fühle mich nicht gut dabei. "90 Tage bis anhin, sind ganz schön viel." sagte ich leise.
Er sah mich an, er sah mir in die Augen. Er sieht müde aus und seine Haut ist fahl.
Er zeigte mir einen Befund von seinem Arzt und die Diagnose machte mich sprachlos.
"Ich bin nicht so einer." Nicht eine Miute dachte ich dass er ein Faullenzer ist. Er hat bestimmt auch seine privaten Verantwortungen. Er hat 2 Kinder. Er erzählte mir wie es mit ihm weitergeht.
"Und wenn mir dann das gelegt wird und ich aus dem .......dann gehe ich!" Er war direkt wie immer.  Als Kollegin würde ich ihn zur Theapie schicken, damit er nicht auf dumme Gedanken kommt. Was soll man da noch sagen? Arbeitsrechtlich klar wird man es mit anderen Augen sehen. Das weiß er auch.
Ich würde aber auf die gleichen Gedanken kommen, hätte ich diese Diagnose. Ich würde gehen. Für mich entscheide ich sonst niemand.
Ich denke mal die beste Beziehung und die beste Ehe hält nicht alles aus. So etwas könnte ich Lars nicht zumuten. Es ist OK so. Ob er mir das zumuten könnte? Aber ja, bis zu einem gewissen Grad schon.  Blöde Gedankengänge.
Über so etwas kann ich mit Lars nicht sprechen. Es gibt Vieles über das ich nicht mit ihm sprechen kann. Wir würden uns nur streiten, da unsere Meinungen zu vielen Themen konträr sind. Er würde mich dann mit irgendwelchen Blödeleien ablenken wollen und dass würde mich dann noch wütender machen. Ich bin kein ruhiger Mensch. Und ich kann sehr wütend werden. Hätte ich eine laute Stimme hätte er kein intaktes Trommelfell mehr. Ein weiteres Gespräch hatte ich mit meinem unmittelbaren Vorgesetzten. Unser OP-Pläne sind voll. Zu viele Überstunden machen wir. Zurückfahren müssten wir damit und können nicht. Pausen werden nicht eingehalten. Innerlich kochte ich.
Eine Kollegin flüsterte draußen. "Den sägen die eh bald ab." Ich antwortete nicht darauf. "Ich habe meine Quellen," flüsterte sie weiter.
Tratschtante. "Ich muss weiter," sagte ich und eilte voraus. Ich lasse mich nicht in das Getratsche verwickeln.

Küche: Nudelsalat mit Entenfleisch. Die riesige Schüssel ist fast leer. Sogar Zoé hat "Meone essen" vergessen und aß artig alles auf.
Kleidung: Shorts(bleumarine - dunkelblau) und ein Trägertop(eishimmelblau).
Duft: mit Orchidee-Kokos Duschgel geduscht
Haare: frisch gewaschen.
Lesen: "Alles was wir wussten" Karry Lonsdale über Kindle App

TV "Plötzlich Mutter" - TLC.  und nebenbei bloggen.

Zoé nach dem Baden eingeschlafen. Schläft bei mir im Bett bis 22:30 Uhr bi ihr Papa vom Dienst kommt. Hat von mir geschimpft bekommen. Wir haben ihr ein Laufrad gekauft. Sie liebt es. Abends stellen wir es immer in den Flur. Noëlle hat es nur kurz angefasst, da rannte unser Raufbold zu ihr und wollte sie wegschubsen. "Meins" schrie sie. Da musste ich eingreifen. So geht es nicht. Da setzte sie sich auf den Boden vor das Rad und bewachte es. Ich hätte am liebsten gelacht wie sie da saß mit ihren dunklen funkelnden Augen und mit den hellbraunen verwuschelten Löckchen und dem winzigen trotzigen Mund. So geht es auch nicht. "Du stehst da auf, und zwar sofort." sagte ich streng. "Meins!" antwortete sie trotzig. "Hey du Giftzicke, steh ja auf und gib Noëlle ein Küsschen. Entschuldige dich bei ihr."
Da stand sie auf rannte zu ihrer Cousine, schmiegte sich an sie und sagte "Tussen". Ich konnte mein Lachen kaum zurückhalten. Sie schickte Luftküsschen mit beiden Händchen.

