mercredi 25 juillet 2018

Ich gehe langsam im Regen

Ich gehe langsam im Regen
und denke dich.
Ich sehe die fallenden Regentropfen,
ich fühle die fallenden Regentropfen
wie sie die Liebe verdünnen,
verwaschen, verblassen.

Ich gehe langsam im Regen
und fühle der Himmel wird mehr sein
als eine Regenwolke.
Er wird Feuer sein
und die Liebe wird verbrennen
und Asche sein.

Ich gehe langsam im Regen
und ich sehe die fallenden Regentropfen,
ich sehe das fallende Wasser
wie es die Asche verdünnt, sie wegwäscht
bis zum Nichts

©Émilia

samedi 21 juillet 2018

Je te rêve

Je te rêve parfois
Au bord de mes désirs
Je rêve de saisir
Mon reflet dans tes yeux
Encore
Mais j’ai peur de te rendre à nouveau aimer

©Émilia

vendredi 20 juillet 2018

Ort der Poesie

Wenn du an einen Ort der Poesie kommst
zieh deine Schuhe aus,
öffne dein Herz und lausche der Stille darin.
lass dein Herz die Stille fühlen,
lass es die Liebe fühlen und die Wunden.
tauche deine offenen Wunden in Salz,
heile sie mit Liebe
Sage die Worte, die vor Wut schäumen
Worte voller Bedauern oder
Worte die alle Ängste beinhalten.
die in Zellen verstauten Worte
Worte die dein Herz gefangen hält.

Wenn du an einen Ort der Poesie kommst,
akzeptiere deine Unvollkommenheiten,
strecke sie zum Trocknen an den Ufern aus,
erkenne die Schönheit in ihren Perlen
die triefend aus der Herztiefe geborgen hast.

Wenn du an einen Ort der Poesie kommst,
erlaube rohe Leidenschaft und Verletzlichkeit
durch die Liebe in den Versen
deine Fehler auszudrücken.

Wenn du an einen Ort der Poesie kommst,
warte auf mich, lass mich zuhören, nimm deine Worte
aus deiner Brust, ich versuche dich zu verstehen.

mercredi 18 juillet 2018

Manchmal

Manchmal ist es die zarteste Erinnerung meiner Seele an dich.
Dann verweilen meine Gedanken für einen kurzen Augenblick bei dir.
Manchmal sehe ich über dich hinweg.
Manchmal denke ich dich gar nicht.

Manchmal finde ich beinahe keinen Ausweg, keine Lösung dich wegzudenken.
Aus meinem Herzen,
aus meinen Gedanken 
aus meinem Leben

mardi 17 juillet 2018

une douceur déposée

Wenn das Meer mir nicht reicht,
segle ich in der azurblauen Unendlichkeit
der Flüsse die das Meer mit ihren Wellen speisen.

Wenn die Flüsse mir nicht reichen,
suche ich Zuflucht in der Untiefen
die das Flüstern meines Herzens kennen.

Wenn das Leben mir nicht reicht
suche ich mir ein Buch und lese es
Seite für Seite.
Und den Prolog....lebe ich.

Wenn die leeren Seiten mir nicht reichen
sehe ich in deine Augen,
suche nach dem Raum der deine Liebe für mich birgt.

©Émilia

mercredi 11 juillet 2018

Das Besondere der Regentropfen

Zoé weckt mich seit ein paar Tagen am frühen Morgen exakt um 5 Uhr.
Nach vielen Tagen Sommerhitze, regnete es heute. Ich liebe den Regen und wäre am liebsten in den Garten gerannt und hätte im Regen getanzt wie ein Kind.
"Zoé, nach dem Frühstück gehen wir raus," sagte ich zu ihr. Zoe lächelte mich an, ihre kleine Hand hielt meinen Zeigefinger fest.
Das Morgenspiel tut uns beide gut. Sie ist dadurch von ihrem "riesengroßen Hunger" abgelenkt und ich habe mehr Zeit für ihre Körperpflege.
Sauber und frisch und satt machten wir einen ganz kurzen Spaziergang im Regen.
Zoé machte riesengroße staunende Augen, spitzte den winzigen Mund, als schien sie etwas zu suchen und zu hören. Sie fuchtelte mit Ärmchen und mit ihren Händchen, als würde sie den einen oder anderen Regentropfen einfangen und festhalten wollen.
Die Regentropfen fielen rhythmisch wie Herzschläge auf einen kleinen Mosaiktisch auf der Terasse. Das schien sie zu faszinieren. Sie sah den fallenden zu Regentropfen und lächelte.
Ich lächelte sie an - sie ist meine winzige Göttin.
Plötzlich musste ich lachen.
Ich erinnerte mich am Oma. Ich liebte diese Phase, wo Oma schrittweise zum alten kleinen Kind wurde. Ich liebte nicht ihre Hilflosigkeit, sondern ich liebte die Art wie sie die Welt sah, die Art wie sie ihre Liebe zu mir zeigte, die Art wie sie mir das Leben erklärte, und wie sie schrittweise zum kleinen alten Kind wurde.
Ich besuchte sie in dieser Zeit sehr oft, so gut wie ich meine Freizeit einteilen konnte.  Oma schlief  2017 für immer ein.
An einem Sommertag gab es ein heftiges Gewitter. Es blitzte und donnerte und es regnete in Strömen.
Oma konnte die ganze Zeit sehr schlecht gehen. An jenem Tag vergaß sie, dass sie schlecht gehen konnte und kam zu mir ins Zimmer. Sie packte mich am Arm und wollte mich von der Couch hochziehen.
"Da schießen sie!" schrie sie mich an. "Hörst du! Der Krieg ist schon viel zu nah. Hörst du Émi?" schrie sie weiter und zog an meinem Arm.
Ich stellte mich neben die, legte meinen Arm beruhigend um sie. "Omi, es donnert und regnet draußen. Das ist der Regen." sprach ich beruhigend auf sie ein.
Oma sah mich an, als würde ich mit ihr in einer Fremdsprache sprechen die sie nicht versteht.
"Es regnet ...es regnet....die Erde wird nass." sang sie. Und ich ergänze" Da freuen sich die die Blumen, die Bäume und das Gras."
Wir standen in einer Umarmung und verloren uns im Lied.
"...und wenn es genug geregnet hat, dann hört es wieder auf" sang Oma.
Oma konnte noch mit über 80 Jahren gut singen.
Und plötzlich schrie sie: "Huch, ich habe noch Wäsche draußen hängen. Und du was stehst hier herum? Hast du nichts zu tun? Wie sieht es hier aus? Räum sofort dein Spielzeug weg! Hörst du du Bankert? Wenn ich wieder komme, ist alles weg, sonst schmeiß ich alles zum alten Eisen. Alles. Dich auch."
Ich führte Oma wieder in ihr Zimmer, zog ihre Strümpfe aus und führte sie zu ihrem Ohrensessel am Fenster.
"Es regnet Émi. Weißt was das heißt? Heute müssen wir nicht gießen. Heute können wir faulenzen."
"Aber ja Omi." Ich nahm ihr Gesicht in meine Hände und küsste sie auf die Stirn, wie man ein Kind küsst."
Man sagt: wenn man ein Kind auf die Stirn küsst wächst es groß.
Ich küsste sie wie ein großes altes Kind. "Es regnet es regnet..." sang sie wieder und ich ergänzte.
Oma schloss die Augen und schlief sofort ein.

Singend ging ich mit Zoé zurück ins Haus. Ihr Ärmchen und Händchen hielten nicht still.
Ich weiß nicht wie lange wir am Fenster standen und den Regen beobachten. Ich weiß aber, Zoé mag den Regen.

mardi 10 juillet 2018

die goldene Kette

Wie der Zufall es wollte, begegnete sie ihm auf der Straße. Nach einer kurzen Begrüßung mit einem knappen "Hallo", so wie Fremde sich begrüßen, sagte er zu ihr:
"Ich hoffe du konntest deine Gefühle für mich und deine Gedanken über uns sortieren und du hast deinen Frieden gefunden."
"Aber ja," antwortete sie knapp und ihre Gedanken waren sehr weit weg von ihm. "Ich habe meinen Frieden. Ich habe dich fast vergessen. Ich kann dir wie eine Fremde begegnen." Sie sah an ihm vorbei,  beobachtete die Menschen auf der anderen Straßenseite.
"Ich hoffte, dich irgendwann wieder zu sehen.  Ich hoffte immer, ich würde dir dann in die Augen sehen und ich würde lächeln. Ich würde das stolzeste Lächeln für dich auf meinen Gesicht haben. Und ich wünschte mir, du würdest mir in die Augen sehen, mich anlächeln und würdest meine Haare zerwühlen und "Strubbel" rufen, weil es dir immer Spaß machte meine Haare zu zerstrubbeln. Und ich...... ich werde nie aufhören, dich dafür zu lieben. Ich vermisse deine Finger im meinen Haaren. Ich habe dich all die Zeit vermisst." sagte er leise.

Sie sah ihm in die Augen als sie antwortete: "Ich hoffte dich nie wieder zu sehen. Und ich hoffte ich könnte dir irgendwann wie eine Fremde begegnen. Das was von dir übrig blieb ist eine zerissene Goldkette die meine Mama zum Examen geschenkt hat. Ich habe sie immer noch nicht repariert. Zu sehr erinnere mich noch an deine wütenden Hände, die glaubten mich damit erwürgen zu können. Lass mir meinen Frieden, lass mich dich ganz vergessen."
Sie machte ein paar Schritte zurück, drehte sich um und rannte davon.
Eines Tages brachte sie die Kette zum Juwelier und lies sie reparieren. Ein Zeichen, sie hat ihn vergessen.

©Émilia

lundi 9 juillet 2018

Chaos


Ich habe diesen blutroten Apfel zu dir gebracht
und bin in der Mitte meines Traumes aufgewacht
Ich habe Chaos erschaffen,
das unser Leben erfasst hat.

Stell dir vor wie erschrocken wir waren,
als wir unsere Liebe zueinander fühlten,
als wir unsere Emotionen verstreut haben
Wir liefen barfuß und mit nackter Seele umher.

Als ich begriff,
dass ich der Liebe Chaos in unser Leben gebracht habe,
in unser Herz und in unsere Sinne.
wachte ich auf.

Ich habe diesen blutroten Apfel zu dir gebracht
ohne zu wissen, wie schlimm es sein wird
der Liebe Kern dir zu schenken.

Und nun ich kann nicht mehr zurückgehen,
um meinen Traum zu beenden.

©Émilia

Spuren im Sand



Ich mag die Art,
wie die Sonne mich sieht,
- als einen Schatten -
Sie formt die Umrisse meines Körpers,
malt ein Herz,
wärmt mich auf
und hält mich am Leben.

Ich mag die Art, wie der Sand mich sieht
- nur als ein verbeulter Fußabdruck -
Meine Füße schreiben Schritte in den Sand
Aber am Morgen werden sie wieder gelöscht.
Es gibt immer wieder ein neuer Morgen,
ein neuer Tag und einen neuen Anfang,
wissen die Gezeiten.

Ich respektiere
wie das Meer mich sieht
- als ein Wesen das sich von seinen Wellen tragen lässt,
anstatt zu schwimmen und zu tauchen.
Bei Ebbe baue Luftschlösser und Burgen aus Sand
und ich bin Königin bis die Flut kommt
und mir alles nimmt.

