lundi 22 janvier 2018

Glückskeksphilosophie

 Die neue Woche hat begonnen. Ich habe einige wichtige Termine in diese Woche gepackt.
Schon um 8:00 Uhr hatte ich Labortermin beim Cardio.
"Wenn Sie jetzt schon da sind, können wir auch gleich ein EKG machen. Soll Hr. Dr. Blut abnehmen?" Die Assistentin sieht mich verlegen an. Beim letzten Mal hatte sie mir bei der Blutentnahme einen schönen Bluterguss verpasst.
"Ja nein!" Ich hoffe ich kann ihr die Unsicherheit nehmen." So schlimm war es auch wieder nicht. Es passiert. Machen Sie das Labor. Ich helfe wenn Sie nicht weiter kommen."
Sie atmete erleichtert auf.
Ihre Chefs sind sehr streng mit ihren Angestellten. Und maßregeln sie aber auch vor Patienten.
Man kann das auch anders vermitteln. In einer Früh- oder Abendbesprechung, oder mal kurz unter vier Augen.
Es gibt bessere Cardio- Kollegen. Keinen Grund sich den Erfolg raushängen zu lassen.
Und tatsächlich funktionierte die BE tadellos. Verkabelt und in Unterhose liege ich da und mir ist ein wenig kalt.
Die Kollegin kam rein, warf der Assistentin einen bösen "ich fresse dich jetzt auf" - Blick zu und wandte sich an mit mit einem "wunderschönen guten Morgen, Frau Kollegin." Ich grüßte knapp und sachlich zurück. Sie schaut auf das gschriebene EKG. Die Assistentin hat es mir ja schon gezeigt und ich kann auch auch EKG - Schrift lesen. Auch wenn man uns Schnippler nur Masaker zutraut. Und ich habe die blöden Zacken gelesen und verstanden.
"Was ist denn los? Nachtdienst gehabt? " Und ich vverneinte. Ich habe Urlaub und es geht mir bis zu leichten Übungswehen gut. Ich bin nicht erkältet und verausgabe mich nicht. Stress habe ich keinen.
"Das EKG gefällt mir gar nicht. Haben Sie Zeit mitgebracht?"
"Aber ja." Er hat mich begleitet. Und bestimmt fallen ihm die Augen zu, da er vom Nachtdienst kommt.

Die Assistentin sagte ihm Bescheid. Und er setzte sich auf den Angehörigenstuhl. Der Schrecken sitzt in seinen Augen.
Er verfolgte mit der Kollegin den Ultraschall.
Mir geht es gut. Punkt.
In zwei Wochen muss ich erneut hin.
Er ist im Begriff mich wie ein rohes Ei zu behandeln.
Pustekuchen!
"Ich bin kein rohes Ei und mir geht es gut. Das Baby ist gewachsen, die Werte sind optimal. Und du gehst zur  H ...und holst mir eine Überweisung für FFM und ich gehe dahin. Neben dem Zoo."
"Be nice!" zu müde um zu diskutieren. Fruchtet nicht.
Nach ein paar von den nicht jugendfreien Wortspielen und lädt er mich zum Chinesen ein. Danach kann ich ja wieder literweise Wasser trinken.
Wir waren schon ein paar mal da und das Essen ist lecker und die Leute sind höflich.
Ente mit Reis schmeckte super lecker und der Espresso aufs Haus war ebenso lecker.
Der Glückskeks.
Den stecke ich ein. Ich mag diese Kekse nicht.
Und nun ja. Glauben heisst nicht wissen. Und ich weiß es nicht. Ich bewundere Menschen die an irgendeinen Gott glauben oder einen leichten Aberglauben haben.
Ich bin keine Atheistin, aber ich habe Fragen.


Glück ist ein Augenblicksempfinden. Man kann nicht nur glücklich, oder nur ungkücklich sein.
Glück ist für mich Jetzt. Es hat auch Tiefe. Doch kann ich dieses Gefühl nicht erklären. Glück lässt sich nicht erklären. Ich möchte es nicht zerreden.
Je glücklicher ich bin, umso schweigsamer bin ich. Ich habe keine Antwort zur Frage. Und ich kann nicht das Gefühl erklären, so dass es verstanden wird, so dass es nachfühlbar wird.
Ich weiß, dass vom einem Augenblick zum anderen alles vorbei sein kann. Auch das Leben.
Zukunft ist Jetzt.
Natürlich denke ich auch an Morgen und an Übermorgen. Und ich habe auch Pläne und Hoffnungen. Doch die Angst spielt eine sehr große Rolle in meinem Leben.

Fazit: Glückskekse sind winzige Knospen von Hoffnung, an die man sich zumidest für einen Augenblick klammert.

Und ich klammere mich daran, dass die EKG Schrift einfach nur unlesbar war, wie meine manchmal ist.
Vielleicht war die Herzschrift so, weil ich glücklich war.
Vielleicht ist mein Glück zackig und krakelig.
©Émilia


Ich halte deine Hand an meine Wange und fühle,
wie zärtlich sie mich wärmt.
Ich drücke meine Lippen in deine Handfläche.
Ich küsse jeden Finger
Ich sehe in diese vertrauten Augen,
die mich liebevoll ansehen.

Du nimmst meine Hand,
hältst sie fest in deiner, berührst meinen Arm
und deine Hand ruht sich aus.

Wir verlieren uns
in unseren Augen
in unserem Kuss.
Deine Küsse sind keidenschaftlich,
deine Hände sind ruhig.
Du bist zu Hause
ich bin zu Hause
wir sind zu Hause.

Wir vergaßen die Welt um uns herum
Wir vergaßen, das wir in einem Café saßen.

©Émilia


Et plus l’on se regarde
Plus vite l’on s’égare
Dans les sables de l’âme
Qui nous brûlent les yeux.
©Émilia

dimanche 21 janvier 2018

Manchmal
schlüpfe ich in dein Schlafhemd,
gehe damit zu Bett und träume dich.
Du siehst mich an
und ich tanze im Glanz deiner Augen.

Dein Hemd ist mir Umarmung,
ist mir Haut,
ist mit Liebe durch die Nacht.

©Émilia
Was machst du, wenn ich dich nicht sehen kann?
©Émilia

Die letzten Amaryllis

 Die letzten Amaryllis bei Aldi entdeckt. Drei habe ich gekauft. Sie gehören zu meinen Winterlieblingsblumen.
Samtig, empfindlich und sie entafalten sich langsam.





Musik am Sonntag

Schön dass du da warst

Samstags mag ich nicht einkaufen. Nur in Ausnahmefällen.
Aber da unser Nagetieger das eine oder andere Ladekabel und Netzkabel zerbissen hat, mussten wir zu Saturn fahren.
"Die Anlage ist tot!" stellte er fest.
" Urkomisch. Gestern funktionierte das Radio noch." antwortete ich während ich meine Jeans anzog und feststellen musste, dass das Baby gewachsen ist.
"Die paar Minuten bis wir losfahren, willst jetzt noch Radio hören? Du kommst heute nicht in die Gänge."
" Ja sicher! Wirbelwind du hast Urlaub. Reg dich ab." lachte er.
Joo.
Ich hörte ein Zischen und ich sah winzige Funken. Die feinen Drähte waren bloßgelegt. Wie feine Nerven zeigten sie sich.
"Das Drecksvieh! Du verdammtes verfluchtes Katzenvieh!" fluchte ich.
"Musst du jetzt so fluchen? Es ändert nichts daran, dass das Kabel gefetzt ist." Und wie er auf Kater Maurice einredete als wäre er ein Kleinkind, brachte mich zur Weißglut.
"Maurice, wieso bist du so frech? Was du für Schäden anrichtest. Guck mich nicht so unschuldig an....."