Morgen habe ich Freizeit und am Samstag auch.











samedi 31 août 2019

Gedanken

Die absurde Logik die meine Herzgedanken hinterfragt, die über meine Gefühle rauscht wie ein Blitzgewitter versuche ich heute Morgen um 4:00 Uhr zu begreifen. Es ist der letzte Tag im August und ich habe Frühdienst. Der Duft von heißem, mit dunkler Schokolade- und  Himbeergeschmack weckt meine Sinne.
Kapseln sollten angeblich umweltfeindlich sein. Der größte Feind der Umwelt ist der Mensch mit seinem kriegerischen Verhalten und nicht die ein paar Kapseln die bei mir im "gelben Sack" fliegen.
Der frühe Morgen riecht schon nach Frühherbst, nach Ernte, nach verwelktem Gras und nach Verwüstung. Ja, es riecht nach Ernte. Die Tomaten warten auf mich schnell geerntet zu werden. Auch wenn sie gut riechen und gut schmecken, kann ich sie ertnefrisch nicht essen.  Nach der Ernte sehen die Felder irgendwie leer und verwüstet aus. Ich liebe den Duft der reifenden Weintrauben, die Reben die nach Süße und Erde duften.

Der Walnussbaum hinter dem Haus lässt mich an Grüne-Walnuss-Konfitüre denken. Leider mag diese niemand essen, also mache ich mir keine große Mühe und walnussfarbene Hände um sie zu kochen.
Vielleicht werde ich sie nächstes Wochenende wenn ich frei habe doch einkochen.

Ich mache mir noch einen zweiten Espresso. Während die Maschine Tropfen für Tropfen in die Tasse regnet, hänge ich meinen Rucksack um, halte schon die Schlüssel in der Hand und bin bereit für den Tag.
Ein Tag wie jeder andere.  Routine die mich stagnieren lässt, mich dermaßen nervt, dass ich alles hinschmeißen möchte. Routine die ich trotzdem nicht durchbreche.
Nach dem Kalender des Herzens wäre vieles anders.

Im Duft des Espresso haben sich Espressoherzgedanken für dich versteckt.

Ich denke dich nur für einen Augenblick espressofarben, morgenrotfaben. Ein Lächeln, ein Gedanke, ein Lächeln.
Während der Fahrt habe ich das Gefühl, dem Sonnenaufgang zu folgen.



Ich hoffe, dass mein Arbeitstag nicht so stressig sein wird.
Wenn, dann rufe ich den Sonnenaufgang in meine Gedanken.

vendredi 30 août 2019

Powersong 30.08.2019




Auf der Fahrt nach Hause im Radio gehört.
Ein Lied zum Sonnenuntergang.

Ich fuhr im Sonnenuntergang durch die überfüllten Straßen der Innenstadt. Die abendrotfarbene Ecke des Himmels spiegelt sich in den Fenstern der Hochhäuser die den runden roten Sonnenball verdecken.
"Wie hässlich das Bankenviertel ist," dachte ich und fuhr noch ein paar Schritte weiter. "Zu Fuß wäre ich viel, viel schneller zu Hause"
Wochenendverkehr.
Ich höre dieses Lied und denke dich. Du warst viel Liebe. Eine tiefe Traurigkeit legte sich wie ein feiner dunkler Schleier über mich.
Endlich konnte ich zügiger weiter fahren. Nur noch ein paar pinkfarbene Fäden sind vom Sonnenuntergang zu sehen.

 Noch 1000 Worte.

Das ist eine Filmkomödie mit Eddie Murphy.