Nur ich bleibe stehen
wie ein Schatten mit Herz
und ein paar Spuren im Sand
die das Meer übrig ließ
zur Erinnerung,
dass die Sonne mir Herz und Wärme schenkte
damit mich das Leben sieht.

Ich mag die Art wie mich das Leben sieht
- als einen Menschen der geboren wird,
aufwächst und liebt und dann geht
und alles mitnimmt - das Leben und die Liebe -
die Sonne, die Spuren im Sand und den Schatten mit Herz.

©Émilia




Wenn du nicht bei mir bist


Wenn du nicht bei mir bist, ist es die Sehnsucht nach dir, die dieses Hungergefühl auslöst.
Hunger nach deinen Worten, Hunger nach deinem Lächeln und Hunger nach deinen Berührungen.
Wir sprechen über so viele Dinge im Leben. Über das Leben selbt, über die Liebe, über Glück und Traurigkeiten.
Erinnerst du dich noch daran, als wir über uns redeten, was wir füreinander fühlen, wie sich unsere Körper anfühlen, wenn wir uns umarmen, wie es sich anfühlt wenn wir uns im Kuss verlieren. Ich sah das Zittern deiner Hände, als du versuchtest mich zu berühren. Berührungen lösen immer Herzgewitter aus.
Eines Tages erkläterst du mir das Gewitter in uns.

"Jede Berührung ist ein Blitz der durch die Haut dringt,
durch die Sinne bis zu Herzen.
Schön ist es dich zu berühren,
wenn ich weiß wie schön es für dich ist.
Schön ist es in dir einen Wirbelsturm auszulösen
dich halten und mit dir eins zu sein.
Schön ist der Sturm und die Stille danach." 

Und wenn ich dich denke, wenn du nicht bei mir bist und ich mich nach dir sehne, denke ich an das Zittern deiner Hände.
Mein Fleisch erinnert sich an deine Küsse. Deine Küsse sind weich und subtil, zart und tief.
Ich leugnete die Kraft des Fleisches nicht.
Ich denke an den Wirbelsturm in mir und an die Stille danach.
Und wenn du bei mir bist und wir uns streiten, weil wir nicht einer Meinung sind, ahnen wir beide wie der Tag endet. Worte sind wichtig für die Wildheit unserer Küsse.Wir berühren uns mit Worten, mit Küssen, mit den Händen und ließen nhmen uns Zeit unsere Ungeduld zu schüren. Ungeduld auf Gewitter und dass die Welt um uns herum an Bedeutung verliert.
Und zuerst küsse ich deinen Mund, und mein Kuss sucht danach Halt an deiner Schulter, ich genieße den Duft deiner Haut, der nach Meersalz und Liebe riecht. Ich lege mein Gesicht auf deinen Bauch, schmecke den ersten Tropfen deiner Lust. Und während ich dich schmecke und während ich dich fühle und höre, fühle ich das Gewitter deutlich in mir. Du siehst mich an und wartest und ich warte auf das zarte und wilde Gewitter. Und wir greifen mit Händen nacheinander und geben uns genießend zurück. Es waren Berührungen, Blitze und Gewitter wie du sie beschrieben hast.
Ich bin müde, unendlich müde.
Eine gute Müdigkeit, eine heilige Müdigkeit. 

Und aus dem Gewitter heraus werde ich wiedergeboren um dich zu lieben.

©Émilia

vendredi 6 juillet 2018

Dich dafür lieben

Der Klang deiner Berührung ist so beruhigend
wie in den Fluss fallende Regentropfen,
die kleine große ziehen.
So majestätisch wie das Donnergrollen in einer heißen Sommernacht.
So herrlich wie die Kirchenglocken,
die am frühen Morgen die Landschaft wecken.
Es ist so verlockend wie die Wellen am Strand.
So leicht und zart wie die Brise.
Der Klang deiner Berührung belebt mich
und ich weiß, was ich mit meinem Herzen tun soll ...
dich dafür lieben.

©Émilia

Pour Zoé

Diese Wildheit, dieses Bedingungslose in dir solltest du niemals verlieren

jeudi 5 juillet 2018


Ich denke an die vergangene gemeinsame Nacht
an die subtilen Töne deiner Berührung.
Zärtliche Fingerspitzen
erforschten üppige fremde Länder
aus weicher, seidiger Haut.
Ich konnte jedes Sandkorn fühlen,
wie es über zartes Porzellan wanderte
Wie eine gedämpfte Melodie
klang dein Flüstern weich und rauh
Meine Blutflüsse schienen durch die Haut
pulsierten mit jedem Herzschlag,
ließen meine Sinne zittern
in hungriger Erwartung.

©Émilia

Deine Hand,

die den Wind streichelt, um die Sehnsucht sprechen zu lassen.
die Hand, die die Seiten berührt, um blind zu lesen.
Deine Hand, die das Kind mit deiner Liebe zudeckt.
Deine Hand, die mich in meinen schwereren Tagen liebkost.
Deine Hand, die, die mein lächelndes Gesicht streichelt,
die, die die Tränen meines Meeres wegwischt.
Deine Hand, die sich auf meine Brust legt,
um das Schlagen meines Herzens zu hören.
Die, die meine Lenden in unseren Genüssen hält.
Deine Hand, die mir die verrücktesten Ziele zeigt.
Deine Hand ist die Verlängerung deiner Liebe, deines Lachens, deiner Glückseligkeit.
Deine Hand ist ein Lächeln
Ja,
wenn du nur einen Augenblick von mir entfernt bist,
vermisse ich deine Hände.
Die, die mir so viel Liebe und Glück geben.
Und wenn ich mich umdrehe ... bin ich glücklich,
deine Hand zu halten.
Deine Hand, meine Hand ... Unsere Liebe ...



©Émilia

Zwischen Sternen tanzen(Metapher)



Wir tanzen durch die Nacht,
ein mitternachtfarbenes Laken,
- das Universum hat nur für uns,
Sternschnuppen
in den indigofarbenen Nachthimmel gewebt
- um unsere Körper gewickelt.

Das Gewölbe des Himmels
und die Anmut des hellen Mondes
in spiegelte sich in unseren
mit Liebe getränkten Augen.
Deine Hände an meiner Hüfte führen mich,
durch die mitternächtliche Landschaft. 

In der Luft tanzen Glühwürmchen,
während wir uns drehen
werden Berührungen in der Ekstase lebendig
Die Nacht riecht nach Liebe.

Das lodernde Geheimnis der Melodie
ist auf unsere Haut geschrieben
umhüllt uns wie ein warmer
Kokon aus zartsamtiger Seide.

Ich fühle dich
und die Symphonie meines Herzens
wird lebendig....
Ich singe
Ich könnte für immer
von deinen Armen gehalten
in diesem Augenblick leben

Unsere Herzschläge vernoten sich miteinander
unsere Finger verflechten sich ineinander

Doch beide wissen es
für immer wird der Tanz nicht dauern
Kein Tanz hat Ewigkeitsgarantie.
Aber wir sind im Jetzt zufrieden
und es das was zählt.
Lass uns die kurzen Momente genießen.
Das Leben lässt uns unsere die Liebe tanzen,
zwischen den Sternen
in einem Sternschnuppenlaken
unter dem Nachthimmel.



lundi 2 juillet 2018

Je saisis ce jour par le désir
et sa clarté
ne peut décroître
puisque ta peau
porte le cri
du péché qui délivre
et de la volupté
qui nous sauve !

dimanche 1 juillet 2018

Löwenzahngelb

Blumen wachsen nicht immer nur dort, wo man sie haben will.

Ich denke, es ist unhöflich zu glauben, man könne die Natur kontrollieren. Wir Menschen glauben alles kontrollieren zu können.
Das ist genau das, woran wir arbeiten müssen. Vielleicht, statt Unkraut aus den Ritzen im Gehsteig zu ziehen, halten wir für einen Augenblick inne, um darüber nachzudenken, wieso der Löwenzahn an dieser Stelle wächst.
Weil alles aus einem bestimmten Grund passiert, und manchmal wissen wir einfach nicht, was dieser Grund ist. Und wir sind immer bereit nach Gründen zu suchen. Vielleicht geht gar keinen Grund voraus. Das Leben entwickelt sich einfach. So einfach ist es.

Vielleicht dient dieser Löwenzahn einmal dazu, uns ein bisschen aufzuheitern, oder er ist ein Zeichen, um uns zu zeigen, dass auch wir Mut haben sollen, das Mögliche im Unmögleichen zu sehen.
Dem Löwenzahn beim Wachsen zusehen schenkt uns vielleicht mehr Mut. Und Gelb ist eine wunderschöne lebendige Farbe.
Mut ist löwenzahngelb
Quand l'ombre et la lumière
dessinent sur ton corps,
des montagnes, des forêts
et des îles aux trésors.

Te relire le corps
encore et en corps
Dans l'argile,
écrire sur ta soie
des traces chercheuses,
de zones parlantes.

Dans un lit grand ouvert
te séduire le corps
encore et en corps.
Dans l'audace
respirer ton désir.

Les pensées allongées
sur la peau qui s'éclate
Les replis de tendresse
te repeindre le corps
encore et en corps
dans l'abstrait.

Envahir ton espace
les couleurs mouvantes à verser dans l'extase
le trop plein de la nuit
encore et en corps

samedi 30 juin 2018

Herzfarben

Dunkelgraue Regenwolken galoppieren quer über das Himmelblau
Worte donnern, Emotionen blitzen
Wolken hageln Tränenkörner
die auf den Wangen schmerzen.
Wolken werden leer und weiß.

Dazwischen malt das Herz ein Sonnenlächeln ins Himmelblau
und ein Regenbogen aus Tränen näht sich in den Wimpernsaum
wie bunte Liebesperlen.
Das Herz ist lieberot auch im Gewitter
Ich liebe den Sonnenregen in mir.

©Émilia

vendredi 29 juin 2018


In der Stille des Regenbogens 
Regentropfen hängen verloren in den Prismen des Sonnenlichts
Pastellfarbene Illusionen hängen im Wmpernsaum des Himmels
tanzen blinzelnd in den Wogen des ruhigen Himmels nach dem Sturm.
Meine Gedanken sind Zaungäste im lindernden Herzsturm 
Halte mich fest ....
 ganz fest

©Émilia

mercredi 27 juin 2018

Ich will dir einfach nur sagen......

Ich will dir einfach nur sagen......so einfach kann ich es gar nicht, wie du siehst. Ich sage dir, dass mein Leben voll ist von dir. Mein Herz ist voll von dir. Meine Gedanken sind voll von dir. Und meine Haut ist voll von deinen Berührungen. Meine Sinne sind voll von dir. Sogar meine Augen sind voll von dir.
Ich sage dir einfach, und wieder kann ich es so einfach nicht sagen. Ich bewahre alles auf von dir. Alles. So einfach ist es: Alles. Denn du bist Alles. Auch wenn wir uns manchmal streiten, bist du Alles. So einfach ist es.

©Émilia

dimanche 24 juin 2018

Ich finde dich immer irgendwo

Ich finde dich immer irgendwo
irgendwann und immer auf eine
unbeschreiblich wunderbare Art
in Liedern,
in Büchern,
in meinen Träumen
in Worten,
in deinem Lachen
im Glanz deiner Augen.

