samedi 10 mars 2018

Nicht nur ein Name

Als ich geboren wurde, hat mich meine Mutter nach den Frauen benannt, die sie bewundert und geliebt hatte.

Namen bedeuteten für sie Liebe. Für sie hatten Namen Erinnerungen.
Namen wurden mir ebenso mit der Zeit wichtig. In meinem Herzen behielt ich die Namen von allen Menschen die ich liebte. Alle meine Puppen habe ich nach diesen Menschen benannt.

Damit,
Du bist ein Fremder, bis ich deinen Namen kenne.
Du bist nur ein Name, bis ich deine Geschichte gelesen habe.
Du bist eine wichtige Geschichte für mich, aber
Du gehörst nicht zu mir, bis ich deine Seele sehe.
Deine Seele,
ist der Name deiner Geschichte.

- Lynn -  Lina - ich war 10 Jahre alt und wir Kinder schliefen unter der Woche bei unseren Großeltern und am Wochenende bei Mama. Oma's Haus war noch nicht umgebaut und es gab ein Feuer. Die Sommerküche ging kurz nach Mitternacht in Flammen auf und brannte sich kerzengerade durch den Dachstuhl. Die Sommerküche war ein Nebenbau und das Feuer konnte früh gelöscht werden.
mein Zwillingsbruder nahm mich an der Hand und aus Panik rannten wir barfuß und in Pyjama zu den Nachbarn. Lina unsere Nachbarin, eine  Frau die damals  über 70 Jahre alt war, aber noch sehr agil, nahm uns mit in ihr Haus, wusch uns die Füße, cremte sie mit Ringelblumensalbe ein und steckte sie in ihre gestrickten Wollsocken. Danach steckte sie uns in ihr Bett und kochte uns Pfefferminztee mit Zitrone. Wir knabberten die besten Kakaokekse der Welt und tranken den weltbesten Pfefferminztee mit Minzblättern aus ihrem Garten.

Zoé - eine beste Freundin aus Kindertagen. Wir trugen die gleichen Kleidchen, die gleichen Kindergartenrucksäcke, die gleichen Mäntelchen. Und wir teilten unser Pausenbrot, unsere Spielsachen und unsere Stifte. Ein sehr geduldiger und ruhiger Mensch. Vor ihr lernte ich das Stillsitzen, das Leisesein. Dann trennten sich ihre Eltern uns sie zog mit ihrer Mutter in die Stadt. Ich sah sie nie wieder und vermisste sie lange.

Marie - Maria war der zweite Vorname meiner Mutter, der Vorname meiner Großtante. Beide sehr temperamentvolle Menschen. Menschen die alle Erwartungen erfüllten, aber jede Menge Erwartungen an andere Menschen hatten. "Was ich kann, kannst du allemal" - so ihr Motto.

Alles Gesichter der Liebe die alle beschützenden Naturgesetzte in sich tragen

Ein Herzschlag. Ein Ort. Eine Stimme. Eine Schnappschuss-Erinnerung an jeden Sonnenuntergang, der durch Poren in die Seele drang. Ein Lächeln. Ein Lachen; ein klingelndes, seelenzitterndes, herzschmerzendes Lachen. Ein Name hält das Herz. Ein Name hält den ganzen Himmel in seinen Buchstaben - ein Herz-Alphabet sanft und zartblau wie die liebevollen Farben des Himmels Ein Name enthält ein Gefühl. Ein Name hält Erinnerungen. Bunt und leuchtend. Laut wie ein Lachen in der Sonne.

©Émilia

mardi 6 mars 2018

Unvollkommen, unperfekt,

Ich nehme deine Hände
lege meinen Kopf an deine Schulter.

Wenn du heute weinen musst,
wische ich deine Tränen weg

Ich kann dir keinen Witz erzählen,
um dich zum Lachen zu bringen
 - wie du es tust, wenn ich traurig bin -

Ich halte nur deine Hand
und bleibe hier bei dir.

Es macht dich glücklich, sagst du.

Ich mag unsere Liebe.
Wir mussten ein ganzes Labyrinth durchwanden
um uns zu finden und anzukommen.

Wir sind so vollkommrn unvollkommen,
so perfekt unperfekt.

Wir wachsen noch.

©Émilia

lundi 5 mars 2018

Es ist Zeit...

Es ist Zeit...
Dieses Herz schließt seine Türen ab.
Es ist Zeit, diese Schuhe auszuziehen
denn diese Geschichte ist zu Ende gegangen.

Ich werde meine Liebe zu dir ablegen,
in ein winziges Herzkästchen
und gut verschließen.

Diese Tränen die in diesem Augenblick
über meine Wangen rinnen
werde ich abwischen
und werde lächeln,
damit niemand meine Traurigkeit sieht

Ich habe dich viel zu lange geliebt
bis ich nicht mehr genau wusste
was Liebe ist.

Es ist Zeit.....

©Émilia


Ich werde dich immer lieben



In allen Unmöglickkeiten sind Möglichkeiten versteckt

Das Unmögliche -
ich weiß, es ist einfach
sich auf dem Boden zu legen,
aufzugeben
sich wie ein Embryo zusammenzurollen
und sich unter einer Decke aus Agonie zu verkriechen.

Ich bin hier
um dir die Decke wegzuziehen
und mit der ganzen Kraft meiner Stimme
zu schreien:
STEH AUF!

Mag sein,
dass der Weg den du gehst
holprig und schwer ist,
aber du
kannst weitergehen

Lächele wieder, es ist möglich.
Du wirst es schaffen
Zeige dir keine grenzen auf wo keine sind.
In allen Unmöglickkeiten
sind Möglichkeiten versteckt.

So will es die Natur des Lebens.

©Émilia




dimanche 4 mars 2018

Wecke mich mit einem Morgenkuss.

Liebe mich
bis in den Schlaf.
Trage mich über die Schwelle eines Traumes
wo das Gefühle und Gedanken sich zum  Rendez-vous treffen.

Teile mit mir die Albträume, die deinen Geist quälen,
und sogar die Sorgen, die dich quälen

Lass mich in deinen Träumen deine Hand halten.
Lass mich im Meer deiner Tränen ertrinken.

Lass mich dich in Milde und Extremen zu erleben,
und sei bei dir, wenn der Moment der Angst erscheint.
Lass mich dich festhalten
und lass uns gemeinsam auf Morgenlicht warten.

Wenn du vor mir aufwachst und dich allein fühlst
denke mich
dass ich dich liebe
und wecke mich mit einem Morgenkuss.

©Émilia

samedi 3 mars 2018

Ma nuit est comme un grand cœur qui bat.

Ma nuit est comme un grand cœur qui bat.

Meine Nacht ist wie ein großes, schlagendes Herz.


Indigofarben

Wenn ich könnte,

Ich würde jeden Tag den Himmel bitten
für dich zu schneien,
wenn es das ist, was du brauchst, um dein Leben aufzuhellen.

Wenn ich wüsste, dass ich deinen Schmerz
mit Tränen wegwaschen könnte,
würde ich weinen.

Ich würde für dich an den Fenstern Eisblumen wachsen lassen
Ich würde die Stärke des Waldes sein für dich,
damit du dich zurückziehen kannst

Ich wünschte, ich hätte die richtigen Worte, oder ich könnte deine Hand halten
Ich wünschte, ich könnte all deine Tränen nehmen.
Ich wünschte, ich könnte dein Herz heilen.

Und ich bin traurig, dass ich  nichts tun kann, um deinen Schmerz zu lindern
©Émilia

jeudi 1 mars 2018

Die Stunde 0 - L'heure zéro

Es ist kurz vor Mitternacht. Das Licht der Bienenwachskerze wirft ihre wabenförmige, honigfarbene Schatten an die Wand im Wohnzimmer bis zur Decke, dem unsichtbaren Himmel über dem Kopf. Der honigsüße Kerzenduft umhüllt mich wie eine Fruchtblase im Unterus.
Ich sehe auf die Uhr. Es sind noch fünfzehn Minuten bis zur Stunde 0 - der Punkt sechzig, die letzte Sekunde, wo der alte Tag endet und ein neuer Tag beginnt. Ich liebe diesen Punkt. Der point zéro - der Null-Punkt.
Ich warte noch.....im Kerzenlicht ist alles weich. Wachsweich din die Gedanken, die Liebe, die Sehnsucht. Sogar die Traurigkeit verliert ihre Konturen und rinnt wie schmelzende Wachslawa dahin.
Ich bin schlaflos. Es ist nichts Neues. Ich war schon als winziges Baby schlaflos.
Meine Mutter erzählte mir immer, wenn ich hören wollte, wie ich als Baby war:
"Du hast selten geschriehen oder geweint. Du spieltest mit deinen Händchen und Füßchen, betrachtetest deine Fingerchen. Und plötzlich schliefst du kurz vor Morgengrauen ein."
Für sie war die Nacht zu Ende.
Ich warte noch......schreibe bei Kerzenlicht das eine oder andere Gedicht, dass ich irgendwann noch einmal überschreibe bis ich es in mein Blog übertragen werde.
Ich warte noch....... auf ein paar liebevolle Nachrichten, von dem Menschen den ich liebe. Er verbringt seine kurze kostbare Zeit mit mir. Wie schön Menschen sind, wenn ihre Liebe in den Worten versteut,  zum Lied werden.

Und dann gehe ich zu Bett. Und mein Bett ist ein kleines Schiff, das mich in den Schlaf wiegt. Ich umarme das kleine Mädchen in meinem mit Liebe augekleideter Fruchtblase und warmen Uterus. Es spielt sicherlich mit der Nabelschnur die uns verbindet und mit seinen winzigen Händchen. Es strampelt vergnügt mit seinen Füßchen an meine Bauchdecke.
Es lässt mich nicht einschlafen. Eine Stunde widmen wir uns. Die ganze L'heure zéro widmen wir einem Becher voller Glück.
"Bestimmt wird ihre Haut nach Pfirsich riechen."denke ich. Ich wünsche, ich wecke sie nicht auf und kuschele mich sanft in die warme Decke.
Ich liebe dich.
Erstaunlich schnell bin ich eingeschlafen. Ich habe so tief und fest geschlafen. Wenn ich tief und fest schlafe kann man nicht wegtragen.


©Émilia


mardi 27 février 2018

Nokturne

Ungeschriebener Poème

Du hast mit deiner Liebe
jeden Winkel in meinem Herzen gefüllt.
Du hast dich
in den winzigsten Winkel des Herzens geliebt
in den keinen Tropfen Blut Platz hätte.

Ich wusste
du bist der Poème der nicht geschrieben werden darf.
Ich habe Vers für Vers geschrieben
auf jede Herzfaser.
Nun wickele ich dich ein ein Gebet
und lege deine Liebe ab als ungeschriebener Poème,
im südlichen Herzwinkel.

Und wenn ich dich vermisse
lege ich sie
im Morgengrauen
in meine Gedanken
und sie bekommt die Frische des Morgentaus
auf dem frisch erwachten Grashalmen.
und in der Dämmerung
duftet sie wie frisch gemähtes Heu.

Ich wärme dann deine Hände
und schreibe dich
in Versen und Farben,
um dich immer bei mir zu tragen.
Dein Pastell lebt in mir,
und ich schreibe alle Worte in Aquarell
bis sie ausbluten und verblassen

©Émilia

Manchmal träume ich dich in Form eines Schmetterlings.


So der Prolog:
Manchmal träume ich dich
in Form eines Schmetterlings.
Er setzt sich auf meine Hand
oder wartet geduldig in einer Ecke des Herzens,
bis der Traum kommt
wo alles möglich ist.
Manchmal hängt ein Gedanke an dich
am seidenen Faden der Sehnsucht.
Sogar die Liebe
liegt zusammengerollt in der Ecke
und schläft innocent wie ein Kind.