Es ist schon lange her aber ein Blitzgedanke löste sich  aus den Erinnerungen in meine Gedanken. Der Baum. Ich erinnerte mich an den Baum an dem Worte hingen.
In der Tat sah ich nur den halben Film, da ich weg oder lernen musste. Obwohl er eine leichte Handlung hatte und ich mir selten Filme ansehe, schaffte es dieser Film, meine Aufmerksamkeit darauf zu richten. Die Idee war einfach - nach einem Fluch, -  an den ich mich nicht genau erinnere  war ein mann an einen Baum gebunden, der seine Blätter verlor, wenn er sprach. Ein gesprochenes Wort "tötete" ein Blatt. Und wenn  der Baum alle Blätter verloren hat, sollte der Baum sterben.
Offensichtlich beschloss er, nicht zu sprechen. Eine äußerst schwierige Sache, wenn man bedenkt, dass seine engen Freunde nichts von diesem "Fluch" wussten. E verlor ihren Job, seine Freunde, seine Familie nach dem "seltsamen" Verhalten.
Schließlich, als er die Blätter an den Fingern einer Hand zählen konnte, verzweifelt, um zu retten, was er noch retten konnte und sich mit sich selbst zu versöhnen, unfähig, die Situation zu erklären, sagte er nur "Ich liebe dich" und " Ich habe vergeben. "
Die meisten Blätter sind Blätter mit Leben. Mit Gutem, mit Schlechtem, mit Fehlern und mit schlechten Meinungen. Eine der Antworten klang wie "Worte können mit den Blättern eines Baumes verglichen werden. Wenn wir viele Worte ohne Bedeutung sagen, fallen die Blätter und der Baum stirbt. “
Können wir versuchen, den "Baum" zu retten, indem wir nur Worte sagen, die niemndem weh tun? Es gibt viele verletzende Worte, ungesagte Worte und viele Situationen, in denen wir sie sorglos in den Wind werfen. Wenn wir erkennen würden, dass jedes Wort ein Blatt vom Baum unseres Lebens tötet, wären wir vorsichtiger mit den Worten und mit den Menschen die wir lieben
Was tun wir jedoch in einer Stille in der es keine Worte gibt? Wenn wir schweigen, sterben wir nach und nach. Der Mangel an Worten trocknet Blatt für Blatt, die Seele, die sich letztendlich im Wind verliert und stirbt ...

Die Worte, die ich nicht gesagt habe,
trug ich viele Stufen hinunter
in meine Seele.

Wie in eine gewölbte Höhle,
immer tiefer stieg ich in die Welt der Unwahrheit hinab,
und habe die Worte in Steinkisten gepackt.
Da unten liegt eine verborgene Liebe.
Die Worte, die ich eigentlich sagen sollte und nicht gesagt habe.

Es gibt so viele Worte und Schritte der Stille tief in mir.
Dort, wo jedes Wort und jeder Schritt hinter mir stirbt.
Von dort aus, aus der unberührten Lagune,
auf den Stufen der Stille,
aus dem Verborgenen flackern die Lichter der Liebe
die ich versteckt halte.


©Émilia







Es ist viel Sommer hier

Ist auch so viel Sommer bei dir?
Das dunkle satte Grün verblasst,
wie viele Hoffnungen verblassen.
Der rote Mohn hat seine Farbe verloren,
wie die Liebe ihre Farben verliert.
Die wenigen Regentränen im Himmel und in mir
reichen nicht aus die Farben zu beleben.
Und die wenigen Tränen verlieren sich im Staub.

Die Lindenbäume mit den honigfarbenen Blüten
sind honigleer und es ist als würde die Liebe langsam sterben.
Und langsam sterbe ich mit.
Und meine Träume verlieren sich mit mir.

Die Sonne brennt auf dem staubigen Asphalt
und menschenleer ist es hier.
Sogar die Gedanken haben sich im Schatten versteckt
und schenken den Worten keine Nuancen.
Und die Stille hier ist enigmatisch.

Ist es auch so menschenleer bei dir?
Nicht einmal ein Traum wagt sich zu träumen.
Kaum beginnt ein hypothetisches Morgen
hat die Stille es verschluckt.
Ich schreibe kein Liebesgedicht,
denn ich finde weder Worte noch Nuancen noch Musik.
Ich fühle mich schuldig
dir nicht die versprochene Liebe gegeben zu haben.


Es ist viel Sommer hier
und jede aufkeimende Frage und jedes Zweifeln
fällt aus den Gedanken.
Das wenige Grün im Herzen
trocknet das Chlorophyl in den Blättern
wie das Rot im Mohn
und wie das Blau der Kornblume - das den Himmel spiegelt.

Und die Sonne beißt Stück für Stück Sehnsucht ab
und Trostlosigkeit bedeckt die Wunde wie ein Schorf.

