mercredi 17 janvier 2018

C'est un âne qui dort

Auszug aus ...dem "Märchenbuch"
Hinten in der rechten Ecke entdeckte sie ein großes graues Tier.
Es ist ein schlafender Esel.
"Kinder, seid ganz leise," flüsterte die Lehrerin.
"Lasst den Esel schlafen.Weckt ihn nicht auf. Macht keine Witze über sein Schnarchen.
Wenn er nicht schläft, ist er oft unglücklich. Er isst und trinkt nicht jeden Tag. Er ist verträumt und stur. Er mag auch nicht so viele Menschen um sich herum die ihn bewundern oder über ihn lachen." erlärte der Tierpfleger.
Der Esel rekte sich auf seinem Strohbett, gibt ein paar Laute von sich, als würde er träumen.
Die Kinder kicherten so leise, damit sie den Esel nicht beim träumen störten.

"Man sagt, dass das Huhn träumt vom Weizen und der Esel vom Hafer." erklärte die Lehrerin.

"Große Leute sagen das, um etwas zu sagen," sagte Aenna. "Woher wissen die großen Leute wovon ein Esel träumt? Träume sieht man nicht. Sie sollten sich besser um ihre Träume kümmern. Sie haben ihre eigenen Träume und Albträume."
Mit so einer Antwort hat weder die Lehrerin noch der Tierpfleger gerechnet.
"Ich will damit sagen, dass Tiere auch träumen." sagte die Lehrerin daraufhin.

Auf dem Stroh neben seinem Kopf liegen zwei Federn. Vielleicht hat ihn ein Vogel besucht.
Vielleicht hat er die Federn vor dem Einschlafen gesehen und träumt er wäre ein Vogel und könnte fliegen.

Oder  er träumt vielleicht von etwas anderem.
Zum Beispiel, er sei ein Mensch, ein Junge der sich in der Schule in der hinteren Bank versteckt, weil er seit ein paar Tagen keine Hausaufgaben gemacht hatte.
Ein kleiner Junge, der angst hat, dass der Lehrer zu ihm sagen wird:
"Du bist ein Esel, Pierre!"
Es ist katastrophal für Pierre. Er wird weinen. Und die anderen Schüler werden lachen. Sie werden ihn auslachen. Ihn verspotten.
"Du hast dich ab sofort in die erste Bank zu setzen Pierre!"
Wiederwillig setzte er sich in die erste Bank. Die anderen Schüler lachten über ihn.

Der kleine Junge machte zu Hause alle seine Aufgaben nach und zeigte sie am nächsten Tag dem Lehrer.
Der Lehrer strich im über den Kopf und sagte: "Das ist in Ordnung, Pierre!"
Und vielleicht lächelte der Esel im Traum, wie der Junge seinen Lehrer anlächelte.

Und wenn der Esel das nicht träumte, träumte von etwas anderem.
Alles, was wir wissen können, ist, dass er träumt.
Jeder träumt. Auch Pierre träumt.
Und jeder ist verträumt. Und jeder lacht oder weint im Traum.

Der Esel kam aus seinem Versteck im Stroh und begrüßte die Kinder mit einem lauten
I.....aa.
Und die Kinder lachten mit ihm.

©Émilia




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