Manchmal ist ein Traum ein Gedanke an dich,
der in der Dunkelheit der Nacht gefangen ist.
Birken halten seinen Schatten so hoch
dass sogar Engel sich darin verlieren
Du bist mir dann nah
und im Traum liebe ich dich.

Dann, wenn ich aufwache
sehe ich nur noch die bunten seidenen Flügel
davon fliegen.
Ich sehe dir hinterher bis zum Punkt des Vermissens.

So der Epilog

©Émilia

lundi 26 février 2018

Beginn einer Romanze

Ich vermisse manchmal die alten Zeiten
wo wir nur Freunde waren
wo weder du noch ich an die Liebe dachten.

Natürlich sind sie nicht weg.
auch wenn sie Vergangenheit sind.
Sie sind Nostalgie
und ich erinnere mich gerne
an die ersten Berührungen,
als wir uns in die Augen sahen
und uns anlächelten.
An die heiße Schokolade
die wir gemeinsam aus meinem Becher tranken.
"Nimm die andere Seite, sagte ich.
Und du nahmst den ersten Schluck
von meiner Seite des Bechers.
Ich nahm einen Kugelschreiber
aus deiner Brusttasche
und du legtest deine Hand auf meine.
"Was bekomme ich?" fragtest du.
Ich verstrubellte deine Haare
und du küsstest mich schnell auf dem Mund.
"Was soll das denn?" und ich sah dich nicht an.
"Ich habe nur den Lippenstift weggeküsst," lachtest du.
"Ich habe keinen."
"Dann lass und sie rotküssen."
Ich rannte weg.
Und tagelang ging ich dir aus dem Weg.

Du sahst mich immer mit sterngesprenkelten Augen an.
"Komm schon, wir haben uns schon geküsst.
Jetzt kann es weiter gehen."
Und es ging weiter
mit Liebe, mit Vemissen, mit dem ersten Streit,
mit dem Ja-Wort für immer,
mit dem nächsten Streit,
mit Tränen,
ohne Tränen
mit Trennung,
mit Freundschaft,
mit Vermissen
mit Liebe

©Émilia

dimanche 25 février 2018

Da sind wilde Wellen in meinen Sinnen
die versuchen, die weit entfernte Küste zu erreichen
während sie verführerische Melodien singen.
Möge mein Herz Liebe fühlen
und dem Fluss der Liebe folgen.

Es liegt die Sehnsucht in einer Herzkammer
das Leben so zu nehmen, wie es ist
und mich mit Haut und Haar und Knochen dem Hedonismus anzuschließen.
Mich hinzugeben der Liebe und den Sinne-Fluten
ein reichliches, leckeres Picknick vorzubereiten
Möge mein Herz wissen
wie süß das Leben sein kann mit dir!

Ich träume tausend Träume
meine Zeit auf verschiedene Arten
an deiner Seite zu verbringen

Da sind wilde Wellen
die versuchen, die weit entfernte Küste zu erreichen
während sie verführerische Melodien singen
Möge mein Herz immer bei dir sein!

©Émilia



Vielleicht tragen uns unsere Herzen im Traum
an Orte an die wir nie gehen würden, wären wir wach.
Deshalb diese Schlaflosigkeit
die wir am Ende des Traumes
noch in den Augen und Herzen haben.

Vielleicht lösen unsere Herzen
wenn sie sich zum ersten Mal berühren
ein Unwetter aus.
Deshalb ist der erste Kuss so zärtlich und warm,
wie das Lächeln eines Regenbogens
wenn die Sonne sich in den Regenropfen reflektiert.

Vielleicht sind wir deshalb uneins mit unseren Wünschen
weil für das Gleichgewicht des Lebens
Sehnsucht zu fragil scheint.
Deshalb verlieren wir oft
das was wir lieben.

©Émilia





samedi 24 février 2018

Musik zum Abend

vendredi 23 février 2018

Zum vierten Mal begleite ich Assistenzärzte durch ihr Examen. Und trotz dass ich offiziell in Mutterschutz bin, begleite ich sie durch das Examen.
Bin zu müde um hier zu schreiben.

Noch einen Tag an dem ich um 4 Uhr Morgens aus dem Nest muss und Abends erst ab 21 Uhr zu Hause bin.


jeudi 22 février 2018

And when you smile at me, everything gets better.
© Émilia

mercredi 21 février 2018

Reviens

Reviens souvent et prends-moi,
sensation bien-aimée,
reviens et prends-moi
quand la mémoire du corps se réveille,
quand un ancien désir passe à travers le sang,
quand les lèvres et la peau se souviennent,
et que les mains croient toucher de nouveau…

Reviens souvent et prends-moi la nuit,
à l'heure où les lèvres et la peau se souviennent.
©Émilia

Sonnenaufgang heute Morgen




Die intime Stille

Die intime Stille,
eine Berührung
ausdrucksstark über alle Worte hinaus,
Das ist es, wonach ich mich sehne
in Stunden wie diese,
wenn du mich fragst,
"Magst du darüber reden?"

Nein. Sei mit mir still.

©Émilia
On sait toujours ce que les autres sont pour nous, mais on ne sait jamais ce que nous sommes pour les autres.
©Émilia
Risquer sa vie est l'une des plus belles expressions de notre langue. Est-ce nécessairement affronter la mort - et survivre. .. Ou bien y a-t-il, logé dans la vie même, un dispositif secret, une musique à elle seule capable de déplacer l'existence sur cette ligne de front qu'on appelle désir ?
©Émilia

mardi 20 février 2018

Süße sanfte Mitternachtsseufzer, und ein zartes", "Ich liebe dich" und ich wünschte dir eine ruhige und gute Nacht. Würde ich beten, würde ich dich in mein Gebet schließen. Ich schließe dich in die Melodien meines Herzens, in meine Gedanken die aus hoffnungsvollen Metaphern bestehen und in meine Nacht. Ich werde mich auf deine Bettseite legen, so bin ich dir nahe.
Wir zählen die Tage bis Anfang März.

Wenn die Sonne aufgeht, werde ich dir meine ersten Gedanken ihm widmen. Diese Tage sind viel intensiver, mit vielen Farben. Dieses Warten ist schön.
Wenn das unser Leben ist, dann lass es uns zur Kunst machen.
Wenn das Liebe ist, dann lass sie zu einem Gedicht werden.
Lass es uns schön machen.

Und wenn du bei mir bist werde ich dich umarmen. Ich werde dir meinen Traum erzählen.
Und wir werden händchenhatend warten
einen Kuss lang
eine kleine Ewigkeit lang.


©Émilia

lundi 19 février 2018

Anfrage

Oh meine Götter....Anfrage bekommen....

Ich muss mir überlegen ......ob ich zusage....
die Zeit ist zu kurz......werde nicht bis Anfang März damit fertig werden........

Aber ich freue mich sehr

fühle mich geehrt.




J’aurais dû être plus gentile

J’aurais dû être plus gentile

Seit heute Morgen liebe ich dich jeden Augenblick mehr

Seit heute Morgen
liebe ich dich jeden Augenblick mehr
©Émilia

Blitze

Meine große Nichte und Patenkind rief heute Morgen an. Sie wurde am 15. Februar 16 Jahre alt. Sie hat sich noch einmal extra bei mir für ihr Geburtstagsgeschenk bedankt. Sie hat ihren Geburtstag nur mit Freunden gefeiert.
"Ich bin ab Montag zu Hause. Wenn du Lust hast können wir deine Geburtstagsfeier hier bei uns nachholen. Du, Nöelle und wir." fragte ich.
"Gerneeeee!" rief sie aus. Ich habe sie hüpfen gesehen und gehört.
Aber ja. Sie hat es verdient. Sie hat sich in diesem einen Jahr sehr verändert. Sie ist nicht mehr so flippig und sie hat im Gymnasium aufgeholt. Sie hat sich "gemausert".
Sie vermisst ihren Vater sehr. Nicht so extrem wie die Kleine, aber wenn sie sich unbeobachtet fühlt, ist sie sehr nachdenklich, traurig und zurückgezogen.
Wir redeten bis sie kurz vor 8 Uhr zur Schule musste.
Ich hätte sie gerne länger gesehen und gehört.
Wir lachten über ihr Schuhgröße, über ihre Körpergröße. Sie ist groß. Sogar 2 cm größer als ihr Papa. Sie machte sich lustig über sich selbst. Und über mich. Über meine Haare.
"Zeig mal deinen Babybauch!" lachte sie.
Und wir lachten über uns beide.
Dann wurde sie ernst.
"Aber diesen Herzklappenfehler wir ihr den habt,  hat sie nicht? Und am Rücken wie Fiona auch nicht? " fragte sie leise als würde sie etwas Verbotenes fragen.
"Nein! Es ist alles o.k. bis auf dass sie noch etwas wachsen muss." Es beunruhigte mich. Hoffentlich haben wir nichts übersehen oder es sit so versteckt, dass es nicht zu sehen war.
Und diese verdammte Unruhe und Angst ist da.
Und ich kann mich mit nichts davon ablenken.

Ich habe geschrieben, Haushalt gemacht, wieder geschrieben. Dann fuhr ich los. Habe mit Lars während seiner Pause gesprochen. Nun sitze ich im Büro und warte bis 13 Uhr für die Übergabe an den Kollegen der mich vertreten wird.

Und plötzlich wie ein Blitz sah ich ein Bild vor mir.

Ich war 10 Jahre alt und mein ganz großer Bruder hatte seinen 21. Geburtstag gefeiert. Große Party mit Gästen die ich nicht alle kannte.
Von seiner Mama bekam er ein Fahrrad geschenkt. Damals wusste ich nicht viel mit dieser Marke anzufangen.
Ich lachte darüber, wieso die Räder so klein waren.
Er erklärte mir, dass es ein Sportrad sei und sehr teuer war usw....
"Darf ich bitte damit eine Runde fahren?" fragte ich schüchtern. Das große Verhältnis hatten wir damals nicht. Ich war seine Halbschwester und das war alles. Und 11 Jahre jünger.
"Nein!!" schrie seine Mutter. Das nein kam wie aus der Pistole geschossen. Wie ein knapper Knall.
Ich sah sie erschrocken an und wollte mich verziehen. Vor ihr hatte ich immer Angst. Sie sah und Kinder immer böse an.
Sie ließ uns spühren wir gehören nicht dazu.

Mein Bruder lief mir nach und wollte mich trösten. Er fühlte sich verpflichtet mich zu trösten.
Mein Vater ging auf die Mutter von meinem Halbbruder zu und knallte ihr die Faust mitten auf die Nase. Nasenbeinbruch - so war die Diagnose.
Sie fiel sofort um.
Die Party war vorbei. Mein großer Bruder packte mich und meine anderen 2 Brüder ins Auto und fuhr mit uns nach Hause zu unserer Mama.
Ich schrie fast de ganze Fahrt. Hatte Angst mein Vater würde und folgen.

Zu Hause angekommen hatten meine Mutter und die ganze Familie alle Hände voll zu tun um mich zu beruhigen.

Und mein ganz großer Bruder wollte seinen Vater nie wieder sehen.
Und er war auch nicht auf seiner Beerdigung.

Und ich habe mir später geschworen: wenn mich ein Parter angreift, ich breche ihm alle Knochen.

Es macht mich heute noch wütend, meinen Vater so in Erinnerung zu haben.
Obwohl er uns Kinder nie etwas getan hat. Für ihn waren wir alles. Er hätte uns sein letztes Hemd gegeben. Uns hat er beschützt. Uns hat er verhätschelt. Wir Kinder konnten ihm auf den Kopf steigen, das machte ihm nichts aus.