Ich warte auf den Regen
der noch in den Wolken schläft.

Ich will die Farben zurück
und die Musik.
Ich will mein Leben zurück.
Ich will lieben.....ich will singen...ich will Farben...

©Émilia


jeudi 29 août 2019

Der Schlüssel

Ich habe nur den Notenschlüssel versteckt,
damit du nicht das Solfège meines Herzens öffnen kannst,
wenn sich in meinen Herzhäuten
Noten sammeln für ein Lied,
das nicht für dich bestimmt ist.

©Émilia


Das Nachtbuch

Das Nachtbuch

mercredi 28 août 2019

Das Vermissen



Wir küssten uns gutenmorgen.
Deine Lippen streiften noch für einen Augenblick meine Wange.
Es war nicht der Kuss.
Es waren deine Lippen an meiner Wange....
Meine Herzhäute flatterten
als hätte sich ein Schwarm wilder Schmetterlinge
in mein Herz eingenistet.

Dann das Vermissen.
Dein Kuss hätte mich beinahe im Nest gehalten


©Émilia


mardi 27 août 2019

Wie ein noch ungeträumter Traum

Das blasse Mondlicht fällt
durch das Fenster,
bleibt an den Gardinen hängen
und spiegelt sich
im hauchzarten
mit fragilen Eisblumen bestickten Schleier.
Meine Augenlider werden schwer.
Legen sich über den Tag,
offnen die Tür zur Nacht
und zum Traum.

Der Mond mit dem silberfarbenem blassen Gesicht
und die fragilen Eisblumen
haben sich auf meine Lider gemalt
wie ein noch ungeträumter Traum

©Émilia

Sans toi


dimanche 25 août 2019

Meerrettichblüten duften nach Honig





Der Honigduft im Morgentau
Fragile Blüten im Sommermorgenlicht gebadet
Blütenstaub auf  zarten Schmetterlingsdlügel
durch die Luft getragen.
Meerrettich
blüten duften nach Honig
Honigbittersüss.

Den habe ich in den Fuldaauen entdeckt. Je näher wir dem Meerrettich kamen, um so intensiver strömte uns ein wunderbarer Honigduft entgegen.
Mir sind die wunderschönen weißen Blüten aufgefallen. Ich musste daran riechen. Vorsichtig tastete ich mich an die Blüten heran. Ich wollte nicht den sattgrünnen Feldteppich zertrampeln.
Ich habe vergessen, wie die Blüten duften.

Ich erinnerte mich an Oma's Garten. Ein Teil davon lag etwas halbschattig hinter der Scheune. Es war eher einen riesigen Getreidespreicher. Riesige Holzzwischenwände teilten ihn in Fächern auf.
Oma's Ordnungssinn(man muss mit geschlossenen Augen alles finden können) war auch da zu finden.
Immerhin hatten wir einen regelrechten Meerrettichwald. 
Als Kind hasste ich die Wurzeln. Sie waren extrascharf und brannten einem fast die Augen aus.
Meerrettich raspeln konnte man nur an der frischen Luft.
Oma stellte ein Kuchenbackblech mit den Raspeln in den Backofen um sie "abzumildern", damit wir Kindern auch mitessen konnten.
Opa ging jedem nur so geringsten Zank und Streit au sem Weg. Und er mochte keine Schimpfworte(Sauwörter).  Aber da konnte er sich furchtbar aufregen und er schimpfte manchmal auch mit Oma. "Der ist strohdrocken, kannst du fressen."
Und wenn es ihn total nervte sagte er auch schmunzelnd "furztrocken". Ich denke damit wir Kinder da lachen konnten und uns der Zank nicht ängstigte.
Opa raspelte für sich extra. Und niemand durfte an seiner "Meerrettichsaucen-Kunst" zweifeln.
Mit geraspelten Äpfeln, Essig, Zucker, Salz, Pfeffer und Rahm zauberte er einen sog. Dipp. nach dem ersten Bissen bekam er einen roten Kopf. 
Oma schimpfte ohne Rücksicht auf uns.
"Du Depp! Wie ein roter Affe siehst du aus! Die Ohren fallen dir noch ab!Und die Augen sind rot wie die eines feuerspeiender Drachen."
Opa schmunzelte und aß weiter.
"Die Flederhex!" lachte er. "Ihr dürft nicht so reden, verstanden?!" ermahnte er uns.
Wir hielten uns vor lachen den Bauch.