Ich fühle dich
in Augenblicken
die die Geheimnisse der Welt enthalten,
in versteckten Momenten
unter den Herzhäuten
in der rauen Zärtlichkeit der Sehnsucht,
in deinen Händen auf meiner Haut.

Ich erkenne dich
im Kuss eines Regentropfens,
auf meiner Wange,
in der Liebkosung des Windes
wenn er mein Haar berührt,
im Sonnenuntergang, der meine Haut küsst.

Irgendwo finde ich dich immer
immer und immer wieder.

©Émilia

vendredi 22 juin 2018

pastellfarbengrün

Die Sonne im Zenit hält das Gleichgewicht des Tages.
Der Himmel ist dem Meer ergeben.
Übrigens,
die Schwäne und Möwen legen sich
im schattigen Gewölbe aus Schilf und Laubwerk schlafen.
Die Nacht bricht herein
indigofarben
und enthüllt auf der Erde die Sünde.
Sinnlich auf den silbernen Laken
sind wir Sklaven einer süßen Liebe.
Am Himmel die Glühwürmchen
gebären Sternchen.

Es ist die feierliche Stunde.
Die Zeit hält den Atem an.
Die Seelen singen ihren süßesten Hymnus.
Und wir flüstern uns alle Liebe
die wir in uns haben durch Herz und Sinne,
durch Fleisch und Blut und Knochen.
Wir entdecken uns neu
Rätsel für Rätsel unserer Haut und Sinne
mit den Händen streifen wir durch alle Landschaften.

Im Schatten eines verlorenen Liedes
schenken wir uns die Liebe
entfachen wir ein Feuer und brennen uns nieder.

Wecke mich mit einem Kuss aus der Asche
küsse mich morgenrot
und belebe mich mit deiner Liebe.
Halte mich fest umarmt
und küsse mich micht einem Gedanken
für eine noch ungeschriebene Liebesgeschichte

mit hauchzartgrüner Tinte - pastellfarbengrün wie neues Leben.


©Émilia


jeudi 21 juin 2018

Das ist doch alles?

Sie liebte alles in ihm und an ihm.
Die Stille des Waldes in seinem Herzen,
die Musik seiner Sinne,
die Tiefe der stillen See in seinen Augen
seinen starken Durst nach Liebe
und seine Ruhe am Rande der Worte.

Das ist doch alles?

©Émilia

mercredi 20 juin 2018

Inventons le langage de nos cœurs battant,

Sous l’onde de tes doigts
le piano animé
ne s’adresse qu’à moi.
Et mes yeux dévorent
le balais des phalanges.
Mon âme sertie d’or
danse le pas des anges
les ailes déployées.

Inventons le langage de nos cœurs battant,
les mots que seuls nos souffles sauront murmurer,
inventons la syntaxe de nos doigts fébriles
sur nos peaux aimées et muettes pourtant,
la langue des secrets, confessions de nos yeux,
lumières silencieuses, face à face étrange…

Parle-moi, mon amour,
mais sans dire aucun mot qui soit insuffisant.
Dis-moi les râles, les frissons et les hésitations,
le courage d’un geste osé soudain,
l’aveu que contient un baiser,
que contient une étreinte,
une main déposée sur ma poitrine nue.

Hier

Hier
cette forêt perdue
où tu dansais
où tu étais la pluie tiède
et le sommet atteint..

Hier
j'aimerais tellement
en retrouver le chemin
le creux de ta main
et celui du soleil
qui faisait de chaque fragment du monde
un fragment de toi
à aimer.

que ceux qui nous aiment voyagent en nous en secret



J'irai m'asseoir un matin au fond de ton cœur. Respirer l'air de tes chemins, parfum de ciel ou de fleurs. Écouter le chant de ton histoire, les mains en prière sans pensée ni regard, m’abandonner pour te connaître.

J'irai dormir sous tes étoiles, toucher à celles qui te parlent, ressentir la force de ta voile lorsque le vent agite ton âme. J'irai saluer tes jours fragiles, apercevoir qu'au bout de toi-même il existe des horizons d'une beauté sans gêne. J'irai nager dans l'eau de ta foi, celle qui berce tes faiblesses parce que tu m'as déjà dit, je crois, que ceux qui nous aiment voyagent en nous en secret ….

Für Noëlle

Ein kleines Mädchen fragte seine Tante oft, wie es sein wird, wenn sie erwachsen ist und alleine.
"Du bist nicht allein Noëlle. Du hast eine Schwester und eine Cousine. Und du wirst immer Menschen um dich herum haben, die dich lieben."

Eines Tages möchte das Mädchen Tänzerin werden. Jeden Morgen wirbelte es tanzend durch das Haus.
Am nächsten Tag möchte es Tierärztin werden, und es spielte mit Katzen und Hunden, fütterte alle Tiere auf dem Bauernhof und fütterte Wildvögel.

Eines Tages wollte es ein Café haben mit vielen Kuchen und viele Sorten Schokolade.

"Du hast noch viel Zeit, um darüber nachzudenken, was du werden willst," sagte seine Tante

Das kleine Mädchen, beschloss für sich, weder Tänzerin, noch Tierärztin zu werden. Und kochen und backen wurde ihr langweilig.

Das kleine Mädchen wollte eines Tages Lehrerin werden. Es liebte Kinder und wollte ihnen viel beibringen. Am nächsten Tag, wurden die Kinder ihm zu laut und zu frech.

Es lernte viel. Es lernte sehr gut. Und seine Augen leuchteten, wenn es von vielen Menschen umarmt und gelobt wurde.
"Ich bin aber trotzdem allein." sagte es eines Tages.
"Ja nein, bist du nicht," versuchte seine Tante ihm zu erklären. "Es gibt Menschen um dich herum, die dich lieben.
"Weißt du, ich bin müde." sagte das Mädchen plötzlich.
"Müde von was denn?" Seine Tante war ratlos.
"Vom Nachdenken. Ich denke und denke und finde keine Antwort auf Fragen."
"Auf welche Fragen denn?" fragte die Tante neugierig
"Ich habe ein Wort gelesen. Einsam. Bin ich das auch?"
"Sieh mal Noëlle," versuchte ihre Tante zu erklären. "Du hast Freunde die immer mit dir spielen. Du hast uns alle um dich herum, die dich sehr lieben. Du hast sogar Tiere dich lieben. Fühlst du das?"
"Aber ja! Und ich habe so viele Bücher und Spielzeug. Weißt du was? Wenn ich groß bin verkaufe ich alles und kaufe mir ganz viele Tiere. Hörst du? Ganz viele."

Seine Tante musste laut lachen.
"Bis dahin dauert es noch ein wenig."
"Ein wenig ja, aber nicht viel."



Der Klang deiner Stimme

Der Klang deiner Stimme ist sowohl beruhigend als auch irritierend. Sie spricht für dich, aber niemals genug für deine Seele. In deiner Stimme finde ich viel Liebe, viele wunderschöne Momente erlebe ich urplötzlich gedanklich wieder. Ich liebe den Klang deiner Stimme. Aber ich vermisse die Worte, die du gerne sagen würdest, Worte die du zurückhältst, explosive Worte die im Vulkan deiner Seele brodeln.

©Émilia

mardi 19 juin 2018

Kleine, große " Ich liebe dich" - Gesten

Einen Zauberkaffee  - Espresso mit ganz viel Milchschaum
zaubert ein Lächeln auf deinen Mund.
Ein paar liebevolle Worte
auf ein buntes Zettelchen geschrieben.
Einen innigen Kuss zwischendurch
der zum Ausdruck bringt,
du bist mir wichtig.
Eine liebevolle Nachricht an einem stressigen Tag.
Ein "pass auf dich auf" beim Abschied.

Kleine, große " Ich liebe dich" - Gesten


Wenn ich dich denke


Wenn ich dich denke
denke ich dich in warmen Farben
wie die Sonnenuntergänge hnter dem Haus.

Wenn ich dich denke
füllen Aromen reifer Kirschen und Himbeeren
meine Sinne.

Wenn ich dich denke
denke ich dich in Orange- und Espressotönen.
Ich denke dich auf zerknitterten Laken
und die Kissen auf dem Boden liegend.
Ich denke an die liebevolle Art
wie wir unseren Tag beginnen.

Wenn ich dich denke
denke in Melodien, die unser Zuhause untermalen.
Rock um den Morgen zu begrüßen
Baladen die wie eine Serenade uns durch den Abend begleiten
Wenn ich dich denke,
denke ich in Zeitlinien.
Eine Montage von Momenten,
die uns tragen.

lundi 18 juin 2018

Du kennst mein Lied.

Du kennst mein Lied.
Deine Finger schrieben jede einzelne Note
auf meine Haut.
Du maltest den Notenschlüssel auf meine Wirbelsäule
und sangst jede Note meines Herzschlags mit.

Und ich legte mich
als Notenblatt
in deine Arme
und deine Augen spiegelten mein Lied für dich.

Wisse,
dass ich mit jeder Note
einen Fragment meines Herzens singe.
Note für Note
gebe ich dir mein Herz in Fragmente.

Halte sie fest,
küsse sie warm.
Jeden einzelnen Fragment
der sich liebevoll an dich schmiegt.

Wisse,
dass ich mit jedem Fragment
ein bisschen für dich sterbe.

Und deine Arme sie halten mich fest
und dein Herzschlag
vereint sich mit meinem.mit jedem Atemzug.

Wir schreiben unser gemeinsames Lied
in uns
auf uns
mit Liebe

©Émilia




vendredi 15 juin 2018

Schreib mir

Schreib mir
Schreib mir jeden Tag
Schreib mir über die Traurigkeit in den Rosenblättern
Schreib mir mit Regentropfen auf die Fensterscheiben
Ich werde dich lesen
am frühen Morgen,
in der Dunkelheit im Morgengrauen
an meinem Fenster
und werde mit den Regentropfen weinen.

Schreib mir
auch wenn der Nebel verhindert
die Sicht auf das Fenster,
die Sicht auf den Tag.

Schreib mir
über die Zeit,
über die Morgen und Abende und Nächte
und über die Jahreszeiten.

Ich werde dich lesen.
Ich werde dich mitnehmen
in mein Schweigen,
in meine Gedanken
in meine Gebete.

Schreibe mir lange Briefe,
schwere Briefe
mit Sätzen aus dem Herzen.



©Émilia















comme un cadeau parfumé

Quelqu’un vient de partir.
Dans la chambre
il reste un soupir
la vie déserte

La rue
et la fenêtre ouverte

Un rayon de soleil
sur la pelouse verte.
...comme un cadeau parfumé .....

jeudi 14 juin 2018

Ich liebe dich still

Ich wähle,
dich in Stille zu lieben ...

Weil ich in der Stille
weder meine Gedanken noch mein Fühlen freigibt.

Ich wähle dich in der Einsamkeit zu lieben ...
Denn in der Einsamkeit gehört niemandem,
außer mir selbst.

Ich entscheide mich,
dich ganz weit weg von mir zu lieben ...
weil die Entfernung mich vor Schmerzen schützt.

Ich bete den Wind dich zu küssen ...
mit einem Blatt vom Baum, mit einem Regentropfen.