Ich hatte immer Angst vor ihm. Immer.
Und ich habe vor lauten Menschen Angst.

Ich schreibe

Manchmal möchte ich einfach nur schreiben. Überall möchte ich schreiben. Sogar wenn ich spazieren gehe, möchte ich stehen bleiben und schreiben. Wenn ich still meinen Zauberkaffee trinke, oder einen Espresso. Wenn ich mein Butterbrot mit meiner Lieblingskonfitüre esse. Brombeere-Vanille und Kirsch-Schokolade. Wenn ich meinen Abendtee trinke.
Schreiben über alles, was mich mich am Leben hält. Alle Hoffnungen.
Alle meine Ängste und alle meine Stärken  möchte ich aufschreiben

Ich schreibe über alle Menschen die in meinen Herzen einen Platz gefunden haben und mich ab und zu besuchen und über Menschen die in meinem Herzen wohnen.
Ich schreibe über all die Sterne, die sterben um so hell zu leuchten.
Ich schreibe über diese kleine Hoffnung, die mich nachts wach hält.
Ich schreibe über all diejenigen, die mich hassen und all jene, die mich lieben für das, was ich bin.

Ich schreibe über die Einsamkeit die mich manchmal überfällt, obwohl jemand an meiner Seite steht.
Ich schreibe über all die Gedanken, die in meinem Kopf  herumvagabundieren.
Ich schreibe über das Lächeln, über das Weinen, wie über die Sonne und den Regen
Ich schreibe über alles in meinen verletzlichen Ich.


Ich schreibe über mein Lieblingslied, obwohl ich keines habe. Ich liebe Musik die mich wild tanzen lässt, die mich die Augen schließen lässt um zu träumen. Die Musik bei der ich still dasitzen und alle Tränen aus den Augen weinen kann.
Ich schreibe über Farben, wie ich sie sehe.

Ich schreibe über Liebe. ich schreibe über die Musik, über die Farben, über den Duft, über die Worte die mich mit Menschen verbinden.
Ich schreibe  über die Traurigkeit die in mir wohnt. Über die Geduld die immer wieder von mir wegrennt.

Ich schreibe über all die kleinen Dinge, die so viel mehr bedeuten.
Und letztendlich schreibe ich über nichts was für mich viel bedeutet.

Nichts ist viel
weil es für andere oft unsichtbar ist.

©Émilia

dimanche 18 février 2018

Ich dachte dich

Ich dachte dich
als der erste Regentropfen hauchsanft auf meinen Handrücken fiel
Es fühlte sich an wie deine Finger
die meine Hand berührten.

Ich schloss die Augen
und wollte die Regentropfen
auf meinen Wangen fühlen
wie ein Kuss.von dir.
Wie viele Küsse von dir
meine Augenlider, meine Wangen,
meine Lippen berühren.

Es war still.
Nur dieser einzige Regentropfen
auf meiner Hand
durchbrach diese Stille.


Ich blickte auf den Regentropfen auf meiner Hand
und er fühlte sich kostbar an.
Wie Gold

©Émilia

Grippezeit

Samstag Nachmittag im Einkaufszentrum. Voll, Grippezeit. Alle 5 Kassen auf. danke, Das war nett. Verkäufer wie immer nett. An der Kasse schüttelte es mich dann doch. Der Kassierer schniefte wie ein Weltmeister, putzte sich erstmal die Nase. Das Tempo-Taschentuch schon voll und offensichttlich nass.Eine nasse Ecke war noch frei. Dann begann er uns abzukassieren. Und fasste mit den gerade am feuchten Schneutztuch befindlichen Händen alle unsere Sachen an. Verpackte, unverpackte, Olflaschen, Wasserflaschen das Obst, das Gemüse.....Ich sehe Lars vorwurfvoll an. Er dachte das Gleiche und sagte nichts. "Morgen habe ich bestimmt wieder eine Erkältung, denn ich fühle die alte noch leicht. Influenza würde mich töten. Garantiert.

Ich find das ok, - es geht bei uns auch nicht anders - dass der Kassierer seine Kollegen nicht im Stich lassen will an so einem Kampftag. Aber mal ehrlich: kriegt so ein Konzern das nicht auf die Reihe seinen Kassierern vorne an die Kasse ne 500 ml Flasche Händedesinfektion hinzustellen mit nem Dosierspender dran, dass die armen Arbeitnehmer, die weiterarbeiten, wenigstens nicht alle Kunden anstecken und andersrum die rotzenden Kunden nicht so leicht die Kassierer anstecken (wobei gefühlte 90% der Menschen keine Hemmungen haben, ihrem Gegenüber ungebremst ins Gesicht zu niesen und zu husten, wenn es sich dabei um jemanden handelt, der dem Empfinden nach „zu ihren Diensten“ ist ).

Es sollte den Kassierern eine 500er Flasche mit Dosierspender eines viruziden Händedesinfektionsmittels an die Kassen gestellt werden.
Am Eingang im Vorraum einen großen Spender mit Desinfektionstüchern mit einem viruziden Oberflächendesinfektionsmittel hinstellen (und einen Mülleimer daneben), damit die Kunden die Griffe der Einkaufswagen abwischen können.
Schilder auf mit der Androhung von 50 Euro Pauschale Reinigungsgebühr wenn jemand seine Rotzfahnen( Die liegen massenhaft herum) im Regal entsorgt, aufhängen.

Ein Gedicht über den Mond, ein Mädchen und andere wundervolle Dinge

Als kleines Mädchen dachte ich,
dass der Mond weich ist
und wie ein leuchtender Ball
über den Himmel hüpft
und sein Licht scheint auf die Erde.

Und so lange er scheint
ist die Welt weich.

Am Ende der Nacht,
fällt er ins Wasser
und sein Licht breitet sich auf dem Wasser aus
und er verliert sich irgendwo in einem Meer.

Ich sah in Allem einen weichen Kern.
der sich auf seine feine fragile Art zeigt
damit sich die Welt ein bisschen heller anfühlt

©Émilia

samedi 17 février 2018

Verlaufskontrolle

Verlaufskontrolle um 9:30 Uhr.
n Jugendlicher dem noch ein paar Monate fehlen bis er  18 Jahre alt wird.
Bis anhin hat er 8 OP hinter sich. Sein Körper ist vernarbt. Eine frische Narbe ist noch ganz frisch.
Sie sieht gut aus und wird mit der Zeit verblassen. Die Chemo hat angeschlagen. Zumindest zeigt das Labor es an.
"Wie geht es dir zur Zeit? Oder soll ich dich siezen." eröffnete ich das Gespräch.
"Sie können mich duzen." lächelte er.
Es fiel mir auf, dass er es mit der Mundpflege was sehr wichtig ist und sehr intensiv gemacht werden muss, nicht ernst nimmt.
Ich spreche ihn darauf an, weil er wund ist und unnötige Schmerzen müssen nicht sein.
Er nickt verlegen.
Ich tippe in seine  Karteikarte einen Vermerk, damit man ihm ein Rezept ausstellt.
Während ich noch einmal mit dem Finger über die frische Narbe fahre, ihn abtaste, seine Beweglichkeit prüfe, sagt er:
"Einige Narben sind schon weg andere verlassen langsam und die eine ist geblieben. Die ist von der zweiten OP." Er erklärt mir die Landkarte seiner Narben, die sich wie Flüsse auf seiner Haut abzeichnen.
Ich verschreibe ihm noch Narbencreme und erklräre ihm wann und wie er sie auftragen soll.
Wir besprechen noch einmal seine multiplen Diagnosen.  Er benötigt in 6 Wochen einen weiteren Termin. Mit Schule ist noch nichts.
Er sieht mich an. Erklärt mir, dass er das Jahr eh wiederholen muss. Aber er lernt zu Hause. Seine Freundin hilft ihm beim Lernen.
Ich denke, wie sehr sie ihn liebt, dass sie ihm beisteht.
Er sieht mich immer noch an.
Ich lächele und ich konnte nicht anders, als zu sagen: "Aber ja, sie liebt dich. Hast einen Grund mehr zu kämpfen, damit du wieder gesund wirst."
Seine blasse Gesichtsfarbe bekommt einen rosafarbenen Schimmer, wie ein verblassender Sonnenuntergang.
"Nächstes mal kann ich bei Ihnen einen Termin bekommen?"
Leider nein und ich erklläre ihm, dass ich für ein paar Monate weg bin. Und dass diensthabende Kollegen ihn untersuchen werden.
Er wünscht mir viel Glück.
Ich ihm auch.

Und ich hoffe in sechs Monaten geht es ihm viel besser.

In meinen Gedanken wird er mich heute begleiten.

"So ein Süßer." sagte die Assistentin. "Ob er es schaffen wird.!?"

Gemeinsam sehen wir uns noch einmal die Untersuchungsergebnisse an.

Und dann gehen wir in die Pause.

Ich muss jemandem "ich liebe dich sagen."
Ich beäuge den OP - Plan.
Dann  schreibe ich ihm es.

Hole ich heute Abend noch einmal nach.

Ich liebe dich.

©Émilia







vendredi 16 février 2018

Eine berührende Geste - ich danke einem guten Freund - Baby

Wir waren gemeinsam bis von der 10 bis zur 12 Klasse im Seconde, 1ère, Terminale des Lycée zusammen.
Nur ausnahmsweise dürfen Geschwister oder Zwillinge zusammen in einer Klasse sein. Bei Zwillingen machen sie zuerst eine Ausnahme und wenn es keine Probleme gibt, dürfen sie zusammen in einer Klasse bleiben.
Bei meinem Bruder und mir gab es Probleme. Mein Bruder war lernte sogar besser als ich, aber er war zu faul dazu seine Hausaufgaben zu schreiben. Er kritzelte mit die Lösungen in Mathe und Physik auf Blättern und ich musste sie "ins Reine" ins Hausaufgabenheft übertragen. Wir lernten zusammen und man half sich gegenseitig. Das fiel auf. Man konnte uns nicht richtig einschätzend benoten.
Also trennten sie uns nach dem ersten Jahr. Ich kam in die Parallelklasse.
In meiner Klasse war "das Baby". Ein Junge der einfach nur frech war, den Unterricht mit seinen Frechheiten störte. Und er ahmte immer ein weinendes Baby nach, damit wir Schüler etwas zu lachen hatten. Den Lehrern,  den Mädchen gab er Spitznahmen und manchmal beleidigte er sie auch.  Er fand immer etwas, an dem er sich "aufhing". Wenn er jemand essen sah, ging er hin und biss in dessen Pausenbrot. Manchmal konnte er richtig fies unter die Gürtellinie gehen.
Wenn ein Mädchen einen Pickel im Gesicht hatte, schrie er vor der ganzen Klasse. "XYZ hat ihre Mensis!" Ob es stimmte oder nicht, er machte sich über das eine oder andere Mädchen lustig. Einige Jungs ärgerte er auch. Er kritzelte in die Hefte, in die Bücher und schrieb Witze an die Tafel.

Seine Eltern waren geschieden. Seine Mutter arbeitete in der Stadt und er blieb, wie es üblich war, dass die Großeltern den nachwuchs mitbetreuten, bei seiner Oma. Er war nicht aggressiv und er stellte nie etwas Böses an. Er war nur lustig frech. Zu Hause war er lieb, hilfsbereit im Haushalt und auf den Feldern und las viel. Er malte Landschaften in den Wintergarten seines Elternhauses, da konnte man nur staunen.

Und wie es üblich war, hatte man im Lycée ein besonderes Auge, auf Schülern, deren Eltern geschieden waren, oder getrennt lebten. Es war der besondere Makel der an uns "Scheidungskinder" haftete. Mein Bruder und ich schämten uns sehr dafür. Und wir lernten und strengten uns an, machten Zusatzaufgaben, nur um nicht in diese Gruppe gehen zu müssen. Es half alles nichts. Wir mussten dahin um "aufgefangen zu werden.