Wenn ich im Oktoberurlaub nach Hause fahre, ernte ich mir welchen in René's Garten.
Hier kann ich niemand damit begeistern. Niemand mag ihn.
Zoé wird ihn bestimmt lieben wie ich.



Wortlos

Durch die geschlossene Herztür scheint noch die Sehnsucht
wie ein feiner Lichtstreifen durch mich.
Meine Augen tränen ab und zu lichtempfindlich.
Es ist der Regen, der über meine Wangen rinnt,
es ist die Sehnsucht die sich in den Schulterblätter sammelt.
Ich schenke meinen Herzgedanken
kein einziges Wort.
Trotzdem denken sie dich.
Wortlos



Sichtweisen

Aus der Sichtweise des Menschen
ist der Mensch ein Gedankenwald.
Aus der Sichtweise des Waldes
ist der Mensch ein feuerspeiender Drache,
ist ein herzloser Baumfäller und Tiermörder.
Aus der Sichtweise des Menschen,
ist der Mensch Wasser, Feuerlöscher ein Säer und Pflanzer.
Aus der Sichtweise des Wassers
ist der Mensch angesammeltes Gift das Flussleben tötet.
Aus der Sichtweise des Menschen verkörpert der Mensch den Himmel
Aus der Sichtweise des Himmels ist der Mensch Feinstaub und Rauch
Aus der Sichtweise des Menschen, ist der Mensch frische Luft
Aus der Sichtweise der Luft ist der Mensch ein rauchender Schlot.
Aus der Sichtweise des Menschen ist der Mensch ein freier Vogel
Aus der Sichtweise des Vogels ist der Mensch Gewehr und Kugel aus Blei.
Aus der Sichtweise des Menschen, ist der Mensch Gott über die Erde
Aus der Sichtweise der Erde ist der Mensch eine Heuschrecke die sich für Gott hält
Aus der Sichtweise des Menschen ist der Mensch Feuer das ein Traum verwirklicht.
Aus der Sichtweise des Feuers ist der Mensch, Tot, Lauge und Asche.

Mit dem ersten logischen Gedanken,
entstand die menschliche Gier.
Gierig hat der Mensch die Erde
wie ein Heuschreckenschwarm invasiert.
Die Höhlen sind zu klein, die Wälder werden abgefressen.
Einige Menschen vernichten die Weizenfelder
und andere haben kein tägliches Brot.
Einige bauen Bomben und Waffen
von den Gelden aus Sport und Kunst
und spielen auf der Weldkarte Schach.
Und  Kinder rennen barfuß zur Schule.

Wenn die Gier des Menschen
nicht aus den Gedanken verschwindet,
werden die Erde, der Himmel, das Wasser sich gegen den feuerspeienden Drachen rächen.
©Émilia



samedi 24 août 2019

Ich liebe dich

Ich hoffe, du wirst dich immer daran erinnern,“ sagte er und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht.
"Aber ja! Das wäre?"
"Drei Worte." Er sah sie liebevoll an.
"Egal was kommt, wir haben uns. Egal was auf uns zukommt, egal was passiert," fuhr er fort, "ich habe dich."
Sie lächelte und nahm seine Hand und hielt sie fest.

"Ich hoffe, du wirst dich auch immer an eine Sache erinnern. Auch drei Worte", fuhr sie fort und hielt ihren Mittelfinger, Ringfinger und kleinen Finger hoch.
"Ich liebe dich."

©Émilia

vendredi 23 août 2019

Im Fluss

Sanft fließend
wie ein langsames, dünnes Rinnsal
ist unsere Liebe.

Mauern um mich herum zermürben
und erodieren in tosenden Wasserfällen.

Ich lerne schwimmen und tauchen
im Fluss dieser Liebe.

Manchmal habe ich Angst unter zu gehen
mit Herz und Seele.