Ich wähle dich in meinen Träumen zu halten ...
denn in meinen Träumen bist du nicht endlich.

©Émilia

mercredi 13 juin 2018

Goldbraun

Und er rührte den Zucker in seinem Kaffee um.
Zwei Würfel werden Eins mit dem goldfarbenen Meer.
"Deine Augen haben die gleiche Farbe
wie der Kaffee"
Dann trank er mit einem Schluck alle Farbe aus
um sie in sich zu tragen.
Das Goldbraun,
die Augen
und die Wärme des goldfarbenen Meeres.

©Émilia

mardi 12 juin 2018

Musik zum Dienstag

Zoé's Lieblingslied



Zoé hat eine schlaflose Phase. Tagsüber ist sie ein Engelchen und nachts schläft sie schlecht ein und wacht fast jede Stunde auf.

Am Sonntag wollte sie nicht einschlafen. Ich bin mit ihr im Arm durch das ganze Haus gewandert. Wiegen half nichts nichts, Singen auch nicht. Sie lächelte mich an(oder aus). Ich spielte dann mit ihr, in der Hoffnung, dass sie endlich müde wird.
Pustekuchen.
Ich machte mit einen Zauberkaffee, weil die nacht fast eh vorbei war und schaltete das Radio in der Küche an. Dann füllte dieses Lied den Raum und Zoé schlief sofort ein.

Gestern Nacht wollte sie ebenso nicht einschlafen und ich suchte das Lied in youtube heraus uns spielte es ab. Zoé's Äuglein fielen sofort zu. Ich wartete bis zum Ende des Liedes, dann legte ich sie in ihr Bettchen. Ich hatte ein braves Kind bis heute Morgen um 5:14 Uhr.

lundi 11 juin 2018

Abgerundete Konturen

Meine Blicke liebkosen Buchstabe für Buchstabe
und ich denke dich
wie sanft und zärtlich du schreibst.
Die Weichheit deiner Stimme
spiegelt sich in den Konturen
Worte tanzen lebendig vor meinen Augen
und ich kann deine Stimme darin hören.
Und zwischen den Zeilen
sehe ich dein Lächeln,
so weich und sanft wie die Buchstaben
mit abgerundeten Konturen

©Émilia

Musik zum Wochenstart

dimanche 10 juin 2018

Ich habe dich fester gehalten,


Ich habe dich fester gehalten,
als du langsam weggeschlichen bist,
um zu lernen,
dass Abschiede am besten sind
wenn ich die Wärme dir
so lange genieße
bis das Feuer deines Namens
in meinen meinem Herzen ebenso erloschen ist
wie in meinen Gedanken.

Ich habe mich verabschiedet,
aber dich nie ganz verlassen.
Ich tanzte unter dem Wind allein
aber nie mehr als einen Herzschlag weit
von deinem entfernt.

Ich lebte mein Glück auf zarten Schmetterlingflügeln
weiter von dir entfernt als ich es wollte.
Nur um dich zu vergessen
flog ich durch einen Sommer
und verlor meine Herzfarben.



samedi 9 juin 2018

Poém pour L

Verstecke mich in deinen Gedanken
Stecke mich in deine Herztasche
Finde für mein Herz einen Platz
in einem Versteck deiner Seele
und trage mich mit dir.

Halte mich fest
wenn ich zu stürmisch bin.
Wische meine Tränen ab,
beschütze mich vor dem starken Regen.
Wenn meine Gedanken rau werden,
küsse mich weich.

Wenn graue Wolken über mir schweben,
lass deine Liebe durchscheinen
und bringe mich zum Lachen
Du bist mein bester Freund, mein Geliebter, 
meine Ruhe nach dem Sturm.
Du besänftigst mein Herz mit deiner Wärme
©Émilia

Wildnis

Die dunkle Wildnis bin ich
wenn die Sonne hinter der Horizontlinie verschwindet
und der Mond mir Gesellschaft leistet bis ich einschlafe.

Ich mag die mondlosen Nächte
die Nachtgewitter im zornigen Grau des Himmels,
das mystische Blitzefeuerwerk
die Schatten und den Nachtregen.

Das Nachzittern der nachtfarbenen Bäumen
wenn der Sturm verblasst.
Die tanzenden Nachtwildrosen.

Die raschelnden Nächte, die stillen Nächte
Nächte auf dem heißen Bitumen der Sonne
Ich liebe die Wildnis der Nacht
die unendliche Klarheit der Liebe.

Im Traum renne in den Wald
um wild und frei zu sein.
Im Traum fürchte ich mich nicht
vor den unbekannten Geräuschen
die der Wald macht.

Ich schwelge in seiner Nachtmusik.
Im Traum ist der Wald mein zu Hause.
Ich tanze im Frühnebel
lange vor dem Morgenrot
und finde Frieden in diesem Traum
und der Wald die Wildnis in mir.

©Émilia



jeudi 7 juin 2018

Liebeserklärung

Ich beschreibe wie durchschnittliche Menschen, mit durchschnittlichen Worten,meine durchschnittlichen Emotionen, lebe mein durchschittliches Leben, aber du lässt mich fühlen wie eine Königin. Dich liebe ich nicht durchschnittlich.
©Émilia

Lebenswege

Ich bin hier aufgewachsen.
Hier zwischen Felden und Tieren und Bäumen.
Zwischen Obstbäumen und Sonnenblumenfeldern.
In einem Haus mit einer Treppen aus einem alten Walnussbaum,
die unter den Füßen immer etwas zu sagen hatte
als wäre der Baum noch lebendig.
Alles und  eigentlich doch gar nichts  hat sich verändert.
Die Bank auf dem Feldweg
die Picknicktische vor dem Weingarten sind längst verblasst.
Die Zeit, als ich hier spielte ist weggerannt und ich ebenso.
Ich komme immer wieder hierher zu meinem Lieblingsplatz
unter dem uralten Maulbeerbaum
der seine brommbeerfarbenen winzigen Maulbeertrauben auf mich regnet
und meine Lippen, meine Fingern und die Sonntagsbluse bemalt.


Die vielen Gespräche und langen Spaziergänge
das Flüstern und  das Händchenhalten, die niemand es sehen durfte
mit einem guten Freund aus Kindertagen
halte ich immer noch in der Erinnerung wach.

Wachstum, Überwucherung, Zurückschneiden
war nicht nur für Planzen und Bäume gedacht.
Ich habe hier gelebt und Teile meines Seelenlebens ist noch hier .

Und ich kann nicht entscheiden, ob ich will, dass es hier weitergeht
Ich hatte einen Gott hier,
ich habe den Tod hier erlebt wie er viele Leben mitnahm.
Ich habe mich hier verändert, jedes bisschen tut es weh.
Ich bin auf eine Art dankbar, aber ich bin auch verärgert
Ich sehe alle Gesichter, die an mir vorbeigehen grüßen höflich.
Ich möchte gerne wissen was sie denken wenn sie sagen:
"Oh, du bist wieder hier!"
Ich bin nicht allein hier
und es macht keinen Unterschied außer der Sprache die er nicht gut spricht,
denn ich spreche seine auch nicht gut.


Es ist ein guter Ort zum Leben und zum Lieben
Aber nicht wegen diesem Ort,
was ich gelernt habe
und wen ich liebe bin ich hier.

Dieser Ort, alles und nichts hat sich verändert
aber ich hoffe, ich habe mich verändert
und deshalb bin ich hier
zusammen mit den Menschen die ich liebe
und zusammen mit dem Menschen der mich liebt
und zusammen  möchten wir diesen Ort verändern

©Émilia

mercredi 6 juin 2018

Und manchmal bricht die Welt in kleine Stücke

Und manchmal bricht die Welt in kleine Stücke
und Herzteile von uns zersplittern wie Glas.

Werden wir uns in den Bergen wieder finden?
Werden wir in den aufsteigenden Gipfeln nach einander suchen?
Werden wir über unsere verstreuten Herzfragmente stolpern
in der Hoffnung das wir uns gegenseitig finden werden?
Werden wir auf dem schneebedeckten Gipfel aufeinander treffen
und miteinander unsere Herzfragmente suchen?

Werden wir die gleichen Wege gehen und nach unseren Spuren sehnsuchtsvoll suchen?
Werden wir unsere Fragmente aufheben
in den Händen aufwärmen und weiter tragen?
Werden wir sie nie wieder verlieren wollen?

Und werden wir beim Abstieg
eine blaue Feder aufheben,
Tautropfen im Gras berühren,
den Gesang eines schüchternen Vogels lauschen
und Sand in den Schuhen sammeln?

Und wenn die Welt manchmal in kleine Stücke zerbricht,
ist es mir egal. 

Es bleibt bestimmt ein Stück Welt für mich übrig
und es wird genug Platz sein für dich,
für die blaue Feder,
den Sand aus den Schuhen,
für das Wasser der Tautropfen
und für das Lied des schüchternen Vogels.

Wir werden genug für uns haben.
Immer etwas Himmel,
ein kleines Netz für unser Herz,
im Auge ein wenig Licht,
und in den Lungen etwas Atem
und im Herzen immer etwas Sehnsucht und Liebe.

©Émilia

mardi 5 juin 2018

Metapher

Was ist eine Metapher, wenn nicht eine Art Ideenpirouette, auf die die verschiedenen Bildworte bezogen sind? Und was sind all diese Zahlen, die wir benutzen, all diese Mittel, wie Reime, Umkehrungen, Antithesen, wenn sie nicht alle Möglichkeiten der Sprache nutzen, die uns auch von der praktischen Welt lösen, um unser besonderes Universum zu bilden, unser privilegierter Ort für Worttänze
©Émilia

Pour Zóe

Im Tiefschlaf habe ich dein Weinen gehört,
In meinem Armen habe ich dein Lächeln gesehen
Als ich dich küsste, habe ich dein Lachen gehört
und den Sonnenaufgang in deinen Augen gesehen
und mein Herz hüpfte vor Freude aus mir heraus
und ich tanzte vor Liebe mit dir in meinen Armen.

Deine kleine Hand hielt sich in meinen Haaren fest
wie an einem Vorhang.
Und du lachtest zum ersten mal ganz laut für mich.
Immer und immer wieder....

©Émilia

Die Wege der Zärtlichkeit

Nimm meine Hand und lass sie nicht los.
Ich werde dir zuhören, was du mir sagen willst
Wenn du es vorziehst, still zu bleiben, werde ich deiner Stille zuhören.
Wenn du lachst, werde ich mit dir lachen, aber nicht über dich.
Wenn du traurig bist, werde ich versuchen, dich zu trösten.
Ich werde  für dich Sonnenblumen säen.

Wenn ich nur eine Rose habe, werde ich sie dir geben.
Wenn ich nur eine Distel habe, behalte ich sie für mich.
.
Gib mir deine Hand. Wir gehen wohin du willst.
Ich werde dich die Musik hören lassen, die ich mag.
Ich werde auch deine Musik hören und werde versuchen, sie zu lieben.
Ich werde dir beibringen, was ich weiß, es ist nichts.
Du wirst mir beibringen, was du weißt.
Es ist viel.