Bis meine Mutter und der Lebensparter meiner Mutter, in der Schule aufkreuzte und den Lehrern die Meinung geigten.
Und Mama konnte verletzend argumentieren. Wenn sie jemanden verbal verletzen wollte tat sie das auch.
Immerhin blieben wir dann zusammen in einer Klasse und wir mussten nicht mehr in diese Lern- und Freizeitgruppe und durfen nach dem Unterricht mit dem Bus nach Hause fahren.

Im Laufe der Zeit freundete sich mein Bruder mit dem "Baby." Und natürlich wurde das nicht gerne gesehen. Obwohl Baby einen guten Einfluss auf meinen Bruder hatte und ihn aus seinen Träumereien riss, sahen es weder die Mitschüler, noch die Lehrer gern.
Mich nannten sie die "Kleine" was mich massiv ärgerte.
Und komischerweise hatte "Baby" mich irgendwie immer beschützt. Er nahm mich vor Lehrern in Schutz und überhaupt hatte er ein Auge auf mir.

Dann versetzte man meinen Bruder in die Parallelklasse. Und er versprach ihm uaf mich aufzupassen. Und er passte wie ein Wachhund auf mich auf.
Wie es auf dem Land so üblich ist, besuchte man sich gegenseitig unangemeldet. Bei uns zu Hause konnte man ihn gut leiden.
Oma kochte immer gut und immer etwas mehr "wenn jemand kommt" damit man was anzubieten hat. Und er aß mit uns am Tisch.
Und wehe wir mekerten über das Essen, da konnte er wütend werden uns richtig die Meinung sagen.

Mit der Zeit verloren wir uns aus den Augen. Er zog zu seiner Mutter in die Stadt und wir zogen weg.

Und als er vom Tod meines Bruder hörte, organisierte er ein "Klassentreffen" und viele ehemalige Mitschüler kamen auch. Einige sogar mit ihren Partnern.

Und zum bevorstehenden 1. Todestag hat er auch ein Treffen organisiert.

Ich bin gerührt von dieser besonders liebevollen Geste.
Ich bin bei ihm gut aufgehoben - immer noch.

Und immer noch nennen ihn  alle Baby.
Und er liebte die Musik von Cher.
Mein Bruder und er hörten Cher den ganzen Tag.









Nebeldecke

Lass mich
unter dieser dichtgewebten Nebeldecke
einen traumlosen tiefen Schlaf schlafen.
Ab und zu streichelt das silbrige Mondlicht
über meine Wangen
und meine Wimpernfransen
bewegen sich an den Rändern meiner Augenlider.

Lege ab uns zu deine Hand auf meine Hand
damit ich deine Wärme fühle
die mich belebt.

In der letzten Zeit war es zu laut
um mich herum
mein eigenes Herz zu hören.

Lege dein Ohr an mein Herz
lausche,
lege deinen Mund
an den Herzschlag
flüstere ihm den Weg  zurück zu dir.


©Émilia

jeudi 15 février 2018

Angst


Sie ist wie auf einem Spaziergang,
mit all meinen Gefühlen in einem Sack.
Ich drücke den Sack mit den Gefühlen
fest an mein Herz.

Immer Angst davor, mich selbst zu verlieren,
durch zu viel Gefühl.

Und der Sack ist schwer,
und wird dann immer mehr Last.

Eine Last, die ich niemals loslassen kann.
Wenn ich das tue,
wenn das passiert
habe ich mich verloren

Weil plötzlich die Angst, das Unbehagen
anfangen wird, den Sack zu zerreißen.
Die Angst wird sich langsam an meinem Ich nagen,
sie wird mich löchern und es wird schmerzen.
Die Angst wird in mein Ich sickern und mich ganz verschlingen.
Immer wieder und wieder.

Ich schließe meine Augen
und fühle wie meine Tränen
sie überschwemmen.
Wie die Tränen über die Wangen fließen,
wie das Tränensalz auf der Haut schmerzt.

Die Angst hat mich besiegt
und alles wird zum Chaos werden,
wenn ich die Angst
nicht loslasse

©Émilia

mercredi 14 février 2018

Wenn ich sage, dass ich dich vermisse

Wenn ich sage,
dass ich dich vermisse,
meine ich
du bist der Zucker
in meinem Espresso
und wenn du nicht hier bei mir bist
alles ist bitter
und Bitterkeit schmerzt.
Wenn ich sage, dass ich dich vermisse,
meine ich,
mit dir kann ich im Regen tanzen
und wenn du nicht hier bei mir bist
ist der Regen kalt.
mein Ich hat keine Sonne
und ich friere.

Wenn ich sage, dass ich dich vermisse,
meine ich,
du bist der Zauberer der im Nu
ein Lächeln auf meine Lippen malt.
Und wenn du nicht da bist
habe ich kein Lächeln.

©Émilia


Verlorenes Gedicht

Am Ende des Tages
suche ich in meinen Gedanken
nach dem verlorenen Gedicht.
Von Mittag bis zu den Abendstunden
lagen Emotionen
gesagte und ungesagte Worte
in meinen Gedanken
für mein Gedicht.

Du
deine zärtlichen und wilden Küsse
deine liebevollen Augen,
deine Umarmungen,
deine Hände auf meiner Haut,
deine Worte die flüstern,
dein Lachen und deine Tränen.
Deine Fürsorge und deine Wut.
So viel lag in meinen Gedanken
für mein Gedicht.

Mein verlorenes Gedicht
nehme ich mit in meinen Schlaf.
Ich wünsche mir es wieder zu finden
abgelegt in meinem Ich.
Ich wünsche es zu träumen.
Es war so schön
und es war so viel Liebe darin.

©Émilia

lundi 12 février 2018

Gib mir einen Moment.
Um mich wieder zu sammeln.

Um durch mein Ich zu stöbern
um zu bergen was ich noch bergen kann.

Gib mir einen Moment,
um zu finden, was noch übrig ist von meinem Ich
was mich ausmacht.

Ich möchte sehen was bleibt.
Ich möchte wissen was von mir bleibt,
zu wissen, dass ich bleibe.

Hier.

©Émilia

dimanche 11 février 2018

Wintersonne

Die Wintersonne
versteckt hinter den Wolken
zaubert einen blassorangenen dann purpurfarbenen Himmel
in den Abendstunden.

Auf unserer Lieblingsbank
im Garten sitzen wir schweigend.
Die Stille verschlingt uns.
mit jedem Lächeln
malen sich Wölken aus Atem in die Landschaft.
Küsse durchbrechen die Stille

Meine Lieblingsmomente mit dir
wenn der Himmel sich färbt,
deine Art meine Hände zu halten,
sie mit Küssen zu wärmen.

©Émilia

Sorgen

Wenn die Sorgen kommen,
kommen sie als Wellen
und nicht als Regentropfen über mich.
Wenn die Sorgen kommen,
fühlen sie sich gleich bei mir zu Hause.

Ich frühstücke mit ihnen,
esse mit ihnen zu Mittag
und mein Abendbrot
und gehe mit ihnen dann zu Bett.
Sie lassen sich nicht wegwaschen
weder unter der Dusche
noch mit Tränen.

Sie sind auch nicht weg wenn ich die Augen schließe,
wenn ich schlafe,
auch nicht wenn ich träume.
Sie legen sich auf mein Kopfkissen
sie legen sich in meinen Traum
und träumen ihn mit mir.

Und wenn  ich morgens aufwache
die Augen öffne
und in den Tag sehe
sind sie immer noch da.


©Émilia

samedi 10 février 2018

die nächste Ebene

Um das Leben und den Lauf der Dinge zu erklären verwenden Menschen Ausdrücke wie "das Rad dreht sich" oder "die Erde ist rund" versuchen, die Dinge, das Leben zu erklären ... Es soll zyklisch in regelmäßigen Abständen passieren. Nach gut kommt ein bisschen schlecht, und dann ganz schlecht. Dann wird es wieder gut und so weiter. Es wäre so einfach. Wir wüssten wann das Wetter schlecht ist und wir würen erst aus dem Haus gehen, wenn der Sturm vorüber ist.  Es ist auch nicht linear. Es ist verzweigt und verkreuzt. Ja, es ist viel komplizierter.


Ich habe mir überlegt, das Leben mit einer Leiter zu vergleichen oder mit den Treppen eines Hauses mit mehreren Etagen. Stufe für Stufe schnell oder langsam nach oben zu steigen. Manche Stufen sind glatt marmoriert und andere sind wackelig. Und manche sind spiralförmig und steil oder schmal und kantig. Und mit viel Anstrengung erreicht man irgendwann erreicht man die nächste Ebene. Sie sit bequem, sie ist sicher und man ist geschützt.

Manchmal wollen wir aber gar nicht zur nächsten Etage. Wir mögen die Ebene auf der wir gerade sind.
Eine Weile können wir da stehen, uns ausruhen, aber wir können es nicht unendlich machen, sonst werden wir für "Nicht-Kampf" bestraft. Das Leben hat auch Regeln. Natürlich bedeutet Sanktion nicht, dass man nicht weiter kommt, aber es hat einen Preis - und zieht die Kontemplation der anderen an. "Es gibt jemand, der aufgibt, will den Zugang zur oberen Ebene nicht haben, lehnt Förderung ab. Wie  kann er so dumm sein!?" - werden wir die Stimmen und das sarkastische Lachen der anderen Mitstreitern hören.

Jetzt die Frage: Wer und warum hat der Teufel die Etagen erfunden? Damit wir uns verändern? Was ist wenn wir uns da nicht reinfinden oder uns nicht wohlfühlen. Und was wenn man nicht pünktlich tickt wie ein Schweizer Uhrwerk?
Und was ist, wenn wie keine Zeit haben uns für die schönen Dinge des Lebens?
Zum Leben, zum Lieben, zum Innehalten.
Für die Musik, die Natur, für das Schreiben.
Um meine godene Mitte zu finden, tropfe ich Farbe auf die Wege wie Brotkrumen.


Nokturne

Wir haben die Nacht zwischen uns gelegt
der Mond war uns Wächter
und die Sterne Fakeln
bis sich der Sonnenaufgang auf dem Laken zeigte.

Und die Sinne machten eine Kreuzfahrt
durch den großen und kleinen Kreislauf.
Küssten uns bis die Lippen süß wurden.
Wir haben uns dem hungrigen Feuer ergeben
bis die Haut perlenverziert
fragil und verletzlich war.

Die Linien auf den Kardiogrammen
- ein Wollknäuel.
Unlesbar für das bloße Auge.

©Émilia

vendredi 9 février 2018

Du

Du bist sanft in der Sprache
voll mit Liebe und Fürsorge
und manchmal
wenn ich dich ganz viel denke
bist du mein Herzschlag.

Liebe ist deine Hymne
sie ist mir Musik
Güte und Geduld sind deine Stärken
und du bist verletzlich
Bist wie ein Vater wenn du Ratschläge gibst
und bist der beste Freund
der schweigend meine Hand hält.

Du bist manchmal albern und kindisch
und ich kann stundenlang lachen mit dir.
Und wenn wir weinen
küssen wir einander die Tränen weg.

Du hast einen Gott
ich habe keinen.
Du betest und ich bete mit dir
damit du nicht allein betest.