Nach ein paar verbale Attacken fuhren wir endlich los.

Wenn wir mein Auto nehmen, fahre ich.

Chaotischer Samstag.

Mein Handy klingelte. Sch....e ich habe Urlaub. Trotzdem antwortete ich.
" Ich weiß, ich störe Sie nur ungern, aber....."und er listete auf wer fehlt. "Nur bis 18 Uhr bitte! Nur die eine OP....versprochen ich hänge dir noch den Montag und Dienstag an . Ich habe dich ja nur noch bis Ende Februar....."
"Die um 12:40 un die um 14:30 nehme ich und mehr nicht. Um 18 Uhr bin ich weg. Abendübergabe mache ich nicht. War eine Woche nicht da."
"Du bist ein Schatz! usw....."

"Wieso hast du zugesagt? Wir haben kaum Freizeit ....."
Für weitere Dikussionen hatte ich keine Lust. Und er war kaum zu stoppen.
Zum Glück war bei Saturn nicht viel los.

Das "Wer kann besser schmollen - Wettbewerb" wurde gestartet.

"Wenn das Baby da ist sind wir für drei Monate rund um die Uhr zusammen. Das wird eine Katastrophe werden."  wollte ich ihn aus der Reserve.
" Jetzt übertreibe es nicht Wirbelwind. Wird schön werden. Dein Temperament bin ich gewohnt. ich kann mithalten."

Ich war um 18 Uhr so müde, als hätte ich 24 h am Stück im OP gestanden.
"Schön dass du da warst!" "Dein Bäuchlein ist größer." "Unser Stationsbaby"

Die mausetote Anlage ..... ich kann es nicht ausstehen, wenn etwas nicht funktioniert.

Der Abend wurde trotz Chaos wunderschön.

Um 22 Uhr schälte er sich aus dem Nest und fuhr zum Nachtdienst.  Ich hbe noch eine Woche und zwei Tage Urlaub.



samedi 20 janvier 2018

Ich bin dir Liebe

Ich ein Wirbelwind
und du ein Baum.
Ich habe dich umtost.
Ich habe mit deinen Blättern und Ästen gespielt.
Ich habe deine Äste gebogen.
Ich wollte dch entwurzeln.
Doch du bliebst standhaft.

Und als der Wind sich legte
warst du noch da.
In dir habe ich ein Freund gefunden.

Ich übe sanfter zu sein.
Wie eine zärtliche Brise,
liebkose ich dich,
berühre dich
und umarme dich
um deinen Herzschlag zu lauschen.

Ich bin dir Liebe

©Émilia


vendredi 19 janvier 2018

Heute

Es gibt nur zwei Tag im Jahr, an denen man nichts tun kann.
Der eine ist Gestern, der andere ist Morgen.
Heute ist ein guter Tag für:


Immer wenn du mich anlachst, weiß ich, worum es im Leben geht......
um Uns

©Émilia



jeudi 18 janvier 2018

Die Stille nach dem Sturm


Als der Windtanz verlangsamte trocknete die Abendsonne die Tränen von den Fentserscheiben.
"Schade," denke ich. Ich habe die Regentropfen am Fenster, die Wolken die wie Windpferde über den Himmel galoppierten fotographiert.
Ich sehe nach ob der Wind im Hof und im Garten nichts umgeworfen hat. Ich fühle die frühabendliche Sonne auf meinen Wangen, auf meinen Schultern. Ich genieße diese Stille. Die Winterbäume stehen still. Auf manchen kahlen Ästen liegen von Zweigen geschützt, verlassene Vogelnester.
Ich habe Chaos erwartet. Donner, Blitz, Regen und Schnee habe ich erwartet. Ich hatte Angst. Die riesige Blaufichte hätte mit der Fingerspitze die hintere Hauswand erreicht, hätte der Sturm sie umgeworfen.
Wie angewurzelt stehe ich da und beobachte den Himmel.
Die Sonne verabschiedet sich langsam.


Ich atme auf.

Und ich habe vor Augen und in den Gedanken, doch viel mehr im Herzen habe ich:
Die Bäume und der Wind
sie könnten die Liebende sein,
die sich unter dem Regen küssen,
sich in den Armen wiegen
und töricht verliebt tanzen.
Sich an den Händen halten, während die Sonne untergeht.
Manchmal sogar schamlos über eine dumme Dinge streiten,
Sich küssen und versöhnen werden.
Um sich dann sich still in die zu Augen sehen,
die Augen schließen und voneinander träumen.

Die Stille nach dem Sturm

©Émilia


indigofarben














Still Yours

Die Ruhe vor dem Sturm

Regenverhangen der Himmel.
Aus den dunkelgrauen Wolken
fallen große und kleine Tränen
die an den winterkahlen Ästen und Sträuchern hängenbleiben
als würden sie sich an ihr Leben klammern.

Der Wind ist still.
Er berührt hie und da ein morbides Blatt
und haucht ihm für einen Augenblick Leben ein,
oder er fordert ein Zweig zum Tanz auf.

Ist es die Ruhe vor dem Sturm?

Warum werden Stürme nach Menschen benannt?

Sind ihre Gedanken Donner
und ihre Augen Blitze?
Ist ihre Stimme  so beruhigend wie fallender Regen
oder so sanft und leise wie Schnee?

Streiten sich Himmel und Erde?

Noch lächeln sie sich gegenseitig an.

©Émilia










mercredi 17 janvier 2018














C'est un âne qui dort

Auszug aus ...dem "Märchenbuch"
Hinten in der rechten Ecke entdeckte sie ein großes graues Tier.
Es ist ein schlafender Esel.
"Kinder, seid ganz leise," flüsterte die Lehrerin.
"Lasst den Esel schlafen.Weckt ihn nicht auf. Macht keine Witze über sein Schnarchen.
Wenn er nicht schläft, ist er oft unglücklich. Er isst und trinkt nicht jeden Tag. Er ist verträumt und stur. Er mag auch nicht so viele Menschen um sich herum die ihn bewundern oder über ihn lachen." erlärte der Tierpfleger.
Der Esel rekte sich auf seinem Strohbett, gibt ein paar Laute von sich, als würde er träumen.
Die Kinder kicherten so leise, damit sie den Esel nicht beim träumen störten.

"Man sagt, dass das Huhn träumt vom Weizen und der Esel vom Hafer." erklärte die Lehrerin.

"Große Leute sagen das, um etwas zu sagen," sagte Aenna. "Woher wissen die großen Leute wovon ein Esel träumt? Träume sieht man nicht. Sie sollten sich besser um ihre Träume kümmern. Sie haben ihre eigenen Träume und Albträume."
Mit so einer Antwort hat weder die Lehrerin noch der Tierpfleger gerechnet.
"Ich will damit sagen, dass Tiere auch träumen." sagte die Lehrerin daraufhin.

Auf dem Stroh neben seinem Kopf liegen zwei Federn. Vielleicht hat ihn ein Vogel besucht.
Vielleicht hat er die Federn vor dem Einschlafen gesehen und träumt er wäre ein Vogel und könnte fliegen.

Oder  er träumt vielleicht von etwas anderem.
Zum Beispiel, er sei ein Mensch, ein Junge der sich in der Schule in der hinteren Bank versteckt, weil er seit ein paar Tagen keine Hausaufgaben gemacht hatte.
Ein kleiner Junge, der angst hat, dass der Lehrer zu ihm sagen wird:
"Du bist ein Esel, Pierre!"
Es ist katastrophal für Pierre. Er wird weinen. Und die anderen Schüler werden lachen. Sie werden ihn auslachen. Ihn verspotten.
"Du hast dich ab sofort in die erste Bank zu setzen Pierre!"
Wiederwillig setzte er sich in die erste Bank. Die anderen Schüler lachten über ihn.