Nimm meine Hand.
Fünf Finger verflechten sich ineinander
Es ist das schönste Geschenk der Welt,
wenn sich unsere Handflächen berühren
wie zwei Herzkontinente.
Dies bewahrt uns vor Angst, vor Verlassen und vor Zweifel.
Hand in Hand kreieren wir ist eine neue Welt.
Eine Umarmung ist das Wunder.
Ich werde dir etwas von meinem Wahnsinn leihen.
Lehre mich ein wenig von deiner Weisheit.
Ein bisschen, aber nicht zu viel.
Wenn du mich als vernünftig siehst, wenn ich es jemals sein werde,
gib mir bitte
ein bisschen von meinem Wahnsinn zurück.
Enferne aus meinem Leben die nutzlosen Gesten, die Gesten ohne Liebe.


Ich werde deine innere Musik nicht stören.
Sag nicht, dass ich falsch denke, wenn ich nicht wie du denke.
Lass uns unseren Stolz auf eine Pusteblume legen und wegpusten

Lass uns versuchen, Bescheidenheit zu lernen.
Das Wesentliche liegt weit über alle Formeln der Vernunft hinaus.
Was ich dir heute anbiete, ist etwas, das weder Zeit noch Raum hat.
Dies ist mein Geschenk für dich, das einzige, das ich dir anbieten kann,
das einzige, auf das du vielleicht wartest

Nimm meine Hand.
Lass uns heute die Wege lernen, die zur unendlich tiefen Zärtlichkeit führen

©Émilia


Musik

Musik löst in mir eine tiefe Ruhe und Zufriedenheit aus. Es könnte sein, dass sie tief in meinem Herzen ein Gebiet berührt, das so engmatisch ist wie ein Gebet, dass die Sinne aufwühlt und zugleich beruhigt. Wie ein Sturm, das Meer Wellen schlgen lässt und die Sonne alle Wellen glättet.

©Émilia

lundi 4 juin 2018

Sur ce sentiment inconnu, dont la douceur m'obsèdent, j'hésite à apposer le nom, le beau nom grave d'amour

dimanche 3 juin 2018

Ich liebe dich

 "Ich liebe dich"ist nur ein Synonym für eine Herzentscheidung. Man verliebt sich, mit Wunsch zu teilen. Das Leben zu teilen, sich selbst zu teilen, sich immer wieder zu geben. "Ich liebe dich" ist ein Resumée einer innigen Liebe.
Ein Tropfen Wasser im Meer.
Denn schließlich ist das Gefühl der Liebe wie ein unendliches Meer, das nie aufhört seine Wellen  an den Felsen zu brechen, sich zu vertiefen, sich den Stürmen zu widersetzen.
"Ich liebe dich" nur ein Resumée einer wachsenden und sich vertiefenden Liebe.
Es wäre wichtiger zu sagen: "Ich empfinde für dich so viel Liebe. So lange ich es kann,  will ich meinen Weg mit dir gehen, ich will mich dir geben, Ich werde für dich da sein, um mit dir zu wachsen. "
©Émilia

vendredi 1 juin 2018

Die Alchemie des Augenblicks

Ich habe mich nach dir gesehnt,
wie man sich nur sehnen kann,
wenn man mit allen Fasern
des Herzens liebt.

Ich bin dir gefolgt
wie die Sonnenblume
mit der Blüte der Sonne folgt.

Lange fühlte ich mich nicht zu Hause bei dir.
Ich konnte den See und den Fluss nicht vergessen
und den Himmel darüber ebenso nicht.

Ich brauchte einen neuen Fluss
einen neuen See mit Seerosen
die mich an die erste Begegnung mit dir erinnern.

All unsere Treffen
wo es kein du oder ich gab,
sondern ein wir.
Da wo unsere Herzen sich
einen Augenblick lang berührten,
der mir so unendlich kostbar ist,
dass ich ihn niemals vergessen werde.

©Émilia

mercredi 30 mai 2018

Pour Zoé

Je m’approche dell’e pendant qu’elle dort
pour mieux me regarder.
Je la caresse dans le sens du sommeil.
Entre l’âme et le corps
ses rêves sont tissés des lignes de mes mains.
©Émilia

mardi 29 mai 2018

Nur diesen Menschen

Ich liebe diese Einfachheit eines Menschen, die Einfachkeit in den Dingen.  Diese Einfachkeit die von Demut begleitet wird. Ich mag Menschen, die den Regen auf ihrer Haut lieben und der Natur zuhören können, den Duft des Regens erahnen, lange bevor es regnet. Menschen die mit der Seele besser sehen, als die Augen einfangen können. Jene, die mur ein einziges Mal tief und innig lieben und diese Liebe ihr Zuhause nennen. Und jene die ihr Herzblut in Dinge legen, und mit der Welt in Verbindung um sich herum zufrieden sind. Denn bei diesen Menschen ist die Süße in der Bitterkeit, da ist Sensibilität in der Rauheit, da ist immer Liebe vorhanden. Und man braucht nichts auf der Welt. Nur diesen Menschen.

©Émilia

lundi 28 mai 2018

Elemente

'Erde'
Wir sind keine Sterne.
Das Universum,
hat uns aus Erde geformt,
in Schlamm geworfen
mit Gewittern und
ausbrechenden Vulkanen beseelt.
Unsere Seelen singen Lieder
und wir erheben uns
durchzogen mit Venenflüssen
und Felsengesichtern,
während der ruhige Mond
mit Liebe auf uns herab sieht.

'Luft'

Dein Atem
mischt sich mit meinen
zu einem bittersüßen Seufzer,
du sagst meinen Namen wie ein Gebet.
Wir sind uns einander
Schiffsegel im rauen und im ruhigen Meer.
Wir umarmen uns in einer Brise,
wie zwei einander verlorene wiedergefundene Seelen
und es ist schwer zu sagen
wo ich ende und
du beginnst.

'Wasser'

Wir verschmelzen ineinander
zu Regenwasser
unsere Herzen sind Flüsse
und münden in das weite Meer,
und speisen es mit Süsswasser unserer Liebe.
Wir fallen wie wilde Wasserfälle
und tauchen in das tiefe Unbekannte.
Wir schlagen überschwänglich dann rieselnd
singende Wellen die uns tragen wie ein Schiff.

'Feuer'

Wir sind wilde Kinder der Liebe
eingekerbt und verbrannt,
wir sind karminrot
in den Wehen wilder Leidenschaft,
wie die Hitze der Sterne
die sanft die Erde wärmen bei Nacht
Unsere Berührungen
entflammen die Sterne
bis sie zerbarsen
im Kosmos.

'Ether'

Wir sind Liebesether
und fordern zurück verlassene Träume
und Häuser, die jetzt in Ruinen liegen,
wir setzen uns ab,
weich wie Sternenstaub
auf den Mantel der vergänglichen Zeiten.
Wir sind Erinnerungen.
Licht an vielen
und Dunkelkeit an manchen Tagen.
Aber wir sind immer gefüllt
mit der Hoffnung und Liebe

©Émilia

Dance with me

Offre moi tes bras,
Enlace moi.
Fais moi rire aux éclats
Mais ne me lâche pas !


Oh
Dance with me
and we will be children together.
Dance with me
and we will laugh till our bellies hurt.
Dance with me
and the sun shines upon us.
Dance and we will be lovers,
you and me.

Lass uns tanzen bis zum süßen Ende.
unter dem sinnlich errötenden Himmel.
Deine Finger berühren meine Haut
und Sterne wirbeln
im flüssigen indigofarbenen Nachthimmel.
Du legst den Mond mit einem Kuss
auf meine Lippen.
Wir beißen ekstatisch ein Stück vom Mond ab,
Im Tanz der Sinnlichkeit 
sind wir fliegende Kometen,
bringst die Welt um uns herum zum Schwingen
sterben kleine Tode
zerfallen zu Sternenstaub.
Lass uns
goldfarbenmit geschlossenen Augen
bis zum süßen Ende tanzen.

©Émilia


dimanche 27 mai 2018

Musik zum Sonntag

samedi 26 mai 2018

Fragiler Augenblick

Ich finde Trost
in der stillen Stille am Flussufer.
Am Fluss ohne Wellen
wenn der Himmel sich darin spiegelt.
- die Tiefe eines unendlichen Kusses -
In der Ruhe vor dem Sturm
in der friedlichen Ruhe vor dem Chaos,
verwandt mit
der friedvollen Ruhe
vor dem Schmerz.
Ich finde Trost
in der Stille nach dem Unglück
und im zarten Glück einer beginnenden Liebe.
In der Fragilität des Augenblicks
finde ich die Ruhe vor der Endlichkeit,
den Trost vor dem Glauben
es gibt kein verblasstes Blau.
Es gibt den fragilen Faden
der mein Herz mit deinem verbindet
und es gibt das fragile Glück
über das wir rennen
stolpern und fallen.


©Émilia





Gänseblümchen

Als ich am Rand des Waldes ankam
und alle Bäume hinter meinem Rücken blieben
setzte ich mich in den Saum einer Wiese,
in dem Gänseblümchen eingenäht waren.
Eines rupfte ich heraus,
zupfte Blatt für Blatt aus der Blüte und dachte
"Ich liebe ihn, ich liebe ihn nicht, ich liebe ihn."

Aber als ich sah
dass Gänseblümchen sich dem Lauf der Sonne zuwenden,
fühlte ich augenblicklich,
ich sollte der Logik meines Herzens folgen,
wie das Auge des Tages der Sonne folgt,
dich jeden Tag neu zu lieben.
So wie das Gänseblümchen
mit dem Aufgang der Sonne seine Blüte öffnet
und sie mit dem Abendrot schließt,
sollte ich sicher sein,
dich zu lieben.



©Émilia



vendredi 25 mai 2018

Enigmatisch

Als der Schmerz nachließ, war es still. Enigmatisch still. Dann fand ich zu mir, wie man die Nadel im Heuhaufen findet. Zufällig. Jetzt darf ich mich nicht mehr verlieren.
— ©Émilia

Herzstürme

Von einer elementaren Macht entfesselt
riecht die Luft nach Wildheit und Feuersturm.

Und im Grau des Himmels
grollt der Donner mit einer immensen Leidenschaft
so dass die dunkelgrauen regenschweren Wolken angstvoll zittern.

Blitze zerreißen die Wolken,
der Himmel brennt lichterloh.

Eine Regentränenfluten, die sich in Hagel verwandeln
fielen auf die Erde wie Wasserbälle
Mit Elektrizität geladene Luft.

Entfesselte Wildheit der Regenwolken im Herzhimmel


Ich kann nicht anders als es zu lieben
- dein mistralisches stürmisches Herz.

©Émilia

Braille-Schrift

Meine Augen malen mir Bilder von Gesichtern
die ich zurückgelaasen habe.
Sie malen mir Bilder von Menschen die mich zurückgelassen haben.
Sie malen mir den Weg der Herzzeit
in meine Herzlandschaft.
Und ich schreibe ein Buch
mit allen Worten die sich in mein Herz gelegt haben.
Mit allen Gedankenblitzen die meine Herzlandschaft durchbohren,
wie Nadeln sich in einen Rocksaum nähen.
Mit allen Wettern und Unwettern.

Du hast mir gesten versprochen,
mich sorgfältig zu lesen.
Mit den Fingern behutsam
über jeden Buchstaben, über jedes Wort zu streichen
wie Blinde Braille-Schrift lesen,
mehr mit dem Herzen, als mit den Augen.