Und wenn ich dich vermisse
höre ich deine Musik
und wenn du mich vermisst
hörst du meine
und dann lachen wir über Ohrenschmerzen

©Émilia

jeudi 8 février 2018

Vorwehen - Übungswehen

Ich stand am Fenster lauschte das Geräusch des Regens, ein feierliches rhythmisches Klopfen, das sich eher wie ein Zupfen der Gitarrensaiten anhört wenn die Tropfen auf die Fensterscheiben aufprallen.  Ich fühlte, wie mein Herz im Rhythmus schlägt, ich in Gedanken im Takt tanzte. Ich freute mich auf den Abend.

Und dann dieser Schmerz.
In den letzen 10 Wochen bereitet sich der Körper auf die Geburt vor.  Diese ersten Kontraktionen kräftigen die Muskulatur des Uterus, die Placenta wird besser durchblutet und das Kind besser ernährt.
In den folgenden Wochen werden sie mich häufiger quälen.
Dieses Mal waren sie sehr heftig und sie fühlten sich nicht wie Alvarez-Wehen an. Baby liegt immer noch recht oben, dass man sie Senkwehen nennen kann. Aber bei Erstgebärenden können die Senkwehen und die Geburtswehen fließend sein. In diesem Moment war ich nicht Hebamme, nicht Ärztin, sondern Frau und werdende Mama.
Panisch packte ich meinen Hygiene-Beutel in die espressofarbene Ledertasche. Rannte ins Bad um Waschzeug, Zahnpflege, Haarbürste, Kamm.usw zu holen, als die nächste Kontraktion wie ein Blitz durch meinen Bauch schoß un mir die Luft zum Atmen nahm. Ich weinte leise. Ich hatte panische Angst in diesem Momant allein zu sein und die Geburt allein durchstehen zu müssen. Nicht dass ich nicht weiß wie ich handeln muss, ich hatte viel mehr Angst, dass mein Kreislauf versagen  und ich das Baby im entscheidenden nicht optimal erstversorgen könnte.

Der Schmerz hatte eine Möglichkeit, die Zeit zu reduzieren. Ich dachte an die nächste Minute, die nächste Stunde. Ich habe nicht genug Worte, um all diese Gedanken und all diese Angstmomente  zusammenzusetzen um sie zu beschreiben.
 Aber  "Weitermachen"  ist ein Instinkt der einem Schritt für Schritt lotzt. "Wenn schon so früh, dann bitte!" dachte ich.
"Ich bin bereit für alles was jetzt auf mich zukommt." weinte ich vor mich hin.
Ich schrieb schnell dem werdenden Papa eine Nachricht und rannte in die Dusche. Wenigsten bin ich sauber wenn der Rettungswagen kommt. Ich kann Schweißgeruch nicht ausstehen. Weder bei anderen und bei mir erst recht nicht. Der ist jetzt unvermeidbar bei dieser Anstrengung.

Und nun weiter.  Und plötzlich lies der Schmerz nach. So als hätte ich gar keine Wehen gehabt. Das Baby bewegte sich wie immer. Ich nehme meinen Stetoskop und höre die Herztöne ab. Rhythmisch regelmäßig und kräftig. Alles im besten Befinden. Das Baby hatte keinen Stress.
Und mein Körper tat so als hätte er vergessen wie sich der Schmerz anfühlt.
Ich war überglücklich.
Und mein Körper tat das was er tun musste - sich entspannen.
Ich legte mich auf das Récamière, wollte noch ein wenig warten um zu sehen was passiert. Dann schlief ich ein.
Ich schlief so fest ein, dass ich weder die Handys noch das Festnetz hörte.
Erst als ich einen Druck an meinem Rücken spürte, wachte ich auf. Kater Maurice schlief an meinem Rücken. Er drückte seinen Rücken an meinen - und dieses Katzenvieh hat Kraft - und brummte.
Ich sah auf die Uhr: 2:31 Uhr
Ich scheuchte Maurice weg. Der wollte nicht von mir weichen. Ich stand auf und sah die Displays blinken.
"Gerade habe ich mich abgmeldet. Ich bin gleich bei dir." schrieb er zurück.
Mir ging es aber super.
Es war nur eine Vorwehe.

Es gibt immer einen weiteren Grund, um weiterzumachen. Es muss kein guter oder ein nobler sein. Es muss nur ein Grund sein.

Egal was auf mich zukommt. Es ist wie es ist. Ich hoffe es lässt sich Zeit bis zum Geburtstermin. Es soll noch die Wärme im Uterus genießen und nicht so schnell die Welt erobern wollen

©Émilia






mardi 6 février 2018

Landleben

"Warte mal ab, wenn ich groß bin, kaufe ich mir viele, ganz viele Tiere." sagte ich weinend und wütend.
Und plötzlich wurde es ganz still im Wohnzimmer. Eine enigmatische Stille, als hörte man ein Staubkorn auf den Teppich fallen.
Wenn Oma und Opa und alle anderen die zur Familie gehörten, sich im Wohnzimmer versammelten, war Familienrat angesagt. Wie im Parlament saßen die Erwachsenen  bei Tee, Saft, Kaffee und frischem Gebäck da und debatierten über die Felder, über die Tiere und alles Drumherum. Wir Kinder rannten im Haus herum und spielten. Ab und zu nahmen wir uns ein Gebäckstück vom Teller und aßen es wie kleine hungrige Wölfe auf.
An solchen Tagen durften wir uns austoben. Sonst achtete man immer daraf, dass wir uns einen Kuchenteller nahmen, schön am Tisch saßen mit Kuchengalbel und Serviette und artig bis zum letzten Krümelchen aufaßen. Schmatzen "wie die Schweinchen im Stall" war verboten. Daher auch meine Phobie gegen Essgeräusche.

Oma wollte an diesem Tag die Pferde verkaufen. Alle beide. Ich möchte die Pferde nicht, also war es für mich mehr als in Ordnung, dass die Riesen mit den Hufen die egal wo sie standen und liefen, furzten und pissten wegkamen.
Aber bei den Lämmern, war es mir nicht egal. Die Lämmer waren kuschelig und verspielt. Ziegen und Schafe liebte ich, weil sie kuschelig waren, lustige Augen hatten und uns immer hinterher rannten.
"Aber ja!" sagte Oma laut mit herrschendem Ton. "Wenn du groß bist, gehst du in die Stadt zum Studium. Dann denkst du gar nicht mehr an das Landleben. Dann wirst du dich dafür schämen."
"Neiiiiiiiin! Nieeemaaaals!" heulte ich weiter.
Mit 7 Jahren verstand ich schon sehr viel vom Landleben. Man kauft und pachtet Land. Man kauft und verkauft Tiere. Trotzdem war es für mich schwer, das eine oder andere Tier hergeben zu müssen.

Den größten Teil ihres Lebens, hatte meine Großeltern als Halbpächter verbracht. Erst als ihre drei Mädchen erwachsen waren, haben sie sich Feld und Weingärten zugekauft und wurden selbsttändige Kleinbauern. Die Töchter zogen in die Stadt lernten Berufe. Meine Mutter war die erste in der Familie die studieren wollte und auch durfte.
Sie war der Stolz meiner Großeltern, so lange sie auf sie hörte und ihnen fast hörig war.
Sie hatte zwar viel Ahnung vom Landleben und half in ihrer Freizeit auf dem Hof mit, aber sie hasste Fliegen, Federn, Staub und Tiergerüche. Und das Landleben war eine Last die an ihr klebte bis sie gehen wollte, als das Leben langsam aus ihr wich. Als der Weg zur Dialyse mühsamer wurde und die Abstände zwischen den Behandlungen immer kürzer.

An diesem Tag wurde entschieden was verkauft und gekauft wird und ich konnte mir die Augen ausweinen.
"Wirst mal sehen was ich dir Schönes kaufen werde." versprach Opa.
Opa der leise, wortkarge Mensch, nahm ich in seine Arme und küsste mich ins Haar. Er küsste mich immer auf den Kopf. "Damit du groß wächst und gut lernst."
Ich war untröstlich. "Scheiß drauf!" schrie ich.
"Bist du jetzt still! schrie Opa. Er konnte es nicht ausstehen wenn jemand schimpfte oder fluchte, oder wenn jemand schlecht gelaunt ist. "Du bist eine Hexe wie deine Oma. Von der hast du das Fluchen her!"
Opa war selten wütend und ich liebte ihn abgöttisch und wollte ihn nicht verärgern.
"Pardon! " entschuldigte ich mich weinend.

Vergessen waren die Lämmer als eine unserer Kühe ihr Kalb bekam. Eines Nachmittags als die Bäume in Blüte standen und der Maiglöckchenteppich im Vorgarten blüte und fein duftete streunten  mein Zwillingsbruder und ich mit dem Fahrrad bei den Ställen herum.
Der Kuhstall war renovierungsbedürftig. Man hätte ihn glatt für eine Ruine halten können.
"Komm hilf mir!" sagte ich zu meinem Brude lachte sier.
"Was hat Oma gesagt? Bei den Ställen haben wir nichts verloren." antwortete er.
"Hilfst du mir oder nicht?" fragte ich ruppig.
" Eine Woche bekomme ich deine Süßigkeiten." Er aß gerne Süßigkeiten und mir wurde von Süßigkeiten übel. Ich aß sie einfach nicht mehr.
Zusammen öffneten wir die schwere Stalltür.
Wir standen vor einer Kuh. Espressofarben mit weißen Flecken und verträumten glücklichen Augen.
Offenbar hatte sie vor wenigen Stunden ihr Junges bekommen, das zu ihren Füßen lag und friedlich schlummerte.
Die Kuh sah uns an und schnaubte. Als wollte sie uns warnen.
"Bleibt ja da wo ihr seid. Ihr könnt euch meinen Jungen ansehen, aber berührt ihn ja nicht."
Sie war nicht aggressiv, eher stolz, majestätisch und entschlossen ihr Kalb zu beschützen. In ihren Augen war das ganze Universum sichtbar. Es war Verwunderung, Freude, Erhabenheit und Glück zu sehen.
Wir wussten wir müssen uns zurückziehen.
Schnell wie wir es mit unsere kurzen Beinen konnten, radelten wir nach Hause.
Wir erzählten Opa vom Kalb. Opa wusste noch nicht bescheid.
Oma schimpfte aussahmsweise nicht mit uns.
Sie füllte einen Eimer mit warmen Wasser und nahm ein paar alte Handtücher aus der Truhe und rannte zum Stall. Wir durften zusehen wie sie der Kuh "Wochenbetthygiene" machte.
Begeistert sah ich zu.
Ich beschloss Tierärztin zu werden.
"Dann darfst du keine Angst vor Pferden haben und dich nicht ekeln." lachte Oma verschmitzt.


Daraus wurde nichts. Ich zog weg. Alle zogen weg. Nur Oma und Mama blieben. Und sie kämpften sich durch. Als Oma keine Kraft mehr hatte, verkaufte sie die meisten Tiere.
Sie trennte sich ebenso schwer wie ich von ihnen.
Die Ställe zu restaurieren war und ist eine der schwersten Aufgaben des Landlebens.

Als Oma von uns ging, überkam mich ein Gefühl der Trostlosigkeit. Ich war da nicht mehr zu Hause. Vielleicht ist es so, dass die Natur sich alles zurücknimmt. Wehe man hält inne, pflanzt und erntet nichts mehr, breitet sich die Natur darüber aus und verschlingt alles. Brennnesseln und Brombeeren wucherten in den Ecken des Gartens, die Felder wurden von Unkraut und Dornen überwuchert.
Wenn du inne hältst wird du überrannt.
Das zeigt die Natur und es liegt auch in der Natur der Menschen. Nicht innehalten. Man muss weitergehen, weiterwachsen, sich verändern.