Der kleine Junge machte zu Hause alle seine Aufgaben nach und zeigte sie am nächsten Tag dem Lehrer.
Der Lehrer strich im über den Kopf und sagte: "Das ist in Ordnung, Pierre!"
Und vielleicht lächelte der Esel im Traum, wie der Junge seinen Lehrer anlächelte.

Und wenn der Esel das nicht träumte, träumte von etwas anderem.
Alles, was wir wissen können, ist, dass er träumt.
Jeder träumt. Auch Pierre träumt.
Und jeder ist verträumt. Und jeder lacht oder weint im Traum.

Der Esel kam aus seinem Versteck im Stroh und begrüßte die Kinder mit einem lauten
I.....aa.
Und die Kinder lachten mit ihm.

©Émilia




lundi 15 janvier 2018

Wir sind alle Schneeflocken
Schweben in der Luft
bis wir unseren Platz finden.
Dann setzen wir uns auf ein Haar
auf eine Schulter
auf eine Wimper
oder auf eine Hand
als Schneekuss.

Alles was wir tun können
das zu geben
was uns von den anderen Schneeflocken unterscheidet
bevor wie als Wassertropfen im Haar versinken,
als Wassertropfen unter die Haut gehen
als Träne von einer Wimper fallen
oder in einer Hand gehalten werden
bevor wir schmelzen.

©Émilia
Mein erster Urlaubstag ist schon verflogen. Der Handywecker klingelte für ihn und nicht für mich. Fühlt sich gut an, da ich weiß, ich kann mich umdrehen und weiterschlafen.
Aber ich war wach.
"Komm, feiern wir deinen ersten Urlaubstag" flüsterte er.
"Aber ja, das im Halbschlaf." lachte ich los.
Ein guter Start in den Tag und in die neue Woche.
Es blieben anschließend noch ein paar Minuten für einen Zauberkaffee mit ganz viel leckerem Milchschaum.
In letzter Zeit vertrage ich Milch. Ich übertreibe es jetzt nicht mit Milchprodukten, die ich davor nur ab un an genießen konnte, aber ein Zauberkaffee anstatt bitteren Espresso ist gut für die Seele.
"Drehe mir nicht die Hütte auf den Kopf!" lachte er, weil er genau weiß, dass ich noch Einiges schaffen will, damit wir es gemütlich haben.
Ab und zu machte ich eine kurze Pause, nahm mein Notebook und schrieb.
Um 13 Uhr wollte ich mir im TV eine Dokumentation ansehen und legte mich im Wohnzimmer auf die Couch. Um 14:48 wachte ich auf und musste mich zuerst finden.
Der Regen prasselte an die Fensterscheiben und ich lauschte den Regengesang.
Ich hatte noch ein wenig Zeit bis er vom Dienst kam.
Morgen haben wir um 13:30 Dienstbesprechung mit Teilnahmepflicht. Es gibt Änderungen (Kollegen, Arbeitszeiten, neue Assistenten, Überstundenregelungen die nur wenige unterzeichnet haben usw.)Da muss ich dabei sein. Ich spreche nicht von Wollen.
Danach schaue ich in der Praxis bei der Kollegin vorbei. letztens war sie mit mir zufrieden.
Und nun genieße ich den ersten Urlaubsabend, mit Babyflüstern. Er singt ihr Schlaflieder und ich genieße es, wie sie sich ab und zu heftig bewegt. Sie ist kräftiger geworden. Ich hoffe sie erreicht die 3.000g . Das reicht schon.
Nächstes Jahr um diese Zeit..........meine Götter......ich bin so ungeduldig......kann es kaum erwarten......


Wenn Sonnenblumen an fallende Sterne denken

Die Sonnenblumen
sehen sie jede Nacht
Sie sind der Sonne zugewandt
Sie sind dazu verdammt, die Sterne zu sehen
die als Sternschnuppen vom Himmel fallen.

Und sie fragen sich, ob es im Himmel Sommer ist
und ob die ommerhitze sie austrocknet
oder es ist Frühling und sie haben nicht genug Sonne,
Gibt es Himmelswurzeln, die verwelken
damit die Sterne nicht mehr miteinaner verbunden sind
und vom Himmel fallen
um Liebenden Wünsche wahr zu machen.


Vielleicht wissen die Sterne nicht
dass der Himmel ihr zu Hause ist

Vielleicht wissen die Sonnenblumen nicht
was sie vermissen, indem sie nur in eine Richtung blicken.

Vielleicht vermissen sie nichts.

Vielleicht ist es besser nichts zu wollen
nichts zu vermissen
und sehen, wohin es uns führt
wenn man sich jemandem zuwendet
der Sonne bei Tag und Stern bei Nacht ist
©Émilia





dimanche 14 janvier 2018

Ich lerne immer noch
mein Herz nicht für Menschen zu verschwenden
die ich liebe aber sie mich nicht lieben
wie ich sie liebe.
Dinge, die nicht passieren werden, weil sie nicht passieren dürfen
Dinge, die nicht sein können und dürfen.

Es ist überhaupt nicht richtig
die Fackel für jemanden zu tragen,
wenn man es nicht aus tiefstem Herzen will.

Ich lerne immer noch mein Herz hineinzulegen
was für mich wichtig ist
in jemanden der mich inspiriert
der mein Herz höher schlagen lässt
und für etwas Warmes
um es zu halten und es zu tragen.
In jemanden der mein Ich mit Liebe füllt
in etwas wo ich mich zu Hause fühle.

©Émilia
Ich saß den ganzen Samstag Nachmittag da und hatte alle Götter gegen mich aufgebracht.
Ich habe von Freitag bis Sonntag freizeitausgleichfrei und wollte uns eigentlich einen schönen Samstag Nachmittag und Abend zaubern. Ich hatte gerade den Teig für ein Kartoffelbrot mit eine vorgewärmten Küchenhandtuch zugedeckt und wollte ihn zum Gären wegstellen, als mein Handy klingelte. Mein mittlerer Bruder.
Eigentlich ruft er nie für einen Smalltalk an. Seit Weihnachten ruft er einmal die Woche an, um zu hören wie es mir geht, wie es uns geht und ob alles in Ordnung sei mit seiner Nichte.
Er weiß dass ich Freizeit habe. Ich habe es ihm mitgeteilt.
"Grüße dich Schwesterle!" Und er ist ein Mensch, der immer auf den Punkt genau den Grund für seinen Anruf nennt. An seiner Stimmlage konnte ich erkennen, dass es dingend ist und dass er meine Hilfe braucht. "Ich habe darüber nachgedacht, habe mir es gründlich durch den Kopf gehen lassen, ..... der Logiker, dachte ich ....und ich war da und da und auch da, wie du mir geraten hast. Die wollen einen Bussinesplan und das und jenes von mir."
Aber ja, das wusste ich und ich dachte, er kann es weil er so viel kann und er der Logiker und der praktische Mensch, der so viel besser ist als ich, hat den riesengroßen Durchblick.
"Na, dann hast du ein volles Wochenende," sagte ich und wünschte ihm Durchblick und Glück.
"Weißt du wie das geht?" fragte er hoffnungsvoll.
"Iiiiiich, meine Götter, weißt du wie lange das her ist, als ich für ......gemacht habe. Aber das war für eine Praxis. Ich bin doch so lange weg, Ich kenne mich gar nicht mehr aus mit dem Rechtlichen bei euch. Und ich kenne mich mit dem Handwerkskram gar nicht aus."
"Ja aber der Bussinesplan doch gut für die Praxis."
Aber ja, da hatte ich Ahnung auf was ich achten muss und die Zahlen stimmten. Ich habe aber 0 Ahnung von Holz, von Skulpturen, von Aufarbeitungen. 0 Ahnung was das kostet und keine logische Zahlen."
"Also dein letztes Wort ist Nein."
"Ja nein, aber ich muss logische Zahlen haben, eine logische Vorstellung und deine Daten. Und wenn ich 0 Ahnung habe, kann ich dir nicht helfen, weil wenn es schief geht, wirst mir die Augen auskratzen."
Und wir diskutierten heftig, verbal etwas zu heftig, aber wir stritten nicht.