©Émilia

lundi 21 mai 2018

Thé à la rose

Immer wenn sie Fragen an das Leben - an ihr Leben - hatte, stellte sie das ganze Haus auf den Kopf. Als würde man eine Schachtel mit unverzichtbarem Kleinkram ausleeren und neu sortieren. Wenn man den kleinen Dingen einen Platzt gibt, sortiert sich im Großen auch vieles, fand sie.

Es war nicht so, dass sie unordentlich und unsortiert war, oder das Sachen herumlagen, weil sie noch keinen Platz hatten. Dennoch fand sie immer etwas, was platzlos herumlag.
Die Holzböden könnten auch mal wieder gepflegt werden, oder die Fensterscheiben könnten ihr einen noch klareren Blick in die Welt zeigen.
Sie wollte sofort Ergebnisse sehen.
Als könnte das Haus Antworten unauffindbar verstecken, damit man sie suchen muss.
Und während sie das Unverzichtbare sortierte neu sortierte und das Verzichtbare entsorgte, duschte sie und zog sich chic an.
Im Zimmer mit den sonnengelb gestrichenen Wänden, setzte sie sich an den runden Tisch aus Kirschholz und trank einen  Rosenblütentee aus einer zarten Porzellantasse mit Kirschblüten.

Bei Thé à la rose konnte sie über die Welt und Gott und ob das Universum eine Seele hat sinnieren.
"Was wäre gewesen wenn...?" Ja wenn das Leben bis anhin anders verlaufen wäre? Mit anderen Menschen, an anderen Orten, mit anderen Lieben?
"Was wäre wenn?" ist eine überflüssige Frage die man an das Leben stellt. Vielleicht aus Unsicherheit, Bequemlichkeit, Angst oder aber auch aus Sehnsucht und Liebe.
"Hätte ich doch...." Einen anderen Weg eingeschlagen, jemand anderen geliebt, sich anders entschieden?
 Nun ja, das Leben zeigt sich nicht als Konjunktiv oder als Zukunft, damit man wählen kann was einem bequemer scheint. Es zeigt sich in der Gegenwart - Jetzt - .
Man lebt den Augenblick. Und wenn man etwas sehnsüchtig ändern will, sollte man es tun. Auch wenn vieles dagegen spricht.
Auch wenn sich das ganze Leben verändern wird.
Sonst verfängt sich die Sehnsucht in den Gedanken, wie ein  Ballon der sich in den Baumästen verfängt und als bunter Fetzen die Aufmerksamkeit auf sich lenkt.

Und als die Tasse mit dem nach Rosen duftenden Tee leer war, ihre Gedanken geordnet und sie ihren Platz im Augenblick wieder fand, fühlte sie sich glücklich so wie sich das Leben ihr zeigt.
Manche Gedanken, wenn man sie immer wieder denkt und überdenkt, machen unglücklich.
Und wieso sollte man unglücklich sein, wenn man glücklich sein kann?
Es gibt so viele Arten von Glück und viele besonderen Augenblicke



Musik zum Montag

samedi 19 mai 2018

Das letzte Lied

Als die Musik eine besondere Wichtigkeit in meinem Leben bekam, schrieb ich die Titel und den Interpreten auf. Ich hörte Musik aus verschiedenen Genre. Überwiegend hörte ich  Rock, Balladen und Folk.
Ich hörte gestern die Musik vergangener Tage. Titel für Titel spielte ich an, oder ganz ab.
Ich hörte aus jedem Wort, aus jedem Vers, die ganze Sehnsucht, die ganze Traurigkeit heraus. Ich fühlte im Refrain nur Sehnsucht, aber nicht das Glück. Und nicht die Liebe die im Lied besungen wurde.
Ich hörte mir das letzte Lied auf der Playliste an und fühlte wie sich die Sehnsucht in Liebe verwandelte. Wort für Wort lauschte ich, Vers für Vers sang ich in Gedanken mit. Ich summte die Melodie zwischen den Versen mit.
Der Refrain sang ich leise mit. jede Wiederholung des Refrains sang immer lauter mit.
Dann drückte ich auf Replay und sang das ganze Lied mit. Ganz laut. So als würde mich niemand hören und sehen tanzte ich.
Ich fühlte so viel Liebe in diesem Lied und drückte immer wieder auf Replay.
Und mein Herz flog aus mir heraus uns sang mit Liebe immer wieder den Refrain.

Ich höre gerne Musik. Ich suche zwischen den Worten nach der Sehnsucht, nach der Liebe, nach der Traurigkeit in mir. Ich suche mich in jedem Lied. Ich suche das Gefühl, das sich manchmal anfühlt wie eine tiefe Sehnsucht nach einem Lied, das ich noch nicht geschrieben habe. Ein Lied dessen Melodie ich noch nicht kenne. 
©Émilia

mercredi 16 mai 2018

Menschen und Jahreszeiten

Ich las als Teenager gerne Naturgeschichten. Über Bäume, über Tiere, über Flüsse, Jahreszeiten und manche  Autoren geizten nicht mit Metaphern. Ein Fragment blieb mir in Erinnerung.
So sinngemäß zitiert: "Vergleichen wir Menschen die uns im Leben begegnen mit den Jahreszeiten."

In Gedanken wandere ich zurück, als ich ca. siebzehn Jahre alt war. Mit siebzehn ist man als Mädchen zwar schon eine junge Dame und achtet sehr auf sein Äußeres. Mit siebzehn sah ich aus wie ein Mädchen mit fünfzehn und so fühlte ich mich auch.
Bis eines Tages im November. November ist ein melancholischer verregneter Herbstmonat. Die Bäume werfen ihre letzten Blätter im Novembersturm ab. Die Natur ist eine amorphe Elegie. Eine Enigma im Nebel.
Ich stand auf dem Perron und wartete ungeduldig auf die Métro.  - Acht Haltestellen waren es von der Schule bis zum Bahnhof. An der neunten musste ich aussteigen. Ich hatte also jede Menge Zeit Menschen zu beobachten. -
Ich zog die Mantelkaputze fester zusammen, damit meine Ohren vor dem Schneeregen geschützt sind und hielt sie mit einer Hand fest. Die andere Hand steckte ich tief in die Manteltasche. Der Novembersturm peitschte den Schneeregen auf den Perron und riss mir immer wieder die Kaputze vom Kopf. Die Regentropfen und die winzigen Schneeflocken glänzten wie Pailletten auf meinen Haaren und Schulten und reflektierten das Neonlicht.
Endlich hielt die Métro, ich stieg ein und setzte mich auf einen freien Platz am Fenster. Ich hatte jede Menge Zeit Menschen zu beobachten. Ich sah ihnen einen Augenblick lang in die Augen, auf ihre Gesten, auf die Haare oder auf ihre Kleidung.
"Vergleiche Menschen mit den Jahreszeiten, " fiel mir der Satz wieder ein. Wir erkenne ich Frühlingsmenschen? Sind sie fragil, sensibel und voll von Zärtlichkeit? Sind die Sommermenschen schön im Herzen und besonders warmherzig, liebevoll und fröhlich? Herbstmenschen lieben sie Farben? Tragen sie den Duft der Ernte, eine innere Stärke in sich? Und Wintermenschen sind sie still und schön wie  unberührter Schnee? Tragen sie eine besondere Ruhe im Herzen?
Ich beobachtete fremde Menschen und ordnete sie den Jahreszeiten zu. Ich kannte diese Menschen nicht und ich kannte deren Natur nicht. Ich habe geraten.
Ob ich richtig oder falsch lag, habe ich nie erfahren.
Die Métro hielt an der Haltestelle am Bahnhof. Ich stirg aus und rannte los, um meinen Zug nicht zu verpassen.

Zuhause wurde ich von dem Gedanken Menschen den Jahreszeiten zuordnen abgelenkt. Und bis anhin kam mir dieser Gedanke nie wieder in den Sinn.

Heute las ich zufällig über einen Wintermenschen. Und sofort fiel mir der Satz wieder ein.

Ich sah Zoé an un entdeckte den Frühling in ihr. Den Frühlingshimmel ihn ihren Augen, die zarten Händchen, die Fragilität ihres Körpers, das zärtliche, fröhliche Lächeln, und die aufkeimende Hoffnung und das unruhige Streben nach Wachsen. Mein Frühlngsmädchen.

Ich sah dir in die Augen, sah einen See im Sonnenuntergang. Ich hörte deine wärmende Stimme wie sie meine Sinne berieselt wie ein feiner Sommerregen. Ich fühle deine beschützenden Arme um mich, ich fühle mich an deiner Schulter geborgen. Tief in deinem Ich erahne ich manchmal ein reinigendes Sommergewitter.  Deine Worte donnern und deine Augen blitzen wie ein See im Sturm. Dann schenkst du mir das schönste Lächeln. Es ist wie ein Sonnenaufgang. Warm spiegelt es sich in den  morgenfrischen Tautropfen. Mein Sommergefährte.

Und ich? Ich bin eher der launschische Frühlingsmensch, der manchmal die Stille des Winters vermisst, aber im gleichen Augenblick impulsiv aus sich herauswachsen will. Ich weine Aprilschnee und lache Mairegen. Ich liebe meine Natur die immer pastellfarben ist.

©Émilia



lundi 14 mai 2018

Freude

Es gibt immer etwas Schreckliches in jedem Leben.
Es gibt in den Tiefen jeden Lebens etwas schrecklich Schweres,  wie ein Blei, das einem herunterzieht in eine Art profunder Traurigkeit.  Abgesehen von den Heiligen und streunenden Hunden sind wir alle mehr oder weniger von der Traurigkeit befallen. Traurigkeit ist wie eine Epidemie.
Freude hingegen kommt nicht von innen, sie entsteht von außen - eine Sache von nichts, zirkulierend, luftig, fliegend. Freude hat nichts mit Euphorie, Optimismus oder Enthusiasmus zu tun. Sie ist kein Gefühl.  Freude hat keine Vorgeschichte, kein Gewicht, keine Tiefe. Sie fliegt einem zu wie eine Vogelfeder die vom Himmel fällt.
Sie ist das kostbarste menschliche Geschenk. Nur Kinder können sie bedingungslos empfinden und verschenken. Kinder, Heilige und streunende Hunde.
Und ich?
Ich trage ein Blei in mir, das mich in die Tiefen der Traurigkeit zieht, wie ein Wassermännchen die Kinder herunterziehen mag, wenn die in einen offenen Brunnen schauen.
Aber ich freue mich für die wunderbaren kleinen Augenblicke die mir geschenkt werden,  für die Liebe die mir geschenkt wird. Das alles und mehr öffnet die Tür der Traurigkeit so freundlich, dass sie verloren geht, dass sie ihre dunklen Manieren verliert und dass ich sie nicht mehr erkenne.

Freude zahlt immer einen hohen Preis. Unendliche Freude geht nicht ohne unendlichen Mut. In deinem Lachen ist es dein Mut, den ich gehört habe - eine tiefe Liebe die mir Mut schenkt. Mut jede Tiefe der Traurigkeit zu überwinden.