Die Restaurierung geht nur sehr langsam voran. Der romantische Kindertraum "Ich kaufe mir viele Tiere" wird vielleicht nicht in Erfüllung gehen. Einen Teil der Ställe werde ich behalten, andere abreißen und neu aufbauen. Nur einen winzigen Teil, damit ich nicht ganz entwurzelt bin.
Neue Wurzeln zu schlagen fiel mir anfangs schwer. Nun habe ich neue Wurzeln geschlagen die sich  immer mehr festigen. Und nach wie vor pendele zwischen zwei Ländern und zwischen zwei Sprachen hin und her.







Am Sonntag hat es geschneit.
Gerade genug für einen kleinen Schneeflockentanz.
Nicht lange genug um den Zauber zu wecken.
Zu wenig damit sich die Stille ausbreiten kann.
Nichts, dass die Vögel ihre Spuren zeichnen können.
©Émilia

Für deinen Morgen

Für deinen Morgen
teile ich meinen Würfel Zucker mit dir.
Der Tag soll dir süß sein.

Ich breche mein Morgenbrot
in zwei Hälften.
Nimm du dir eine davon.
Sie soll dir Liebe sein.

Ich teile mit dir meinen Tee
er soll dir Wärme sein für den Tag.
Und ein Lächeln gebe ich dir mit
es soll dir Sonne sein.

©Émilia


lundi 5 février 2018

la douceur d' un ange corrigent

Wenn er schrieb,
streifte seine Nase das Blatt
und seine Hand zitterte.
Wenn sie mit ihm sprach,
sah er sie nicht an
und seine Stimme zitterte.

Anstatt einen Jungen,
zeichnete er ein Mädchen.
Anstatt ein Mädchen
zeichnete er eine Blume.

Er wollte nicht lesen,
er wollte zuhören und reden.
Wenn sie für ihn sang
schloss er die Augen
lauschte und lächelte.

Wenn sie ihn berührte
suchte er ihre Hand.

Sie liebte ihn
und half ihm malen
wenn seine Hand zitterte.
Sie sprach für ihn,
las ihm Wort für Wort vor.
Sie sang und er sang ihr seine Antwort.
Sie legte seine Hand auf ihre
und beide lachten.

Sie wusste er sieht nicht viel.
Aber er sah alles.

Die Konturen ihrer Hand
ihre Finger am Bleistift
und die Konturen des Buches
aus dem sie las.

Und er sah ihr Lächeln,
ihre Liebe.

Und er sah ihre Hand
die seine hielt
als sie über die Felder rannten
die ihn in den Weingärten mit Trauben fütterte.
Die Hand die ihm zeigte wie sich Bäume anfühlen.

Für sie wollte er alles sehen.

Eines Tages erzählte man ihr
er sei auf einer anderen Schule
weil er nicht sehen kann.

"Mich hat er aber doch gesehen!" sagte sie

Er sah sonst nichts, sagte man ihr.
"Ich bin nicht genug, was er sieht?"
Es reicht nicht, erzählte man ihr.
Man muss viel sehen.
"Er sagte er sieht alles." weinte sie
Er sah nur sie

©Émilia


Wie eine Schneeflocke .

Ich berühre dich zärtlich
am Schlüsselbein
so sanft wie eine Schneeflocke .
Dein Atem berührt hauchzart meine Wange.
Unsere Hände modellieren uns.

Wir berühren uns zärtlich bis unter der Haut.
Jede Faser ist Sehnsucht
Wir flüstern uns Liebe in Sinne und Herz.
Der schattenblaue Himmel
schneit sanft und weich über uns.

Schneeflocken tanzen über uns
und küssen mit uns um die Wette
bevor sie auf unserer liebewarmen Haut
zu Wasser werden
und wir zu Gezeiten

©Émilia

Der Kuss

Die lange Winternacht hat die noch entfernten Träume herbeigerufen. Der Mond schaltete sein silberfarbenes Licht an. Ein Handy-Display leuchtete auf und ein feiner Lichtstrahl erhellte sanft den Nachttisch neben ihrem Bett.
Ein sonnenfarbener Umschlag mit einer  neuen Nachricht verbreitete den feinen Lichtstrahl.
Verschlafen öffnete die SMS und las: "Ich liebe dich!"
Sie wollte ihm zurückschreiben, dass sie ihn ebenso liebe, aber ein Traum entführte sie. Die Nachricht verschwand in der Dunkelkeit der Nacht.
Sie träumte von einem Jungen aus ihrer Klasse. Er saß in der letzten Bank am Fenster. Er sah die Welt mit graublauen Augen. Regenhimmelfarben. Seine dunkelbraunen Haare waren kurz geschnitten. Er lächelte selten. Eher nie als selten. Sekundenlächeln.
"Du hast 2 Sekunden lang gelächelt." sagte sie eines Tages.
Er sah sie kurz mit seinen großen Regenaugen an und lächelte noch einmal für sie.
"Sieben Sekunden." sagte sie. "Geht doch!"
Dann lachte er plötzlich auf. Als hätte er in sich einen Lachbrunnen, der am überlaufen ist.
Sie fuhren Morgens mit dem selben Bus zur Schule. Nachmittags fuhren sie meistens mit dem selben Bus nach Hause. Sie saßen oder standen seitdem immer nebeneinander und hielten Händchen.
Sie sprachen über den Schulalltag, über Musik, über Bücher und über alles was ihnen so einfiel. Aber sie sprachen nie über uns und über unsere Gefühle. Zumindest dachte sie nicht an Liebe oder an den ersten Kuss.
Wenn Freundinnen mit ihrem ersten Kuss prahlten, lachte sie sie aus. Wie sie Zungenküsse beschrieben, fand sie sie ekelig. "Hoffentlich habt ihr Morgens eure Zähne geputzt," oder "Bazillenaustausch"....."verschluckt ihr euch nicht?"......"Und wenn ihr aus Versehen euch gegenseitig die Zungen abbeißt?"  waren ihre schlimmsten Antworten dazu.
Eines Morgens stand sie an der Haltestelle und wartete auf den Bus und auf ihn. Er rannte über die Straße, rannte auf sie zu und anstatt sie mit einem Handschlag zu begrüßen, umarmte er sie und küsste sie schnell auf den Mund.
"Das ist mein erster Kuss," sagte sie lachend.Sie war euphorisch und ihr Herz raste. Ein anderes Herzrasen als jenes das sie kannte wenn sie Angst hatte. Sie wollte noch mehr Küsse.
Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und presste ihre Lippen auf seine.
Er hob sie hoch und sie drehten sich wie ein Karussel und küssten sich immer wieder.
"Kannst du Zungenkuss?" fragte sie ihn. Sie hätte mich am liebsten verkrochen, so wie Tiere sich hinter Blättern oder in die Erde verkriechen wenn sie Angst haben.
Er sah sie verwundert an und dann küsste er sie.

Dann wachte sie auf. Der Kuss aus dem Traum brannte noch auf ihren Lippen.
Sie duschte, putzte sich die Zähne, kleidete sich an, nahm ihren Schulrucksack vom Haken und nahm ihr Handy vom Nachttisch. Sie entdeckte eine neue SMS. Der Briefumschlag leuchtete ihr entgegen Mit zitternden Fingern öffnete sie den Umschlag und las:
"Ich liebe dich!"
Sie wusste vom wem die Nachricht war.
Sie rannte zum Bus. An der Haltestelle las sie noch einmal. Bevor sie antworten konnte, stand er neben ihr.
Sie blickte zu ihm auf.
Er lächelte und dann küsste er sie. Er küsste sie so zärtlich und leidenschaftlich wie ihm Traum.
Es war als hätte sie sich zurück in den Traum gelegt und weitergträumt.
Er hob sie hoch, lächelte sie an und wirbelte sie im Kreis herum. Wie ein Karussel drehten sie sich und küssten sich leidenschaftlich.

Am Abend antwortete sie auf seine SMS : "Ich liebe dich!"
Ein orangefarbender leuchtender Pfeil durchbrach die Dunkelheit der Nacht. Er antwortete: "Ich liebe dich sehr!"

dimanche 4 février 2018

L'amour secret

Lettre à .... jeder hat sie. L'amour secret.
Wie lange sie hält .......man weiß es nie. manchmal ein Leben lang.
©Émilia
Oft bin ich bereit mit dem Herzen durch die Wand zu gehen, aber der Kopf zieht mich immer wieder zurück.
— ©Émilia

Musik am Sonntag

samedi 3 février 2018

Der Himmel bereitet sich für den Schneeregen oder auf den Schnee vor.
Und ich auf  Schneeflockeneinfangen.
Es ist für viele vielleicht bedeutungslos,
für mich ist es viel.
Farbe und Stille
Zartheit und Zerbrechlichkeit
Wolkenkunst
Naturkunst

©Émilia

vendredi 2 février 2018

Das rote Samtkleid

Ich hätte gerne etwas über den Ursprung meines Traumes gewusst.
Wer oder was hat ihn in meine Gedanken gelegt? Es ist so lange her, als ich zum letzten Mal an dieses rote Samtkleid mit den winzigen weissen Pünktchen, die das Kleid so aussehen ließen, als hätte es sehr fein darüber geschneit, und mit dem gehäkelten weißen abgerundeten Kragen.
Das Kleid war ein Geschenk meiner Tante zu meinem ersten Geburtstag. Meine Tante konnte sehr schön nähen. Alles was sie nähte waren richtige Kunstwerke. Sie nähte alles Mögliche. Von Gardinen bis zu Kleidern, Hemden und Hosen, Puppenkleidchen. Alles eigentlich. Und sie nähte alle Kleidchen für mich und meine Puppen. Und ich klammerte mich an sie, wie ein Äffchen sich an seine Mama klammert.
Das rote Samtkleid war nicht ihr erstes Geschenk für mich. Eigentlich war es nicht rot, sondern hatte die Farbe einer Sauerkirsche die bis zum Blätterfall am Baum hängen blieb. Ein dunkles bordeauxrot. Sie nähte schon meine Babybettwäsche.
Das Kleidchen war größer geraten  und ich konnte es erst mit drei Jahren tragen. Und ich konnte es sehr lange tragen. Ich war mit einem Jahr so winzig wie ein normal großes Baby mit sechs Monaten. Das ist bei Zwillingen meistens so.
"Tante Hanna hat kein Augenmaß." sagte meine Mutter immer. Tante Hanna sieht nun mal alles größer und bunter und schöner und sie sieht heute noch alles gut. "Wie ein Luchs!" sagt sie stolz.
Und ich trug das Kleidchen immer gerne. Es war mein Lieblingskleid. Wenn man mir das Kleidchen wie eine zweite Haut angeklebt hätte, ich denke ich wäre überglücklich gewesen.
Ich war ein dreckiges Kind. Die größte Pfütze nach dem Regen gehörte mir. Ich spielte von Morgens bis Abends draußen. Zwischendurch wurde ich ein paar mal gewaschen und sauber eingekleidet.
Wenn meine Oma mal zwisschendurch mir mit einem nassen Lappen über das Gesicht wischte, schrie ich wie am Spieß und einmal biss ich ihr in die Hand.
Das gab Ärger.
Aber wenn man mir das samtrote Sonntagskleidchen anzog, blieb ich blütenrein sauber.
Mama hatte die Angewohnheit ein paar Kleiderstücke von uns Kindern als Erinnerung aufzuheben. So auch das rote Samtkleid mit dem weißen gehäkelten Kragen.
Als meine große Nichte groß genug war um es tragen zu können, schenkte es Mama ihr.
Und irgendwann landete es auch in den Altkleidern oder im Müll.

Und heute Nacht war es in meinen Träumen. Und ich frage mich wie kam es denn in meine Träume? Und wer oder was legt einem die Träume ins Herz oder in den Kopf?