Ich habe ihm versprochen zurückzurufen.

Nachdem ich den gut gelungenen Teig im Ofen hatte und sehnsüchtig auf das leckerste Brot waretete,  nutze ich die Zeit für ein Bad und ein bisschen Styling. Ich gätte meine Strubbelhaare nicht mehr. Ich habe eine gute Haarkur empfolen bekommen und macht meinen Strubbelkopf kämmbar.

"Nächste Woche mache ich mir einen Termin aus um die Spitzen zu kappen."

Und die Götter waren gegen mich als ich Lars vom Anruf meines Bruders erzählte.
"Lass die Finger davon. Ich möchte es nicht, dass........." Familie ist für ihn ein rotes Tuch. Äußerlich blieb er ruhig wie immer und redete ruhig auf mich ein. Und er hatte Recht mit dem was er sagte.
Meistens hat er recht. Innerlich ist er auf 200 . Und es beschäftigte ihn den ganzen Abend.
"Wenn du noch einmal jemanden helfen willst......ohne mich."

Das ist viel. Alles. Und ich denke nicht. Alles oder gar nichts.
"Du weißt ja wo die Tür ist!" schreie ich ihn an.
"Du auch Wirbelwind. Ich bleibe und du schreist hier nicht herum, wenn du dein Kopf nicht durchsetzen kannst."

Dann rief er meinen Bruder zurück und machte ihm Vorschläge.
Dann machten wir uns an die Arbeit. Das Gerüst steht, die Zahlen muss mein Bruder eintragen. nach zwei Stunden und ein lächelndes "so schnell geht das" ließen wir die Dateien meinem Bruder zukommen.

"Du warst wütend." wollte ich diskutieren.
"Ein wenig ja. Aber ihm kann ich es nicht abschlagen. Bei jedem anderen in deiner und meiner Familie hätte ich Nein gesagt."

Mit einem Einzelgänger ........es ist schon anstrengend niemanden um sich haben zu wollen .......

Mit Liebe akzeptiere ich das





vendredi 12 janvier 2018

Manche Menschen verlieben sich nur in die Berührung einer Hand oder in ein kaum wahrnehmbares feines Lächeln, während sich manche Menschen in die Art und Weise verlieben, wie der Wind mit den Haaren spielt. Und manche Mensche lieben es anderen in die Augen zu sehen, bis sie sich darin spiegeln.

Liebe ist so ein Geheimnis und wir Menschen, verlieben uns auf die geheimnisvollste Weise.


Ich habe mich in deine Art verliebt


wie du mich in deine Arme nimmst und mich hochhebst


als wäre ich ein kleines Kind.


Ich liebe dich deswegen, weil ich dann so groß bin wie du


©Émilia

Januarabendhimmel

Diesen Abendhimmel
wie die untergehende Sonne
ihn für einen Augenblick rot färbt
und die Farbe sich auflöst
als würde jemand rauchfarben
über die Sonne malen
und den Himmel verschmieren
Ist irgendetwas zufällig?

Ich stehe still, ehrfürchtig
und ich bin so klein,
nur ein Punkt,
Und ich betrachte das  Meisterwerk
entlang der Horizontlinie

Aus dieser weichsten Stille
Ich weiß, wie ein Flüstern klingt
umgeben von der sanftesten Stille,
wo ein Herzschlag
lauter wird in dieser erhabenen Stille.

Es ist alles
es ist so wenig
und doch so viel,
so bedeutungsvoll
mit dir auf der Bank im Hof zu sitzen,
diese Farben und diese Stille zu genießen.

Wir
meinen Kopf an deine Schulter gelehnt,
dein Mund in meinem Haar versteckt.
Nur Herzschläge und Küsse
und wir
wortlos…
wir


©Émilia




Definiere meine Liebe nicht

Ich träume von Orten,
an denen ich zu Hause war
und ich sehne mich nach Menschen,
die mein Herz berührt haben.
Aber du, mit einem Blick,
der nicht über den Tellerrand sehen will
und einem kleinen Herzen,
in dem ich kaum Platz finden kann,
hast den verrückten Mut, zu sagen,
dass ich keine Ahnung habe, was Liebe ist
und ich dich nicht liebe
wie du mich liebst.

Vor der Tür ist der Weg.

Aber sehe mich nicht an
als würdest du mich auffressen
um mich für immer in dir zu tragen.

©Émilia





3 Minuten und 44 Sekunden Zeit


Phantasie, Können, Musik, Kunst und Genuss.
Ganze 3 Minuten und 44 Sekunden  den Alltag vergessen und genießen.


jeudi 11 janvier 2018

Du und ich



Du und ich,
wie zebrochenes Porzellan,
nichtwissend, welches Stück zu wem gehört.

Du und ich,
wir sammeln uns gegenseitig auf.


Du und ich,
die Farben, die Muster,
das Herz in der Schale

Und unsere Hände,
unsere Finger
die uns zusammensetzen und zusammenkleben.
Und der feine Staub der übrig bleibt
und die feinen Nähte
die uns an unsere Verletzlichkeit erinnern

Du und ich,
eine Herzschale und eine Seerose
und der Augenblick
in dem wir die Welt um uns herum vergaßen
Diese Stille und diese Stille um uns herum.

Du, ich, wir

©Émilia
Frühdienst und ziemlich ruhig für Mittwoch.
Zeit für ein kurzes Schwätzchen mit Kollegen. Mein vorletzter Tag vor dem Urlaub. Freitag, Samstag und Sonntag habe ich Freizeitausgleich. Dem Kollege der mich vertreten wird alles ausgehändigt was er haben muss und ihm gezeigt wo er was findet. 
Die Rettung meldete einen Notfall.
Ich bin um 8:15 im OP eingeteilt. Also will ich mich nicht drücken und den Diensthabenden vorschicken, der noch 1 h Dienst hat.
Eine 72 jährige Patientin die nach dreitägigen Magenschmerzen mit Übelkeit trifft ein. Die Angehörigen wählten den Notruf, da es der Mutter immer schlechter ging.
Die Patientin ist kaltschweißig, übergewichtig, mit schwachem Puls und Blutdruck. Bis sie auf der Liege lag, fanden wir nur noch einen sehr schwachen Puls. Ansprechbar ja, klagt über Magenschmerzen und Übelkeit.
Alte Menschen essen und trinken manchmal wenig oder gar nichts, weil sie oft kein Hungergefühl haben. Schnelllabor gemacht und die Werte sind im Normbereich.
Der Assistent fühlt keinen Puls. Ich auch nicht.
Der Diensthabende und das Notfallteam werden angepiept. Keine Zeit ist zu verlieren und der Assistent und ich holen sie zurück.
Sie wurde schnell auf die Cardio gebracht und verstarb nach 15 an einem Hinterwandinfarkt.