Ich danke dir für die Liebe und den Mut die Tür zu meiner Traurigkeit zu öffnen und den Raum mit Freude zu füllen

©Émilia

Musik zum Montag

dimanche 13 mai 2018

"Muttertag ist ein Tag wie jeder andere auch," pflegte Mama immer zu sagen.
Sie hat von uns Kindern nie erwartet, dass wir besonderen Wert auf solche aufgezwungene Tage, wie Muttertag, Valentinstag, Frauentag usw. legen.
Sie war in jeder Lebenslage ein sehr emotionaler und temperamentvoller Mensch. Gleichzeitig war sie sehr introvertiert.

Ich mache eine Zeitreise zurück. So weit zurück wie meine Erinnerungen noch reichen. So weit zurück wie meine Erinnerungen noch Bilder vor meine Augen legen können.
Mama war nicht die typische Mama die uns jeden Tag mit einem Küsschen weckte, uns wusch und könnte und uns zur Schule brachte, damit wir unsere Füße nicht anstrengen müssen zum Laufen.
Mama war berufstätig. Sie arbeitete hart. Sie arbeitete Schichtdienst und Bereitschaftsdienst und machte Überstunden, damit meine Eltern ein Haus bauen konnten.
Sie schleppte schwere Einkäufe, putzte und kochte für uns. Und sie hatte immer ein Ohr zum zuhören, eine Hand um uns zu streicheln, Worte um uns zu trösten und viel Humor, um uns zum Lachen zu bringen. Sie hatte aber auch eine Art Heiligkeit in sich zu der wir aufsahen. Sie war eine sehr schöne Frau, hatte eine besondere Zärtlichkeit in ihrem Wesen und ebenso eine besondere Fragilität. Sie zeigte ihre Liebe auf eine besondere Art in den kleinen Dingen des Alltags. Wer nicht tiefgründig genug fühlte, nahm sie nicht wahr.
Sie sagte nie "ich liebe dich, oder ich habe dich lieb", sondern zeigte es indem sie indem sie sagte "was täte ich jetzt ohne dich?" oder "komm her du kriegst ein Kuss." Als wir klein waren und sie uns noch hochheben und tragen konnte, hob sie uns hoch und wirbelte uns im Kreis herum.
Am Muttertag aber deckten wir Kinder den Frühstückstisch mit dem guten Porzellan für sie. Und als wir ihr für ihre Liebe und Fürsorge dankten weinte sie. Zuerst löste sich die erste Träne aus den Augenwinkeln und rollte die Wangen herunter auf unsere Haare und dann lösten sich alle Tränen aus dem Wimpernsaum und fielen wie ein Platzregen auf unsere Köpfe.
"Oh, ich will euch nicht die Haare waschen," lächelte sie verlegen und küsste uns auf die Stirn. Stirnküsse zeigen innige, bedingungslose Liebe. Sie küsste unsere Stirn, wischte den Lippenstift mit dem Daumen weg und verstrubbelte unsere Haare. Wir sind alle Wuschelköpfe. Sie liebte unsere Haare. "Lammwolle" nannte sie unsere Haare.
Das war der besondere Augenblick  - Mama's  Tränen in meinen Haaren glänzten wie winzige Perlen in den Haarstränen.

Als Mama erkrankte versuchte ich ihr diese Liebe und Fürsorge zurückzugeben.

Rollentausch. Als Kinder nehmen wir und als Erwachsene geben wir.
Ich weiß nicht ob Mütter sich generell lieber an die Töchter wenden, aber sie wollte nie, dass die Jungs sie sehen wenn sie Schmerzen hatte. Von den Jungs lehnte sie jede Hilfe ab was ihre Pflege betraf. Wir wurden beste Freundinnen und doch sagten wir uns nicht alles, wie beste Freundinnen es tun. Wir strittenn uns auch sehr heftig und lagen uns Minuten später in den Armen und weinten uns uns gegenseiten an den Schultern des anderen aus. Tränenregen bereinigt jede Wut, jede Traurigkeit. Dann lachten wir wieder. Vielleicht mag ich deshalb den Regenbogen so sehr. Er verkörpert die Freude des Himmels nach einem Unwetter.

Der rasante Fortschritt ihrer Erkrankung, machte sie zu einem anderen Menschen. Sie empfand irgendwann, dass sie nicht mehr die Frau zu der ein Mann aufsieht war. Sie nahm rapide an Gewicht ab als man ihr eine Niere entfernte und als man dann in der anderen einen Nierenzellkarcinom diagnostizierte. Sie fuhr eines Morgens( zum Wochenmarkt, sagte Oma) und kam nie an. Oma hatte keine Tochter und ich keine Mama mehr.

Ich hatte damals als ihre Krankheit fortgeschritten war, selbst viel durchzustehen und das Studium noch dazu zu bewältigen. Ich war nicht rund um dir Uhr bei ihr. Ich nicht ihre Hand und sie schlief nicht in meinen Armen ein als sie für immer einschlief. Das wäre mein letztes Geschenk an sie gewesen.

Heute bin ich selbst Mama und weiß wie es ist als Mama alles zu geben. Ich begreife es erst jetzt, wie es ist, zischen Muttersein, Partnerschaft und Beruf einen Spagat zu ziehen und darauf zu balancieren. Und ich denke ich werde auch meiner Tochter mit Tränen ihre Haare waschen.

vendredi 11 mai 2018

Im Lesecafé an der versteckten Straßenecke

Der Himmel war hellgraufarben. Regenschwere dunkelgraue Wolken galoppierten donnernd, wie vor Wut schäumende Wildpferde quer über das milchige Grau. In einer Ecke des Himmels blitzte es. In der anderen Ecke des Himmels zeigte sich der Viertelmond zwischen friedlichen Wattewolkenkissen.
Die Bäume schütteln sich noch einmal im Wind wie regennasse Hunde und dann ist es still. So als würde alles innehalten. Die Ruhe nach dem Sturm.

Im Lesecafé an der versteckten Straßenecke, saß sie auf ihrem Lieblingsplatz in der rechten Ecke vor dem Bücherregal. Sie verlor sich fast in der pflaumenfarbenen Polsterecke. Auf dem runden Tisch stand eine große blaue Tasse mit weißen Punkten mit duftendem Milchkaffee.
Sie sah immer wieder mit neugierigem Blick zur Tür.
Sie wartete auf ihn.
Nach einer gefühlten Ewigkeit sah sie ihn  in der Tür stehend und suchend um sich zu blicken.
Sie rief seinen Namen und er erkannte ihre Stimme.
Er sah sie nicht. Er sah sie nicht mit den Augen. Er sah weder die Farbe ihrer Augen, noch die ihres Haares. Er sah weder ihr Lächeln, noch ihre Traurigkeit.
Sie eilte auf ihn zu, nahm seine schmalen zitternden Hände und drückte sie fest.
Er fühlte ihre warmen samtweichen Lippen auf seiner Wange als er sie stürmisch umarmte.
Mit seinen Händen umrahmte er ihr Gesicht. Seine Finger zeichneten zärtlich über die weichen Konturen ihres Gesichts.
"Wie wird es sich anfühlen, wenn er meinen Körper ganz entdeckt. Das was ihm bis anhin noch verborgen blieb?" dachte sie.
"Du machst mich neugierig auf dich," sagte er mit einem leisen Zittern in der Stimme.
Sie lächelte verlegen.
Er fühlte ihr verlegenes Lächeln mit anderen Augen. Er sah sie gut mit seinen Herzaugen. Mit den Fingerkuppen zeichnete er die Konturen ihrer lächelnden Lippen nach.

Zehn Minuten nach Mitternacht küsste er sie gutenacht und gutenmorgen, drückte sie noch einmal an sich, fühlte ihre fröstelnde Haut unter seinen Händen. Er drückte sie noch einmal ganz fest an sich, vergrub sein Gesicht in ihren Haaren.

"Wir sehen uns später," flüsterte er zwischen zwei Küssen.
" Aber ja, wir sehen uns später," wiederholte sie.

Er fühlte die Frische aus der Farbe ihrer Stimme. Er fühlte ein Ja und lächelte verträumt als er ihre  Hand losließ und ging.
Er sah ihr nach, drehte sich noch einmal und noch ein weiteres Mal um, als würde er sie sehen und ging.
Sie sah ihm lächelnd nach und als er sich umdrehte winkte sie ihm zu.
Dann fuhr sie davon.

Das erste Mal, dass sie jemanden liebte - ein guter Freund -. Sie liebte ihn, so sehr wie sie lieben konnte. Und er liebte sie auf eine Art die ihr jeden Freiraum nahm.
Aber dann, nach einigen Wochen entschied sie vernünftig, dass sein Herz nicht der Ort waren, an dem sie ein Haus bauen wollte. Also verließ sie ihn. Es war vernünftiger so.
Lange hat sie an ihren Herznähten gearbeitet. Finger nähten so flink sie konnten und hinterließen schmerzende Lücken. Jenseits aller Vernunft, vermisste sie ihn.

Und jedes Mal, wenn jemand an ihre Herztür klopfte, liebte sie wieder und wieder. Sie liebte immer anders. Und sie nähte immer wieder an ihren Herzhäuten, bis eines Tages die Säume so ausgefranst waren, dass ich sie nicht reparieren konnte.

Ab da verliebte sie sich nicht mehr.

Er liebte sie immer noch sehr und all die Jahre konnte er sie nicht vergessen.

Jedes Mal wenn sie in der Stadt war, trafen sie sich in ihrem "Versteckten Lesecafé" und redeten über ihr Leben und über ihren Alltag. Sie redeten nie über die Liebe, nie über das Vermissen, nie über das Gefühl der Leere im Herzen.
Mit der Zeit verblassen Lieben. Aber diese ihre verblasste nicht.
Immer wenn sie sich trafen, lebten sie ihre Liebe auf.
Nur einen Cafe lang schlugen ihre Herzen für einander.
Dann trennten sie sich wieder.

An einem regnerischen Sonntagmorgen trafen sie sich erneut zur Caféliebe. Der Sonntagmorgenregen klopfte monoton an die Fensterscheiben des Café's.

In der Vase hielten ein paar traurige Blumen ihre Köpfe gesunken. Draußen weinten traurige Blumen im Regen. Eine Kerze flackerte ungeduldig und spiegelte sich in ihren Augen, als würde sie auf ein Wunder warten.
"Ist Liebe genug? Ist Liebe wirklich genug in dieser verrückten Welt, in meiner blinden Welt, um die Lücke zwischen unserem Kopf und unserem Herzen zu schließen?" flüsterte er. "Damit wir uns auf heute konzentrieren können? Kann sie Hindernisse überqueren und auch überleben, egal wie schwer sie sind? Ist Liebe wirklich Jahr für Jahr gedacht, Zweifel überwinden und tief sitzende Ängste besänftigen?"
"Uns fehlt der Mut, es herauszufinden," antwortete sie traurig. "Und wenn wir den Mut aufbringen, fehlt es uns an Geduld und Kraft durchzuhalten."

"Wenn Liebe diese Welle von Emotionen, die einem wegfegt wenn sie einen  Herzschlag mit einem anderen Herzschlag verbinden ist, wird sie auch in der Lage sein, alle Hindernisse niederzureißen und bestehen bleiben. Meinst du nicht?"
Sein Atem streifte das Kerzenlicht, das ungeduldiger den je zitterte, als würde es sagen wollen. "Macht schon, ihr Idioten. Spricht euch aus."
"Ich denke deine Liebe und meine Liebe sind wirklich magisch und wirklich stark genug um es mit dem Rest der Welt aufzunehmen." Sie legte ihre kleine Hand auf seinen Unterarm.