Manche Träume liegen irgendwo versteckt, andere wachsen heran und man träumt sie oft.
Manche Träume lassen sich nicht leben, man kann sie nicht verwirklichen, so sehr man auch will. Und manche versperren einem den Weg. Man stagniert und kommt nicht weiter. Und dann entscheidet man sich dafür oder dagegen.

Anscheinend habe ich im Traum geredet.
"Was für ein rotes Samtkleid? Hast du eines? Ich habe es nie an dir gesehen."
"Ich habe davon geträumt." sagte ich.
Und wenn ich träume werfe ich auch Sprachen und Mundarten durcheinander.
"War lustig dir zuzuhören, aber ich habe nicht alles verstanden." sagte er.

Ich verstehe den Traum mit dem roten Samtkleid auch nicht. Aber er bestimmt bis anhin meinen Tag.
Später rufe ich Hanna an und bitte sie mir eines zu nähen. Ich habe roten Samt gekauft.



Tous tes sens en éveil deviendront symphonie


Tu seras mon violon
je serai ton archet.
Sur ton corps je jouerai
toute ma partition.
D’abord moderato
j’attiserai ta flamme.
Augmentant le tempo
je monterai les gammes.
Puis au cœur du brasier
au rythme crescendo
de notes de baisers
je ferai un solo,
a cadence binaire
sur le grain de ta peau
sans aucune manière
au refrain allegro.
Tous tes sens en éveil
deviendront symphonie
Au pays des merveilles
la musique est bénie.
Enfin à la coda
Tu diras « Joue encore,
joue,
résonne dans mon corps.
©Émilia
Du kennst meine Lieblingsfarbe nicht.
Du weißt aber wieso sie meine Lieblingsfarbe ist.
Sie verkörpert die Sonnenaufgänge
das Kerzenlicht
und die Sonnenuntergänge.
Du kennst mein Lieblingslied nicht,
aber du weißt, was Musik für mich ist.
Du tust so, als würdest mir nicht zuhören,
nur damit du lachen kannst wenn ich mich ärgere,
aber du hörst in mich hinein.
Du weckst mich zehn Minuten  bevor der Wecker es tut,
nur um meine verschlafenen Augen zu sehen,
um mir den Schlaf wegzuküssen. bis ich wach bin.
Du lachst über den kitschigsten Witz
nur um mich lachen zu sehen.
Es ist deine Art
Aufmerksamkeit.
©Émilia

jeudi 1 février 2018

Nur ein Gedanke

Wir tragen alle einen wilden und einen seidigen Teil in uns
©Émilia
Wie reißend dieser Herzfluss
wie wild rasend
sich mühsam beraufwärts, bergabwärts
sich er durch alle Kreisläufe kämpft.
Durch die wilden und durch die seidigen Landschaften fließt
mit der Sehnsucht nach Veränderung
Wellen schlägt herzwandhoch bis in den verstecktesten Herzwinkel
in den wilden und in den seidigen Teil
von mir.
©Émilia




Die Stille

Die Stille
ist ein Ort an dem wir uns ansehen
ohne nur einen einzigen Wimpernschlag wegzusehen
ohne nur ein einziges Wort zu sagen.
Die Stille ist ein Nest
in dem wir Hand in Hand da sitzen können
und uns schweigend erzählen
wie sehr wir uns lieben
und uns hingeben

©Émilia

mardi 30 janvier 2018

Mystisch


Ich glaube nicht an Gott, aber ich glaube immer noch an Wunder.
Wunder die warten entdeckt zu werden
Und ich glaube an die großen und kleinen.
An die kleinen Wunder die weder mit den Händen, noch visuell greifbar sind.

Auch wenn ich einiges weiß, weiß ich nichts.
Aber ich fühle Hoffnung.
Und ich fühle Liebe.
Ich fühle Sehnsucht
und ich fühle Schmerz.
Und ich weiß
dass es ein Morgen gibt
und dass deine Stimme
ein Wiegenlied sein kann
in dem ich mich geborgen fühle.

Ich weiß nicht
wie tief,
wie groß und wie weit Liebe ist
Ich fühle dich
überall in mir


©Émilia

Der Abend am Fluss

Wir saßen zusammen am Fluss,
bewunderten den Sonnenuntergang
und baten den Zeitgott mit jedem Kuss die Zeit
um einen Augenblick zu verlängern.
Kuss um Kuss für Augenblick um Augenblick
Wir sahen den Mond
wie er sich langsam seinen Platz am Himmel suchte.
Ich legte mein Ohr an deinen Brustkorb
um deinen Herzschlag zu fühlen.

Ich hielt den Atem an und lauschte dich in meinem Herzschlag
Dann legte sich die Nacht indigofarben über uns.
Es wurde Zeit Abschied zu nehmen.
Wir hielten an einem Kuss fest
ich an einem, du am anderen Ende.

Dann brachen wir auf.
Das silberfarbene Wasser
spiegelte schwarz unsere Silhouetten
unsere Umarmung
unser Kuss.

Wir schwiegen, um diese Bildnis nicht zu zerstören.
"Morgen Abend hier?"
hörte ich dich fragen.
Ich nickte nur
weil ich diese Farben nicht zerrinnen lassen möchte.
Dann
sagte ich leise
"Aber ja."
Und ein Nicken war deine Antwort

©Émilia

Und ich trage dieses Bild immer noch in mir


Vorbereitungen

Es wird ein wenig ruhiger hier. Ich habe privat wie beruflich noch einige Vorbereitungen zu treffen. Am 15. Februar werde ich in Mutterschutzurlaub gehen. Für die einhundertzehn Tage muss ich einiges vorbereiten.
Privat muss ich auch noch ein paar Änderungen treffen.
Nach wie vor werde ich hier schreiben, jedoch nicht mehr zu privat.
Ich werde mich ein wenig zurückziehen, aus Respekt für den Menschen den ich liebe und der mich liebt und mir jeden Tag zeigt wie intensiv und tiefgründig Liebe ist.

Ich freue mich nach wie vor über euren Besuch in meinen Blogs und auf Google + und für eure liebenvollen Kommentare.

Mit ganz lieben Grüßen

Émilia

Die Sonne hat die Wolken weggeschoben
Für einen Moment
zeigt sie ein Stück Himmelblau.

Nur für einen einzigen Augenblick
denke ich dich

©Émilia

lundi 29 janvier 2018

Die Bibliothek auf der Straße

Sie steht in der Innenstadt in der Nähe vom Rathaus. Eine gute Idee wenn jemand gerne liest und dafür kein Geld ausgeben möchte.
Ich habe so viele Bücher die ich verschenken möchte. Deutsch, Französisch und Englisch.
Ich werde mich aml kundig machen wo und bei wem ich die abgeben könnte.
Außerdem ist es interessant reinzuschauen. 24 Bibliothek



Farben



dimanche 28 janvier 2018

Je touche tes lèvres,
je touche d'un doigt le bord de tes lèvres.
Je dessine ta bouche
comme si elle naissait de ma main,
comme si elle s'entrouvrait
pour la première fois
et il me suffit de fermer les yeux
pour tout défaire et tout recommencer.

Je fais naître chaque fois la bouche que je désire,
la bouche que ma main choisit
et qu'elle dessine sur ton visage,
une bouche choisie entre toutes,
choisie par moi avec une souveraine liberté
pour la dessiner de ma main sur ton visage et qui,
par un hasard que je ne cherche pas à comprendre,
coïncide exactement à ta bouche
qui sourit sous la bouche que ma main te dessine.

Tu me regardes,
tu me regardes de tout près,
tu me regardes de plus en plus près,
nous jouons au cyclope,
nos yeux grandissent,
se rejoignent, se superposent,
et les cyclopes se regardent, respirent confondus,
les bouches se rencontrent,
luttent tièdes avec leurs lèvres,
appuyant à peine la langue sur les dents,
jouant dans leur enceinte où va
et vient un air pesant dans un silence et un parfum ancien.
Alors mes mains s'enfoncent dans tes cheveux,
caressent lentement la profondeur de tes cheveux,
tandis que nous nous embrassons
comme si nous avions la bouche pleine de fleurs ou de poissons,
de mouvement vivants,
de senteur profonde.

Et si nous nous mordons,
la douleur est douce et si nous sombrons
dans nos haleines mêlées en une brève et terrible noyade,
cette mort instantanée est belle.
Et il y a une seule salive et une seule saveur de fruit mûr,
et je te sens trembler contre moi comme une lune dans l'eau.


vendredi 26 janvier 2018

Ich verliebe mich erneut in dein Lächeln

Ich verliebe mich erneut in dein Lächeln
Es ist wie der Sonnenaufgang,
wenn das Morgenrot
die Sonne wach kitzelt
Du siehst mich und dein Lächeln
entfacht das Feuer in meinen Sinnen,
so wie der Himmel sich färbt
am frühen Morgen.
Ich denke an dein erstes Lächeln
als ich mir heimlich wünschte
es für immer sehen und hören zu wollen.
Ich verliebe mich erneut in dich
so wie der Tag sich
in den Sonnenaufgang verliebt

©Émilia

Nesteln

Die Hütte glänzt. Endlich alles entstaubt.
"Das nennt man "Nesteln"" sagte er ohne Begeisterung. Bis Mittwoch sollte ich mich noch ausruhen. Ich kann mich nicht ausruhen wenn irgendwo Staub liegt. Alle 3-4 Wochen werden die Figuren abgeduscht.
Ich liebe diese Nostalgie. Oma sammelte Porzellan und Mama auch. Ich auch aber bei mir hält es sich in Grenzen. Ich habe keinen Platz mehr dafür.
"Von wegen Nesteln. Mir geht es gut und ich kann nicht einfach nur herumsitzen und alles einstauben lassen." Er weiß, ich halte nichts von Aberglauben.
Und ich werde die nächste Zeit eh kürzer treten müssen.

Jetzt ist die Bude sauber und ich auch frisch gebadet. Meine Haare sind frisch gewaschen und ich bin leicht müde.
"Nesteln" - eigentlich sollte ich in mein Nest.
Ich plaziere mich auf die Récamière, schalte den Fernseher an und bin im Begriff einen gemütlichen Abend zu haben.
Neulich sah ich zufällig auf TLC den Schluss einer Dokumentation und habe auf Serienaufnahme gedrückt.
"Mein Leben mit 300kg
Männer und Frauen, stark adipös, die ihre letzte Hoffnung in eine riskante Magenbypass -OP legen.
Nachdem "wie kann man sich so gehen lassen..... wie kannn man sich do was ansehen.....Klappe, ich guck mir das drüben an.....Morgen bestimme ich was gesehen wird......noch einen Ton und ich gehe ins Nest ohne dich... sehen wir uns gemeinsam diese Doku an.
Diese Menschen tun mir leid. Das Leben kann aber nicht nur aus Essen bestehen. Ich erlaube mir nicht über Menschen zu urteilen. Aus medizinischer Sicht ist diese OP nur ein winziger Ausweg und mit geringem Dauererfolg.
Ich schaue das noch zu Ende und lösche die Serienaufnahme.



Nostalgie


jeudi 25 janvier 2018

Winterregen

Winterregen. Viel zu warm für Januar. Der Wetterfrosch heult und heult alle Flüsse über die Ufer.
Viel zu warm für Schnee. Pfützenspringen anstatt Schneeengelspiele.
Würde es schneien, so richtig dicke Flocken schneien wie weiße federn aus Frau Holle's Decke, wäre ich jetzt nicht rotzig, würde ich nicht nießen,ich müsste mich nicht entschuldigen und artig mein Schneutztuch an die Nase halten, niemand Gesundheit sagen und ich müsste mich nicht bedanken.
Ich sitze da, schniefe, schreibe, trinke Tee, fluche über den Wetterfrosch und denke an ein warmes Bad.
Im Bad zu sitzen, mit Erkältungsbadezusatz und stinken wie ein Koalabärchen - das ist mein Abend.
Aber jetzt trinke ich Tee
und wünsche mir vom Wettergott Schnee.