Bei einem Herzinfarkt schmerzt nicht das Herz.
Die ersten Symptome für einen Herzinfarkt können sehr verschieden sein:
• Brustschmerzen
• Schmerzen im Halsbereich, Unterkiefer
• Schmerzen auf beiden Seiten der Brust
• Magenschmerzen, Übelkeit, Husten
• Schmerzen im Rücken
• Atemnot.

Ob man sie hätte retten können, wäre sie früher  ins  Krankenhaus gebracht worden?
Vielleicht, vielleicht auch nicht.




Auch wenn ich dich nicht denke,
denke ich dich  ab und zu.
Ab und zu
verflechtest du dich
mit einem Gedanken.

Wenn ich über etwas anderes rede
rede ich von dir.
Wenn ich zufällig gehe,
gehe ich auf dich zu.
Ich schließe die Augen,
ich will dich nicht in meinem Ich haben.
Ich höre Musik
und verkläre alles was ich liebe:
Balladen, Melodien.
Sie sollen mich nicht an dich erinnern

©Émilia



mercredi 10 janvier 2018

Moments







Herzhautseide


Zwischen Ja und Nein liegt die Welt
Ideen verblassen und Wünsche verlieren Farbe
Ideen verblassen in der Stimme darunter,
Eine Agonie legt sich wie ein Schleier um das Ich.
Gedanken verwandeln sich in traurige Worte
die ungesagt sich in eine Ecke legen und schwer werden.

Liebe verändert sich in Jahreszeiten
in denen die Farben schillern.
Du öffnest sanft meine Herztür
und kriechst unter meine Herzhäute.
Herzschlag für Herzschlag
lässt dich wiegen wie ein Kind.


Ich bin verloren in diesen ruhelosen Gezeiten,
ein wanderndes Herz aus ängstlichen Fasern
zerwühlt wie ein Federbett, nach ruhelosem Schlaf.
Deine Finger klammern sich an meine Herzhäute
dich zu lieben wird schmerzhaft.
Sie werden ein durchscheinendes Gewebe
Seide - Herzhautseide.

Du hast dich verändert - und ich auch.

Damit ich mich nicht ganz auflose
und meine Wildheit verblasst
muss ich meine Herzhäute einsammeln
und wieder festigen

©Émilia

mardi 9 janvier 2018

Es kommt eine Zeit, in der nichts sinnvoll ist - außer sich der Liebe zu ergeben.

Willst du meine Hände nehmen?
©Émilia
Wenn die Nacht sprechen könnte,
hätte sie dir von all die kleinen Dinge erzählt 
die dich zum Schlafen gebracht hätten.

Über all die Dinge und Worte
denen wir so wenig Bedeutung schenken,
bis wir sie vermissen.
Ein Lächeln im Schlaf,
eine Träne im Augenwinkel
wenn die Freude so verlegen groß ist.
als wäre sie verboten.
Ein Lachen das ein Ich liebe dich ersetzt


Du würdest wahrscheinlich lachen,
wenn die Nacht die Geschichte erzählt
und dann weinen, wenn die Geschichte endet.

Wenn die Nacht sprechen könnte,
wäre es möglich dass sie dir erzählt,
von den kleinen Dingen die eine große Bedeutung haben
wenn wir uns danach sehnen

©Émilia

lundi 8 janvier 2018

Samstagsdienst, da zwei Kollegen FZA  wegen ihrem religiösen Feiertag bekommen haben und eine Kollegin die heute BD hätte, erkrankt ist.
Die OPs verschoben sich um Stunden und Schichten.



Zuerst eine laparoskopische Unterbindung(Sterilisation) bei einer Patientin mit überstandenem Mamma Ca.

"So ein bisschen Ei ankokeln" wie eine OP-Schwester sagt, geht zügig von statten. Keine schwere OP. Aber es hat lange gedauert bis ich darin Routine hatte.

Den Overhold-Greifer um das OP-Feld gut auszuleuchten, invasiv führen und gleichzeitig den Fußschalter für die Koagulierschere zu bedienen, an welche ich kleiner Zwerg von meinem Höckerchen aus leider schlecht dran komme.

Ich genervt, da dieses Multitasking mich anstrengte und zwei Assistenten im 2 Jahr sich verbal in die Wolle bekamen wegen ihren Kursvorbereitungen und die Patientin bis an ihr Fruchtbarkeitsende (Menopause) stocksteril, verlasse ich den OP und verbringe eine Kaffeepause(mit Tee) im Aufenthaltsraum.

"Ja sach ma, ham wir heute Tittentag?" Schwester Jutta unsere älteste Schwester will uns ein wenig aufheitern.

Tatsächlich 2 Mamma Ca hintereinander.

Die nächste Dame auf dem OP-Tisch ist meine Lieblingspatientin der Woche – 80 Jahre alt, Mamma-Ca, außerdem klein, zart, multimorbide – und bis zu den haarwurzeln voll Angst, bei dem Eingriff zu versterben. Erst als ich ihr im Einleitungsraum die Hand hielt, durfte der Sandmann seine Narkose beginnen, und auch nur nach mehrmaligem Versprechen, dass ich auch ganz bestimmt im Saal bleibe und „ein Auge auf sie“ haben werde.

Nun – mehr als das, ich durfte den Eingriff sogar durchführen! Nicht meine erste Ablatio mammae – aber Lieblingspatientin ist Lieblingspatientin. Erst ein bisschen zaghaft, dann, als es nicht wirklich schrecklich bluteet schon zügiger, bahnte ich mir meinen Weg durch das bisschen Großmütterchen-Fett, bis hinunter auf die Faszie des Musculus pectoralis, welche ebenfalls weichen musste

Nachdem ich gut 10 Miunten lang schnippelte, schnitt, koagulierte und weiter am Tumor schnitt ist der Tumor samt Sicherheitsabstand und altem Drüsenkörper vom Rest der kleinen Frau getrennt, und ich brachte erleichtert meine Faden-Markierung am Präparat an. Dann noch Blutstillung, zunähen, fertig. Alle schauten zufrieden und ich war zufrieden und erleichtert, dass Großmütterchen aufwachen wird und ihre Urenkel wieder umarmen können.Die nächste OP macht ein Kollege – weil ich nicht mehr länger als 4 h im OP stehen darf und selbst operieren und ich assistiere.
Eine Anfang 50jährige, deren linkes Brustimplantat nach 10 Jahren Verweildauer skurill verformt einer massiven Kapselfibrose zum Opfer gefallen ist und nun dringend entfernt werden sollen. Wer auch immer nur im entferntesten an die Vergrößerung seiner Brüste gedacht hat – beim Anblick DIESES Eingriffes wär auch dem letzten fanatischen Anhänger plastischer Schönheitschirurgie der Spaß am Implantat vergangen.

Der Rest des völlig atrophen Musculus pectoralis klebt wie fest zementiert an der Silikoneinlage und läßt sich nur millimeterchenweise mühsam abpräparieren. Dazu blutet die ganze Sache wie Sau – und sieht nach Beendigung des Massakers auch nicht wirklich besser aus als vorher. Jetzt bekommt der Busen erstmal eine Erholungspause von mehreren Wochen, um dann herauszufinden, wie man den kläglichen Rest nochmal ein wenig schönschneiden kann…

Teamwechsel.