©Émilia

mercredi 21 août 2019

Durch den Alltag mit Zoé

Nach einem langen stressigen Arbeitstag ( wir sind unterbesetzter den je) bin auch ich froh, wenn ich meinen Chip an dieses heilige Gerät(Terminal) dass unsere geleisteten Arbeitsstunden( mit Abzug fürs Pipimachen, fürs Wassertrinken und Pause die wir nie machen) speichert halten kann und ein Pieeep höre.
Dann fällt mir ein Stein vom Herzen.
"Nur raus aus dem Chaos hier und schnell weg!" dachte ich.

Zoé hat neuerdings die Angewohnheit nach "Überraschung" zu fahnden und ist überglücklich irgendeine Kleinigkeit darin zu finden. mal abgesehen von Buntstiften mit denen sie gerne auch die Bodenfliesen oder die Wand in der Küche verkritzelt, wenn man nicht hundert Augen, hundert Hände und doppelt so schnelle Füße hat um sie davon abzuhalten.

Kaum zu Hause angelangt klingelte mein Diensthandy.
"Noch nicht einmal die Sandalen von den Füßen streifen und in Hauslatschen schlüpfen lässt man mich."
"Bist du schon zu Hause?" ...... ja, wo sonst....
"Hab wieder ein Problem?" schrie mir meine Nachtschichtkollegin ins Ohr.
"Wer hat keine Probleme?" wollte ich laut denken. Aber ich wollte ja nicht ihre Klappe füttern damit sie sich noch mehr ausheulen kann.
"Was ist los? Sag mal.."
Und sie begann zu zählen.... 4 Leute krank.
"Der sah fit aus, die hat keinen Bock....ich fühle mich berarscht...."
"Was denn, die sind nun für ein paar Tage weg. Und du hast wieder niemand.....?!" ich hätte schreien können, aber nützt nichts.
"Kommst du früher? Kannst mir etwas abnehmen? Ich weiß .... aber ich habe keine Lösung...."
"Ich aber muss eine haben?" wollte ich brüllen was meine Stimmbänder hergeben.
Zoé klammerte sich an mich und wollte unbedingt in meine Arme zum Küsschen geben. Mir ihren winzigen Händchen( die sind richtig winzig) warf sie mir Küsschen zu. Ich hätte weinen können, vor Freude, vor Liebe, vor Stolz und letztendlich vor Wut auf die Kollegin, auf unsere Gelburlauber, weil man mir nicht einmal meine Freizeit lässt.
"Wenn ich jetzt keine 11 h Ruhepause habe, werden mir die Stunden nicht angerechnet(Arbeitsschutzgesetz ist für die alt Katz wenn man es nicht einhalten kann)."

Nun "lange Rede, kurzer S.....z" wie manche Kollegen sagen,  ich stellte meinen Handywecker um 4:00.
Zu viele Diskussionen sollten den Abend nicht eintrüben. Ich konnte nicht einschlafen, nicht durchschlafen und um 3:45 kroch ich aus dem Nest.

Und ich stand um 17:00 Uhr da und hatte das gleiche Problem wie die Kollegin. 
"Kannst du früher kommen?"
"Scheße aber was soll ich machen?" sagte sie genervt.
"Früher kommen!" lachte ich.
.....
Ich hätte mich ausruhen können. Aber ich wollte Zoé noch ins Bettchen bringen, bei Oma Elke.
Frische Bettwäsche liebt Zoé. "huuuu, söhn....schschön!" korrigiert sie sich. Ohne Kater Maurice. Oma Elke hat Katzenhaarallergie.
Und ohne Maurice, schläft Zoé nicht ein.
"Na, dann nieße ich halt." Oma tut alles für ihr "frechen Fratz"

Ich auch  für alle....

Zoé hat so viele Menschen die sie lieben um sich herum.

Ich verpasse viel. Sie spricht deutlicher. 3sprachig und mischt die Sprachen nicht wie ich.
Ihre Motorik entwickelt sich rasant. Dazu tragen die Mädels sehr viel bei.
Und sie ist seit 6 Wochen pampersfrei. kein Fläschchen, keinen noch so bunten Kinderbecher. "Glas will ich!"  Sie ist nur um 1 Kopf kleiner als andere  Kinder mit fast 18 Monaten.

Wächst schon noch...