©Émilia

Nur ein Gedanke

Ich gehorche nicht immer der Vernunft. Letztendlich aber schon.
Aber was ich sagen wollte:
Das Leben ist nun mal eine Anreihung,- wie eine Perlenkette die man sich um den Hals legt, - von Höhepunkten und Tiefpunkten. Man kann nur dann erkennen, dass man glücklich ist, wenn man weiß wie es sich anfühlt wenn man unglücklich ist.
Tiefpunkte zu vermeiden ist ebenso falsch wie danach zu streben, dass das Leben einem nur mit Höhepunkten beschert
©Émilia

Ein großartiger Mensch.

Die Vorlesungen an der Uni gehen Anfang Februar zu Ende. Wir kriegen neue Assistenten, wir kriegen PJ-ler. Sieben an der Zahl. Der Achte ist noch nicht da. Macht nicht gerade Eindruck und mein Vorgesetzter hat was zum lästern.
" Sag doch was dazu...Pünktlichkeit ist Rarität..... Ich habe doch recht was ich sage.... Er merket nicht dass ich mich der einen Assistentin zuwende, weil sie Fragen hatte. Temperamentvoll schimpft er weiter vor sich hin. Niemand sagt etwas dazu.
Und ich musste heute für 3 ganze Stunden meinen Urlaub unterbrechen und zum Empfang gehen.
Es wurde ein bisschen feierlich. Keinen Sektempfang versteht sich. Ein paar Häppchen, ein paar Plunderstückchen, Kaffee, Tee, Saft und Wasser.
Keine Partystimmung, sondern Hektik, Streß von den Schichtleitern. Die Nachtdienstler wollten nach Hause, die Frühdienstler mussten zurück in den OP. Die anderen maulten, da der Tag zu lang sein wird.
Wir machten keinen guten Eindruck auf die Neuen.
"Puhhh wie stressig.....da kommt viel auf uns zu.....hoffentlich wir mein Urlaub genehmigt.....der ist ein Choleriker.....ich traue mich nicht zu fragen.....die ist schwanger..und genervt......

"So ihr Lieben, habt ihr noch Fragen an mich?" fragte ich lächelnd. Sie merkten nicht, dass ich mich angeschlichen hatte.
Ich wa, r nicht genervt, aber das ganze Meckern geht mir an die Substanz.
Sie sehen mich an, als wäre ich vom Himmel auf die Erde gepurzelt.
"Legt los Kinder! Ich habe meinen Urlaub unterbrochen und ja nein genervt bin ich nicht. Dem Baby ist es zu laut hier und es boxt mich in die Rippen.
Ein kurzes Auflachen, eine Frage nach dem Geschlecht und wann es kommen wird. Und dann wird es sachlich und die Schicht- und Teamleiter nehmen sie in Empfang.
Meine zwei neuen Kittel lagen bereit.
Nach 3,5 h machte ich mich auf den Nachhauseweg.
"Brot, Milch und Obst fehlt, Wirbelwind!" Ich lese alle anderen Nachrichten auch und beantworte sie.

Minuten später parkte ich auf dem Supermarktparkplatz. "Wenn ich schon da bin, kann ich auch Wocheneinkauf machen." dachte ich und schrieb ihm das auch.
Begeistert war er nicht. Kein Bummeln am Samstag, keine Küsschen im Supermarkt, kein Milchshake und keine Umarmungen die die Zeit vergessen lassen.
Ich spürte seinen Blick auf mir. Ich sah ihn an ohne ihm in die Auegn zu sehen. Keine Kunst viel größer zu sein als ich. Sehr schlank, schlacksig, zwar gepflegt aber nicht akkurat. Er lächelte mich an. "Irgendwie mag ich ihn nicht," stellte ich fest Es gibt Menschen die mag man auf den ersten Blick nicht. Irgendwoher kenne ich ihn. Aber woher? Patient? Kollege? Ich begegne jeden Tag vielen Menschen. Dunkelhaarig, etwas Glatze, die restlichen Haare gepflegt.
"Nur schnell weg hier," dachte ich.

Er lief mir hinterher. ich bekam Angst.
Dann nannte er meinen Namen. Ich erschrak. Seine Stimme erkannte ich, aber ihn nicht.
"Kennst mich nicht mehr?" fragte er etwas erstaunt.
Meine Götter wie denn? Er hat sich so verändert. Er ist ein anderer Mensch.
"Wie peinlich!" rief ich verlegen. "Ich wusste nicht wo ich dich hindenken soll"
Er umarmte mich stürmisch und unbeholfen wie immer.

Und wie er sich verändert hat. Ein Student Typus Waldmensch, mit einem unschlagbaren Humor, Sarkasmus, Ironie im Leib.
Den Klassenclown den man hasst und liebt zugleich. Der der keine Freunde hatte, aber zu jeder Party eingeladen wurde. Die Lachbombe.
Der der mich immer zum lachen und zum weinen brachte. Der der mich mit seiner Art aufmunterte wenn ich wieder einmal Beziehungsstress hatte .
"Schneuzchen spül den Ring ins Klo und trete ihm in seinen Arsch. Soll ich den verprügeln für dich?....und so einige Sprüche lies er los. kaum war eine Kollegin oder Schester solo, rannte er ihr schon hinterher. Er konnte nie landen. Es war nicht nur seine Neurodermitis, sondern seine Art und seine Sauferei. Schnäpse und harte Sachen. Wein wie Wasser.
Auf Partys betrank er sich und kotzte einem vor die Füße oder ins Auto. manchmal hatte er einen dunkelblauen und einen schwarzen Socken an. "War verkatert" war seine Ausrede.
Er wurde Kinderarzt. "Monsterdoc".
Dann trennten sich die Wege. Wenn ich mal einen Blitzgedanken an ihn hatte, dann fiel mir seine ruppige hilflose Unart auf.

Seit 2011 habe ich nichts von ihm gehört.
" Ich habe eine Praxis. Seit 2 Jahren schon. " Als wäre es eine Selbstverständlichkeit für ihn. Er musste nicht für sein Studium jobben. Er chillte sich durch das Studium. Verhaltensgestört würde man sagen. Aber lieb.

"Komm eine Fanta ist doch noch drinnen. Ich lade dich ein" sagte er.
" Aber nicht lange..."  ich war neugierig auf ihn.
Seine Sprüche haben sich nicht geändert. Versaut wie immer.
"Tu doch nicht so brav!" lachte er auf.
Er hat sich verändert. Er ist matur. Er ist "groß" geworden. Und er hat seine Sauferei gelassen.
Seine Haut ist immer noch schuppig.  Auch dafür hat er Sprüche parat. "Schätzchen du hast Schuppen von mir auf deinem Mantel. Ich habe geschneit."
"Ich bin Zahlpapa. Jetzt weißt du wieso. Ist ekelig ......Seine Traurigkeit ist nicht zu übersehen.
Er steckt mir seine Visitenkarte zu, als wir uns nach einer halben Stunde verabschiedeten.
Er hat sich aufgerafft. Er hat aus sich viel gemacht.
Ein großartiger Mensch.


Spuren im Schnee


Wilde Liebe

Man sagt doch,
dass es Liebe auf den ersten Blick gibt.

Ich denke dass Liebe mehr ist,
als nur das Pflanzen eines Samens
hinter dem Auge.

So lange die Pflanze gewässert
gepflegt und gehegt wird
wird sie zwar wurzeln und wachsen.
Manchmal erreicht sie aber das Herz nicht.
Und manchmal erreicht sie das Herz,
wächst zu einem Busch heran der nicht blüht.

Und selten wurzelt sie tief
wächst einfach wie eine Wildblume
und ihr reicht nur die Wildnis,
die unbefangene Natur
die sie hegt
mit all ihren Witterungen
die ihre Wildnis hegt
so ganz bedingungslos.

©Émilia.

mercredi 24 janvier 2018

Heute Morgen hatte ich den ersten Termin(8:00 Uhr) in FFM. Fünfzehn Minuten vor der Zeit stand ich an der Anmeldung.
Meine Befunde habe ich in einer Mappe geordet parat. Auch den Laborbefund für den ersten Befundeindruck.
Das Hauptwartezimmer ist vollgestopft mit Patienten und deren Angehörigen. Ich wünsche einen Guten Morgen. Man kann ja nicht wie ein Waldesel irgendwo reinlatschen und nicht grüßen.
Viele grüßen zurück.
Ich ging hinaus in den Flur, stellte mich in eine Ecke und chattete mit ihm.
"Ich bin gleich bei dir. Wie fahre ich jetzt?"
Ich war gerade am erklären, als ich aufgerufen werde.
Ein Kollege, sehr nett, ein wenig unruhig, oder ungeduldig, vielleicht ein wenig gestresst, bittet mich herein.
Die Praxis ist super modern ausgestattet.
"Ich habe zwei Assistenten im Praktikum, die was lernen wollen. Macht es Ihnen etwas aus, wenn sie dabei sind?"
"Aber nein!" Manche Patienten lehnen es ab wenn "Lehrlinge die Hand an sie legen."
Niemand ist gerlernt vom Himmel gefallen.
Schnell noch eine Echokardiographie, schnell noch ein Differentiallabor.
"Keine Entzündung vorhanden. Eine dezente Mitralklappenstenose ist jetzt normal " sagte er sachlich. Und er erklärte mir was ich eh schon weiß. Mit einer bikuspidalen Aortaklappe kann man ein normales Leben führen. Dass es vererbbar ist, weiß ich auch und nein keinen Auffälligkeiten bei dem Baby. Sektio nur im Notfall.
Ich habe endgültige Gewissheit.
 Wir plaudern noch eine ganze Weile. Die PJ-ler machen sich Notizen. Nachdem ich mich für die guten Wünsche bedanke, mache ich mich auf den Weg zur Anmeldung zwecks neuem Termin.
Ich entdecke das schönste Lächeln. Ich renne in seine Arme.
"Da freut sich aber jemand!" stellte die MTA an der Anmeldung fest.
"Aber ja. Eine Tonne Angst ist weg."  lachte ich.
Ich lebe damit und bin froh, dass ich keine Endocarditis habe. Ich war zwei mal hintereinander so richtig erkältet.
Zu Hause angekommen rief ich meine Gynäkologin an und berichtete ihr das Ergebnis.
"Ruf ja an du!" ermahnte sie mich. Das habe ich getan. Ich bedankte mich für ihre aufmunternden Worten.
Fazit: keine Endocarditis -Prophylaxe.
Das wird gefeiert.

Ich habe mich in seiner Achselhöhle versteckt und habe vier ganze Stunden geschlafen.




mardi 23 janvier 2018

Liebeslied

Wenn das Morgenlicht
sich in meinen Haaren verfängt
tanzt es in deinen Augen.
So wie du mich ansiehst
wärmst du meine Wangen morgenrotfarben.

Deine Stimme ist sanft wie ein Wiegenlied.
Ich bewege mich keinen Herzschritt weg von dir
halte den Atem an,
schließe die Augen
und lausche dich.

Ich strecke meine Hände in den Himmel
bitte die Dunkelheit für mich zu singen
und die Noten in den Nachthimmel zu schreiben

Jedes Flüstern zerlege ich in Farben
und male die Sehnsucht in meine Sinne
und jede Note inspiriert mich zu einem Lied
Ich erwarte dich im Morgengrauen am Fenster
wenn das Morgenlicht sich wieder in meinen Haaren verfängt
und in deinen Augen tanzt,
Mich zu umarmen in einem nie enden wollendem Tanz.
©Émilia