Punkt 4 auf unserer heutigen OP-Liste: eine vag. HE! Doch die macht auch mein Kollege. Wir sind mittlerweile wieder ein gut eingespieltes Team: ich weiß in der Regel, was er will (und er will eigentlich nicht viel), und was ich nicht wissen kann, bekomme ich gesagt. Und so schaffen wir es in sagenhaften 35 Minuten, wild Seitenblätter, Wertheim-Klemmen und Scheren jonglierend, einen 400g schweren Riesen-Uterus fachmännisch auszubauen, einzudosen und alles sauber zurück zu lassen.

Mein OP Tag hatte ein gutes Ende

Tatsächlich Tittentag. 

Ein paar richtig versaute Witze muss ich mir noch reinziehen. Einer war nicht begeistert.  "Bist du pervers! Ich warte im Auto auf dich." Perverse Witze ist nun mal nichts für ihn.

"Sag ma, versteht der überhaupt Spaß?" 
"Aber ja" sagte ich. 
"Hauptsache ihr versteht euch."

Meistens ja.
Und ich kann wunderbar Ruhe tanken in seinen Armen.

dimanche 7 janvier 2018

Unter den Berührungen des Windes
wiegt sich der Grashalm
biegt sich der Grashalm
dem Wind entgegen.
Die Regentropfen
fallen auf die Meereshaut
die Sinne ziehen Kreise
und tauchen unter die Haut
bis die Wellen tanzen.
Wenn du mich träumst,
legst du dich im Traum neben mich
ich fühle deinen Atem auf meiner Wange
und deine Finger in meinen Haaren.
Ich lege meinen Kopf auf deine Brust
und wenn ich aufwache
sehe ich auf die leere Bettseite
und flüstere im Halbschlaf:
"Habe ich deinen Herzschlag geträumt?"

©Émilia
Begegnen wir uns
wo der Himmel die Erde berührt.
Warten wir einen Augenblick
bis die Welt sich um uns dreht
Sich in den Menschen den man liebt, sich immer wieder neu verlieben, ist wie ein Lieblingsbuch, das man immer wieder gerne liest und jedes mal etwas Neues entdeckt.
©Émilia
Ich danke den Sonnenstrahlen

für ihre Küsse die meine Tränen trockneten,

als der Regen meine Augen mit seinen Tränen überschwemmte.

Und ich danke dir

für den Morgenkuss, für den Abendkuss und den Gutenachtkuss.

Eigentlich für alle Umarmungen und für alle Küsse.

©Émilia

Gardinenkleid

Wie es auf dem Land so üblich ist, hat man neben dem Haus eine Sommerküche und eine Waschküche. Damit das große Haus rein bleibt.
Omas Residenz. Bis die endlich nach Omas Wünschen fertig war, dauerte es eine Ewigkeit. Die ewige Baustelle. Im Winter überlegte sie sich wie sie ihr Huuus im Sommer gestalten könnte. 
Damit Oma "still ist" bekam Opa hinter dem Haus seine Werkstatt. Den einen oder anderen Werkstattschrank drapierte er mit Strumpfhosenwerbung, oder Frauenbeine. 
"Eine Frau muss immer schöne, gepflegte Beine haben." Die hatte Oma auch. Sie hatte immer auf ihre Beine geachtet um Opa zu gefallen.
Ich war in der ersten Klasse als Oma mit dem Gedanken spielte ein Salon und einen Schlafzimmer anzubauen. Und Opa gehorchte. Wir Kinder durften auf der Baustelle spielen. Es war der schönste Spielplatz den wir je hatten. Wir spielten im Wändelabyrinth Verstecken. Wenigstens ließen wir die Wäsche an den Leinen in Ruhe.
Das Haus hatte keinen Eingang. Die Küche war gleichzeitig der Eingang und Spielecke.
Im Sommer stand die Tür tagsüber immer offen. Mal wanderten Kröten in die Küche, mal verirrte sich eine Wildtaube darin. Mäuse überlebten nicht, denn wir hatten Katzen. Im Sommer ein paar Mücken. Und Oma war großzügig mit dem Mückenspray.

Oma nähte jeden Winter neue Türvorhänge.  Aus Samt für den Winter, aus Seide für Feiertage, aus Leinen für den Sommer. Mit Rüschen und Bändern, damit man sie bei Bedarf auch zusammenraffen konnte. Ich liebte es mich in die Vorhänge und Gardinen zu wickeln.Wie Brautkleider. Oma kaufte teure Gardinen mit schönen Mustern. 
Und jedes Mal löste ich bei Oma einen Schimpfanfall aus.
Der Vorhang "Scheiss Fetzen" wie Opa  sich darüber lustig machte, war eine Landkarte mit Handspuren, Werkstatöltropfen, Schokolademünder, Rotznasen, Kratzbaum für die Katzen. Als Opa irgendwann die Holzkörbe zu schwer wurden, blieb er darin hängen, und der eine oder andere Vorhang hing dann in Fetzen.
"Komm, wir tragen den Holzkorb zusammen rein." sagte sie und wartete nicht auf Opas Antwort.
Als Opa nur noch  "Haut und Knochen" war oder wie Oma zu sagen pflegte "eine Handvoll Mensch",
ersetzte ein Bollerwagen Marke OPA  Eigenbau den Holzkorb. Obwohl alle Familienmitglieder ihr gerne beim Holz reintragen halfen, sie musste noch einen Wagen voll holen, damit genug da ist.


Ich liebe Landhausstil. 
Mit einem Vorhang als Raumteiler hatte ich kein Glück. Kater Maurice zog sich daran hoch und  blieb darin mit den Krallen hängen. So  riss er  den Vorhang aus den Schienen. Gestern habe ich den  gelöcherten Vorhang dann abgenommen. Ihm damit ein paar über die Ohren geschlagen. Das Vieh kann nerven.
Später als ich mich auf die Couch legte und ein Buch auf Kindle las, legte er sich neben mich und schmiegt sich an meinen Bauch, als würde er den Herzschlag des Babys lauschen, und schlief.


Je te rêve.

samedi 6 janvier 2018

Es ist 4:20 Uhr sagt der Handywecker. Das Nachtlicht zeigt mir den Weg vom Bett bis zur Wohnzimmertür. Kater Maurice mag keine geschlossenen Türen und ich mag keine zerkratzten Türen.
Ich habe die Tür noch nicht erreicht, rennt das Fellmonster an mir vorbei und mit einem Satz sitzt er wie eine schwarze Statue auf dem Bett. Ein schwarzer Fellfleck in der Landschaft.
"Raus" sagte ich bestimmend.
Und das Wollknäuel überholt mich und setzt sich in der Küche auf die Arbeitsplatte.
"Weg hier! Runter mit dem Arsch von der Küche!"
Für dieses Geräusch, dass er immer von sich gibt, wenn ich mit ihm schimpfe, könnte ich ihn knuddeln.
Während ich das Katzenfrühstück zubereite mit Futter und Wasser und Snacks, setzt er sich vor die Kaffeemaschine.
"Kaffeekapseln! Neues Spielzeug!" Und er langt mit seiner langen Pfote in den Kapselbehälter und fischt eine nach der anderen raus und kickt die auf den Küchenboden. Fußball mit einer Editionskapsel.
Gut gelaunt und voller Elan war ich als ich mich aus dem wamen Bettzeug schälte, jetzt muss ich mich aber sputen und mein Elan ist fast weg. Die gute Laune noch nicht.
 Zähne putzen, duschen, Haare striegeln die viel zu lang sind sich ungern bändigen lassen, Pausenbrote schmieren, Wasser einpacken, einen Espresso trinken, Nachrichten schreiben und weg.