Und wir sind Verwandlung

Wir schenken uns der Stille,
dem Schweigen,
der Nacht
und uns selbst.

Und trotzdem reden wir viel
wortlos
gedankenlos.
Aus unseren Augen blühen Wildrosen
und wir suchen in der wilden Augenerde nach Liebe.
Bewundernd musternd was Liebe schafft
- die Farbe und das Licht
und die Tiefe -
Und wir sind bereit unsere Ahnung zu entfalten
und die wilden tiefen Wurzeln.

Und wir sehen uns sinnlich,  nackt und begehrend
und die Haut glühend und gierig nach Küssen
bereit für sinnliche, schweißtreibende Gefechte
und Lust und Erfüllung.

Und wir sind bereit füreinanander zu brennen
Das Herzgewölbe, die Flüsse, das Zentrum
sind Feuer und Flamme
Lust und Genuss.

Wir schreiben uns Liebesbriefe
mit selbstgemischter Tinte auf die Haut.
Und wir schenken uns die Stille.
In ihr sind Momente voll mit Musik

und wir sind Verwandlung

©Émilia













lundi 7 mai 2018

*inspirierend*


Ich kann dich nicht einfach
in ein einziges Wort legen,
denn du bist so sehr
alles um mich herum.
Die gutenmorgenküssende Sonne
an einem sanften Frühlingstag,
Wolkenschlösser auf Wolkendecken,
der Sommerregen am frühen Abend.
Du wohnst in jedem Gedanken
und lebst in meiner Herzkammern.
und du riechst nach
Zuhause.

Ich fühle dich in
wirbelnden Gedanken.
Ich trage sie als Blumenkleid
im zärtlichen Frühlingswind.
Jedes Blütenblatt erzählt ein Gedanke
jedes faserige Kelchblatt ist so tief in mir verwurzelt
Die fragilen Pétalen
in starken Schalen gewickelt
entfalten sich
mit jeden Moment, mit jedem Atemzug
inspirierend neu.

Ich denke dich neu

©Émilia





à te chercher

J’ai appris à te reconnaître dans la plus infime parcelle de bleu
à te chercher
     là où la pierre éternise
la trace du soleil et de l’eau

vendredi 4 mai 2018

Er glaubte nur an Sonnenaufgänge,
aber nicht an Sonnenuntergänge

Er war sich der Endungen nicht bewusst,
denn er glaubte nur an die Anfänge.
Vielleicht haben Dinge für ihn  nie geendet.
Er sah nur, wie das Licht durch den Wolkenhimmel drang,
aber fühlte nie das Licht sich in Dunkelheit verwandeln

Er war sich bewusst, dass es so etwas wie Dunkelheit gibt
auch  so etwas wie die Dämmerung.

Zu wissen, dass Schönheit im sterbenden Licht gefunden werden kann
wenn  der Tag zur Nacht wird.
Sie sprach vom verblassenden Abendrot
sie sprach vom Abendhimmel
Sie sprach von den Wundern des verblassenden Lichts,
wie die Vögel bei Sonnenuntergang in ihre Häuser flogen.

Vom wunderschönen orangefarbene Glühen des Sonnenuntergangs
und wie die Farben sich in Indigo mischen und Sterne sich zeigen
Sie sprach von Ehrfurcht, von der Einzigartigkeit jedes Einzelnen.
Sie sprach von Tod und Wiedergeburt
Von Hoffnung und Veränderung.
Wie die Dunkelheit der Nacht kommt und geht.

Er wurde neugierig auf die Sonnenuntergänge
und wünschte sich einen Sonnenuntergang mit ihr zu teilen.
Er wollte wissen
das nach dem Sonnenuntergang ein Sonnenaufgang folgt

Er hielt ihre Hand
teilte mit ihr Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge
und wenn es dunkel wurde
stand er an ihrer Seite
küsste sie in der Dämmerung
und sie küsste ihn im Morgengrauen wach.
Gebadet im Licht der verblassenden und aufgehenden Sonne stehen sie da

Sie wissen, dass sie einander lieben.

©Émilia

jeudi 3 mai 2018

Geschwister

Jeden Morgen um Punkt fünf wacht Zoé auf. Sie dreht ihr Köpfchen hin und her als würde sie uns suchen, streckt ihre winzigen Ärmchen in die Luft, sieht ihren Händchen nach, spielt mit ihren Fingerchen.
Meistens wache ich ein paar Minuten vor ihr auf. Ich fühle es im tiefsten Schlaf, dass sie bald aufwacht. Dann sitze ich ganz still an ihrem Bettchen und sehe ihr beim Aufwachen zu.
Mit den Füßen angele ich nach meinen Clogs, nehme Zoé aus ihrem Bettchen, setze Teewasser auf und beginne mit ihrer Körperpflege. Wenn Zoé hungrig ist, kann  sie sehr ungeduldig werden.
Zwei, drei Löffelchen warmer Fenchel/Kamille/Anis- Tee(selbst zusammengesetzt) wirken für ein paar Minuten Wunder.

Zoé bestimmt den Morgen. Zuerst ihr Früstück, dann wird geknuddelt, gespielt und gelacht. Sie hat unsere volle Aufmerksamkeit. Sie schläft auch nicht mehr gleich nach dem Frühstück ein. Ein Morgenspaziergang muss schon noch sein.

Heute Morgen fuhren wir nach Frankfurt Kollegen besuchen. Sie zeigte sich von ihrer allerbesten Seite.
Und am entspanntesten war sie in Papa's Armen.

"Mädchen sind Papa's Engelchen und Mama's Teufelchen. Sagte ein Kollege, wofür er sehr ernste Blicke erntete. Von wegen ich habe noch Urlaub und Zeit für einen Jungen, denn Jungs sind Mamakinder.

Ich denke nicht darüber nach, ob Zoé ein Einzelkind bleibt. Das ist vorerst unwichtig. Sie ist gesund und das ist wichtig.
Das ist das Wichtigste.

"Lass sie nicht als Einzelkind durch die Welt gehen." sagte auch meine Lieblingstante.

Wenn ich jetzt unsere Geschwister betrachte habe ich gemischte Gefühle.
Er und sein Bruder haben kaum ein Verhältnis. Fremde haben sich mehr zu sagen. Sie verstehen sich gut, aber haben nicht so das familiäre Verhältnis untereinander.

Ich verstehe mich mit meinen Brüdern gut. Zu meinem Halbbruder hat sich alles verbessert. Wir sprechen viel miteinander und er besucht uns sehr oft, wenn er beruflich in der Nähe ist. ich bin nicht mehr nur die kleine nervige Halbschwester.
Mit meinem mittleren Bruder verstand ich mich schon immer am besten.
Mit meinem Zwillingsbruder habe ich mich immer gut verstanden, bis er krank wurde. Krankheit verändert einen Menschen. Ich habe seine letzten Tage vor Augen, wenn ich ihn denke. Seine Aggression, seine Wut auf seine Kinder, seine Wut auf mich und auf alle die ihm nahe standen.
Und dieses Bild setzt sich vor alle Liebe, vor alle Kindheit, vor alles Leben. Was von ihm blieb ist eine tiefe, tiefe Traurigkeit und seine Kinder die mich mehr Mama sehen, als ihre leibliche Mama.














Du bist mein Fels in der Brandung
an den ich mich lehne
Du bist die beruhigende Stimme
wenn ich fühle, dass ich mich verliere
Du gibst mir mein Lachen zurück
wenn ich mich nicht erinnern kann
wo ich es verloren habe.
Du bist mein Resonanzboden
wenn ich fühle, dass meine Stimme versagt


Du bist der Inbegriff von Integrität
Wenn die Angst
mein Herz durchbohrt.
Du bist meine beständige Bestätigung
von Liebe, von Güte, von Loyalität

Du bist meine Umarmung
die Konstante in der Mitte
meiner emotionalen Instabilitäten
Du bist mein Gestern,
mein Heute,
mein Morgen,
die Definition tiefer Liebe,
was mich immer wieder überrascht

©Émilia

Dir näher kommend

Dir näher kommend,
atmete ich der Duft deiner Haut
der mich verführte
mit den Fingerkuppen deine Wangen,
mit einem hauchzarten Kuss deine Schläfen zu berühren.

Meine Wangen glühten als ich deine Hände meine Wangen berührten
dein Kuss die Leidenschafft in meinen Sinnen weckte
und deine Finger meine Haare zwirbelten.

Das Mondlicht reflektierte dich, als ich mich an dich schmiegte.
Deine Finger verflochten sich mit meinen,
als meine Augen von deinem Blick erfasst wurden um mich zu entflammen.

Als sich deine Arme um mich legten, sah ich dir tief in die Augen
und ich verlor mich in ihrer Tiefe.

In deiner festen Umarmung,
in deinem nie enden wollenden Kuss,
fühle ich mich schweben.
Dein Herzschlag war die Antwort auf meinen.
Körper und Sinne waren Feuer und Flamme
Passion und Hingabe.
Ich fühle mich fallen
und du hältst mich ganz fest an dich gedrückt.
Du hältst meine Sinne in deinen.
"Wollten wir einander finden?"
Deine Hände beginnen,
deinen Körper zu erkunden,
meine Wangen brennen,
während ich in deine Seele wandere.
Meine Haut zitterte bei deiner Berührung,
als ich meine Lippen deinem Hals berührten.

Wir kämpfen spielerisch um weitere Küsse.
Ich hatte das Gefühl, nach Hause zu finden.
Als die Sonne sich morgenrotfarben zeigte
- der schönste Sonnenaufgang, den ich je gesehen habe -
sah ich in deine Augen und fühle, dass ich zu Hause bin.

©Émilia

Für immer ist es jetzt.

Wir saßen unter dem wachsamen Auge des Mondes
und starrten auf den langsamen Tanz der wirbelnden Farben im Feuer,
das im Kamin brannte und Funken sprühte.

Das leise knisternde Geräusch wurde von leiser Radio-Musik begleitet.
Unsere Finger miteinander verflochten unsere Herzschlägse synchronisiert,
der Kuss der ein Feuerwerk in den Sinnen entfachte.

Deine Fingerspitzen die sanft meinen Rippenbogen berührten
und die Herzsaiten die dein Liebeslied spielten,
ließen den Mond voll werden und lieberot.

In einen Augenblick jenseits der Zeit hüllt uns der Mond
Ich drücke meine Stirn gegen deine
Ich atme dich ein.

Für immer ist es jetzt.

Liebe ist mehr.
Mehr als die Breite der Ewigkeit,
mehr als die Kluft der Zeit


Manchmal gibt es keine Worte dafür


Ich bleibe


still

©Émilia

Phöenix

Du näherst dich leise meiner Stille.
Legst Vokale und Konsonante in diese Stille.
Ich bilde keine Worte aus meinem Herzen
damit du mich liest.

Wir waren ein Liebesvulkan
Feuer und Flamme und Lava.
Jetzt sind wir Asche
und Phöenix wachsen keine Flügel
um aufzuerstehen.
Das Das Herzmagma ist erloschen,
haucht Phöenix kein Leben ins Herz.

©Émilia