So die normale Reihenfolge, wenn nichts dazwischen kommt.
Das Mysterium der fallenden Espressotasse, zum Beispiel. Keine Nostalgietasse, aber eine Tasse liegt in Scherben auf dem Küchenboden. Zum Glück verteilte sich der dunkelbraune See nur auf den Fliesen.
Und die Scherben verteilten sich überall hin.
Handfeger und Mistschaufel holen und alle sichtbaren Teile die einmal eine Tasse bildeten auffegen. Geschafft.
"Ja und was ist wenn doch die Katzen an den feinsten Krümelchen Porzellan verletzen?" denke ich und renne zum Abstellraum den Staubsauger holen.
Ich sehe kurz auf die Uhr "es wird knapp" und sauge schnell alles Sichtbare auf.
Warnnachrichten sind raus.
Ich trottele zur Garderobe, schlüpfe in meinen Mantel und bin weg. Für ca 4 Stunden bin ich im Dienst. Kurzer Tag, eine OP bei der ich dabei sein muss.
"Bis du nach Hause kommst glänzt es hier. Versprochen. Ich warte auf dich."

Der Himmel regnet, die Erde kann so viel Wasser gar nicht mehr trinken.
Und mir ist kalt. Ich fahre wie immer schnell. Ich muss mich langsamer fahren.
Ab Morgen werde ich langsamer fahren.

"Bist du da?" werde ich von einer Kollegin begrüßt.
"Nein. Nur für die 9 Uhr OP. Herr......"
"Ja aber .....wenn du....."
"Ich habe zu tun..." und weg war ich.

Im Aufenthaltsraum auf der Teeküche stehen zwei Töpfe. Riecht nach Essen. Nicht unangenehm.
Haben die Schwestern und Pfleger tatsächlich einen ihren Kollegen, der frei haben möchte, er soll hier was für die Kollegen ausgeben. Heute feiert er Weihnachten oder Neujahr und wollte drei Tage Freizeitausgleich. Egal. Manche Religionen muss man nicht verstehen.
Aber ja haben die nur Spaß gemacht, er möge was springen lassen. Er hat es ernst genommen.
Ich werde eingeladen und lehne höflich ab. Wegen der Üblekeit verzichte ich vor OP auf Essen und Trinken.
"Ich lass dir was übrig!" ruft eine Schwester mir hinterher.

Nach der OP, die komplikationslos läuft, übergebe ich die Nachsorge dem Diensthabenden und fahre nach Hause. Das große Weihnachtsessen mit Kollegen - keine Lust und keinen Hunger.

Jetzt habe ich endlich Freizeit








Ich glaube an Loslassen ...


Ich lasse es nicht mehr zu,
dass Ärger eiterig wird und sich in Wut verwandelt.
Ich verstecke mich nicht in den Tiefen dieses tückischen Käfigs,
Meine Worte sollen fliegen und überall ein Lächeln aufwirbeln,
nicht in Bitterkeit getränkt sein.
Ich will nicht im Fluss der Emotionen ertrinken.

Ich weiß, dass ich tief in deinem Herzen wild bin.
Ich weiß, dass ich mich unglaublich verloren und zerrissen fühle,
auf der Suche nach diesem ruhigen Regenbogen nach einem unerwarteten Regen.

Ich glaube daran ich kann mit Liebe auf die kommenden Tage sehen
Ich glaube daran loszulassen.
Der vergangene Tag, verlorene Menschen, vergangene Zeit.

Anstatt an einem Ort zu bleiben, der mich davon abhält, andere Seiten zu sehen,
Ein Ort extremer Emotionen, der die dunkelsten Ozeangezeiten widerspiegelt,
gehe ich lieber

Ich denke, wenn wir aufhöre wild zu sein
und all die verschiedenen Sichtweisen aufhöre zu sehen,
werde ich blind. Werde emotionsblind.
Ich will wachsen in der Liebe und erkennen, dass sie mir helfen wird, uns zu sehen,
So dass ich in der Lage bin, mit Liebe im Herzen vorwärts zu gehen,
anstatt Menschen dich ich zu verletzen

©Émilia

vendredi 5 janvier 2018

Augenblicke




jeudi 4 janvier 2018

Energiefresser.

Um 22:00 Uhr machte ich mich endlich auf den Weg nach Hause.
"Energiefresser!" Dieses Wort schreit in meinen Ohren wie Jazz - Musik. Ich hasse Jazz-Musik. Sie tut in meinen Ohren weh. Eine unruhige Musik. Beunruhigend wie Schimpfworte.
"Energiefresser!"

In meinen Gedanken höre ich Mama schreien. Immer wenn wir etwas angestellt haben, - immer war mal was - wir waren lebhafte Kinder, schrie sie uns an.
"Ihr saugt  meine ganze Energie aus, ihr nimmt mir die ganze Kraft weg. Ich habe keine Zeit mehr für mich kurz zu entspannen. Ich kann nicht eimal Luft holen wegen euch." Wir gewöhnten uns schnell an diese Worte. Zum Ausgleich hatten wir genug Familienmitglieder die uns knuddelten und herzten und stolz auf uns waren. Wir waren die handvoll 7 Monate-Zwillinge die mit einer Pipette gefüttert werden mussten und überlebt haben, sie sich gut gemacht haben, die frech uns süss waren. Wie kleine Äffchen wurden wir immer bewundert.

Für sie waren wir vom ersten Tag an Energiefresser. Wir waren anstrengend. Wir waren oft krank. Alle Kinderkrankheiten die mein großer Bruder anschleppte waren für uns schlimmer als bei gesunden Kindern. Nach einer überstandenen Krankheit, waren wir nur noch Haut und Knochen und mussten aufgepäppelt werden. 

Als wir erwachsen waren änderte Mama ihre Sätze in:
"Ich habe kein Glück mit euch.cIch muss euch zum Studium zwingen, damit ihr im Leben vorwärts kommt. Ich bin nicht stolz auf euch. Ihr hört nicht auf mich."

Wir haben schon auf sie gehört. Zumindest ab und zu. Selten. 

Heute Morgen redete ich mit Lars ausgiebig über den gestrigen Tag. 

Er hat eine andere Meinung als ich. "Kriegen wir schon hin." Seine Ruhe möchte ich haben. Oder doch nicht. Oder einen Teil davon. Zu viel davon kann nerven. Zumindest möchte ich meine Wildheit nicht ganz einschlafen lassen.

Die Kleine ist kein Energiefresser. Das ist mein Fußballmädchen. 

"Energiefresser!" Ja nein, sie ist kein Energiefresser. Ich habe keine Komplikationen. Die Übelkeit gehört dazu. Und ich kann ja nicht immer apfelrote Bäckchen haben. Nicht nach 10 h Dienst.

Nun ja wenn man Kinder hat ändert sich das Leben ein wenig. 

Ich lasse mich überraschen. Teilweise weiß ich was auf mich zu kommen wird. Ich bin ja auch Tante und für die kleine Noëlle bin ich wie eine Ersatzmama. Sie hing schon immer an mir wie eine kleine freche Klette. Sie hängt an allen die ihren Papa und Mama ersetzen könnten.

Und meine Kleine wird in ihr bestimmt eine beste gute Cousine und Freundin haben.

Wir sind alle für irgendwen ein Energiefresser.
Und irgendwer für uns.

So ist es im Leben.




Zahlendschungel

Eine Woche im Zahlendschungel zu leben hat meine ganze Energie ausgesaugt. Sogar über die Feiertage konnte  jagten Zahlenblitze durch meine Gedanken.
Endlich saß ich mit einem Ordner der den ganzen Zahlendschungel zusammenhält und einem Notizbuch vor mir.
Fr. ...... tut sich sehr schwer damit, den Weihnachtsschmuck inclusive Adventskranz abzuräumen.
"Die Kerzen kann man ja  herunterbrennen lassen."
Der Kranz ist furztrocken und Weihnachten ist vorbei. "Machen Sie das bitte weg und bereiten sie alles für die Besprechung vor. Wasser, Saft, Kaffee, und alles was dazu gehört steht schon in Kisten und Kartons bereit.
"Wenn es Ihnen nichts ausmacht, ich nehme den Kranz mit nach Hause."
Ja nein, ich muss lächeln. Es macht mir gar nichts aus.
Bei Oma blieben der Adventskranz und der Christbaum bis Ostern im Zimmer. Und wehe man zupfte an den Nadeln.
"Die Platten und Brötchen sind in ca 20 Minuten da." Dafür gibt es ein Budget, das sie zur Verfügung hat. Großzügig sagte sie "Ich habe eine Platte mehr bestellt. Letztens war es viel zu wenig."
Letztens war schon nach 20 Minuten alles verputzt.
Ich hoffe und bete zu allen Göttern, dass sie nicht auf die Idee kam Eibrötchen zu ordern. Die beschweren nur die Luft im Raum. Und manche haben kein Problem damit ihren Blähungen freien Lauf zu lassen.
Während die Plätze sich langsam füllen und man sich noch schnell umarmt und ein Frohes Neues wünscht, klingelte ich noch schnell zum Schichtleiter des Spätdienstes zurück. " Der   die ....hat sich krank gemeldet..Was mache ich jetzt?  .. ..Bleibst du bis 22 Uhr?.... Kannst du? ....Bist ein Schatz! ...."
Ich mache nur diese Ausnahme. Vor Weihnachten hat er noch gelästert, dass das Baby im OP kommt. Und wieso man bei mir den Mutterschutz so umgeht ....usw......
"Hebe deine Luft für einen Furz auf. Sieh zu wie du das Morgen regelst. Heute kannst auf mich zählen. Aber nur heute!" ich hatte viel Energie zum streiten. Hole ich noch nach. Den kralle ich.
Zahlen sind für mich Energiefresser. Das musste ich im Laufe der Besprechung feststellen.
Die Eierbrötchen waren da. Die trugen noch dazu bei die Luft zu verpesten.
Wiederlich! Pfui Daibl!
Nach 2 Stunden inclusive Raucherpause war der ganze Abschluss geschafft. Egal wie viel man schuftet, es ist in den gierigen Augen viel zu wenig. Gewinnbringend nach dem Maximalprinzip.
Mein Vorgesetzter meinte, nachdem wir alle verabschiedet haben, "haben Sie noch einen Moment für mich?"
Aber ja, noch einen Anschiss ist noch drinnen. Der hat mich die ganze Zeit beobachtet.
"Aber ja, wenn Sie mich nicht auffressen!" versuche ich es mit Humor.
"Sie sind gut! Ich meine, Sie haben gut argumentiert. Sie wissen, ich schätze Sie sehr. Das Baby nimmt Ihnen viel Energie." sagte er. Was soll das denn? Was will er damit sagen? Ich habe keinen Krankenstand und ich denke ich bin trotz allem fit. Und ich habe in drei Monaten 110 Überstunden angesammelt. Und jede einzelne Minute davon am OP-Tisch.
Ich sehe ihn böse an. Ich bin bis zur winzigsten Faser auf Streit gebürstet. Ich habe Energie. Warte mal ab.
"Was ich fragen wollte...." er sah mich an als würde ihn meine Antwort gar nicht interessieren. Er hätte auch sagen können was er mir befiehlt.
"Wie wollen wir es handhaben? Mein Vorschlag: Sie nehmen sich die zwei Wochen Resturlaub, weil
der Ihnen verfällt, da Sie ja in Elternzeit gehen und bereiten sich für ihr Baby vor. Das sind Energiefresser, ich weiß wovon ich rede." er musterte meine Mimik und legte mir drei Bögen und einen Kugelschreiber vor die Nase. "Können Sie unterzeichnen, damit haben wir das geklärt!"
"Und wenn nicht?" frage ich. Bin wütend bis zu den Haarspitzen.
"Es geht Ihnen doch nicht gut. Sie sind blass. Sie tun sich selbst und dem Baby nichts Gutes. Sie kommen nach 90 Tagen zurück. Frisch und munter und ohne Bauch. Denken Sie an unsere Vereinbarung bei der Einstellung. Halten Sie sich daran, ist nur empfehlenswert."
Ich habe null Energie. Ich kann nicht einmal mehr atmen. Ich denke nicht mehr.
Ich nehme den Kugelschreiber in die linke Hand und unterschreibe. In diesem Augenblick hätte ich alles unterschrieben. So schwach war ich.
" Ich wusste, auf Sie ist Verlass! Nehmen Sie Vitamine, Sie sind wirklich ganz blass. Ab Morgen habe ich Urlaub. Wenn Sie gehen bin ich wieder da. Man sieht sich. Schönen Gruß an Ihren Mann!"

Und als die Tür hinter ihm ins Schloss fiel schimpfte ich los.
"Ich habe Sie noch nie wütend gesehen!" sagte Fr......erschrocken. "Ich weiß nicht was ich jetzt sagen soll."
"Sie können nichts sagen. Ich kenne ihn aus der Assistenzzeit. Ich weiß was er kann und wie er drauf ist. Und ich habe ja einen Vertrag unterschrieben. Sagen Sie gar nichts" versuche ich mich zu beruhigen.
Aber ich musste los. Musste ja jemanden vertreten.
"Aber ein Tee ist doch noch drinnen?"
Heidelbeere -Vanille. Hmmmmmm! Her mit dem Elixier.
"Aber ja, mit Ihnen immer doch."
Der warme Tee wirkt Wunder. Ich bin gestärkt.
Ich nahm den OP Plan und folgte dem OP Plan.
Um 21:30 sagte ich zum Schichtleiter. " Hier du kleiner Scheißer. Ich bin teurer als....hast Minus gemacht. Bin weg."
"Übergabe?" stotterte er. "Ist mir scheissegal, wenn ich keine Leute habe kann sogar der Professor einspringen. Egal"
"Mir aber nicht, du A....weil ich die Verantwortung habe für eure Schichten und euch Idioten." Dann erzähle ich ihm und Lars von der Besprechung.

Lars übernahm den Nachtdienst. Er hat mich in 5 Jahren ganz selten so wütend gesehen. Er mischte sich nicht in die Diskussion mit dem Schichtleiterein. Er weiss es würde mich noch mehr anstacheln.
" Komm her, lass dich drücken," sagte mein Kollege, mit dem ich mich gestritten habe. "Ich kann dich verstehen. Schöne Scheiße. Wir schuften uns hier ab ohne Leute."

Ich  blieb noch bis Lars zur ersten OP musste, dann machte ich mich auf den Nachhauseweg.

Maurice saß vor der Tür und machte seine aufwenige freudige Begrüßung, indem er sich auf den Rücken legte und sich streicheln ließ.
Teufelchen bin ich egal. Sie ist jetzt 12 Jahre alt und verschläft ihr Leben auf der Heizung oder in einer Höhle am Kratzbaum.

Maurice ist ihr zu wild und sie hat Angst vor ihm. Deshalb faucht sie ihn an, wenn er ihr zu nahe kommt. Das Ist für ihn ein Aufruf zum Kampf.

Kampf konnte ich nicht mehr gebrauchen. Also kriegte Maurice eins auf den Hintern und er zog sich beleidigt zurück.

Ich bin fast im Bad eingeschlafen. Misttag.